Peter Thomaschewski: Mein Besuch im Lar GIRASSOL im April 2013

Seit meinem letzten Besuch im Oktober 2012 sind ein paar Monate vergangen und ich hielt am 10. April 2013 einen Vortrag vor dem Altenclub in Liederbach.

Die Seniorinnen hatten für den Weihnachtsbasar in der katholischen Gemeinde St. Marien Gestecke, Kränze und kleine Geschenke gebastelt und an die Besucher verkauft.

Es kamen mehrere Hundert Euro zusammen, die für GIRASSOL gespendet wurden. Mein Vortrag wurde von der sehr realistisch gefilmten DVD über GIRASSOL von Herrn Krambrock unterstützt.

Entsprechend war die Betroffenheit über die Umstände in der brasilianischen favela in Grajaú, direkt neben dem Lar GIRASSOL.In der darauffolgenden Woche besuchte ich wieder São Paulo. Mit dem brasilianischen Stadtplan auf meinem Navigationssystem verfuhr ich mich nur einmal auf meinem Weg durch die Stadt.

Das Hallo beim Empfang war riesig – wie immer.

Es ist eine andere Welt: Vor den Toren Hektik, trister Asphalt, graue Mauern und im Lar GIRASSOL: Ruhe und grün, Blumen, viele Farben und fröhliche Menschen.

Ich konnte diesmal zwei Koffer mitnehmen, einer war voll mit Stofftieren, Spielsachen, Puzzles und natürlich Gummibärchen.

Was gab es Neues? Ein neuer Ausbildungszweig wurde in Zusammenarbeit mit dem Holiday Inn etabliert: Fachausbildung zur Servicekraft, dies auch im Hinblick auf die Megaevents in 2014 (Fußball) und 2016 (Olympiade).

Vorher gab es schon die Ausbildung für Pflegekräfte, auch ein sehr gesuchter Ausbildungszweig.

In der Kinderkrippe lagen vier Babys, eines war einfach vor einem Krankenhaus liegen gelassen worden. Hier wird sich darum gekümmert. Auf dem Weg zum Speisesaal nahm mich ein kleiner Junge an der Hand: „Nimmst Du mich mit Onkel?" Das ging leider nicht. Die Kinder sind anhänglich und offen gegenüber Besuchern, ein Zeichen, dass sie sich im Lar GIRASSOL wohlfühlen.

Natürlich kommt die Hilfe von GIRASSOL nur einem winzig kleinen Teil der bedürftigen Kinder zu Gute. Aber es ist ein sehr wertvoller Dienst.Im Laufe der vielen Jahre des Wirkens von Angelika Pohlmann und Ihrer Helfer addieren sich so die einzelnen Dienste zu einem großen Beitrag an der Menschheit.

Nach meinem Besuch in Lar GIRASSOL ging es wieder quer durch die Stadt, ich tauchte ein in den Verkehrsstrom und musste mich sehr konzentrieren und den Eigenheiten brasilianischen Verkehrs anpassen.

Zurück in Deutschland denke ich oft an die Kleinen in einer Insel der Geborgenheit mitten in Grajaú, einem Vorort von São Paulo, der so viele Einwohner wie Frankfurt hat.

Peter Thomaschewski

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