Offizielle Einweihung Bäckerei

Bäckereilehrwerkstatt mit kleiner Feier endgültig ins Angebot aufgenommen

Am Dienstag vor Ostern fand in GIRASSOL eine kleine, bescheidene Feier statt, um mit der Präsentation des Schildes von Sternstunden e.V., die Bäckereilehrwerkstatt nun auch offiziell zu eröffnen. Nur Dank der signifikanten Spende aus Deutschland, war die Einrichtung dieses Ausbildungsganges überhaupt möglich. In Anwesenheit der Gründer von GIRASSOL, den Eheleuten Pohlmann, der Leiterin Sra. Cleibe, Herrn Thomas Polisaitis, dem Geschäftsführer unseres Trägervereins SBA und Andreas Krebs vom Förderverein, neben Auszubildenden und ihren Lehrern, einer langjährigen GIRASSOL-Unterstützern, die besuchshalber aus Deutschland dabei war, wurde in ein paar kurzen Ansprachen, den Geldgebern gedankt und den Berufsschülern nochmals ihre einmalige Chance auf eine kostenfreie Ausbildung verdeutlicht und abschließend eine noch ofenwarme Kostprobe der bereits erlernten Fähigkeiten (leicht gesüßte Weizenvanilleschnecken) herumgereicht. Mit einem schüchternen, stolzen Lächeln nahmen die Bäcker in spe die Komplimente der Gäste entgegen.

Ende 2019 werden 40 GIRASSOL-Absolventen in der Lage sein, mit der Herstellung “unseres täglichen Brotes” ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen :-))!

Bild 01
Bild 02
Bild 03
Bild 04
Bild 05
Bild 06
Bild 07
1/7 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

ALLES NEU IN GIRASSOL PRO !

Oooh, wie das duftet!

Es ist geschafft: pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres sind die Modernisierungsmaßnahmen im Berufsbildungszentrum so weit gediehen, dass der Unterricht aufgenommen werden konnte!
Die Elektriklehrwerkstatt ist innerhalb der GIRASSOL-Räumlichkeiten umgezogen und ist komplett renoviert worden. Darüber hinaus sind die Übungsanlagen signifikant erweitert worden, sodass unsere Auszubildenden nun deutlich umfangreicher unterrichtet werden können: sie lernen ab 2019 auch den Umgang mit den Schaltkreisen und Stromstärken, wie sie in der Industrie gegeben sind. Diese zusätzlichen Kenntnisse erhöhen die Chancen der GIRASSOL-Abgänger, sich auf dem hartumkämpften Arbeitsmarkt durchzusetzen.
2019.03.09_Elektiker_05
2019.03.09_Elektiker_06
2019.03.09_Elektiker_07
2019.03.09_Elektiker_08
2019.03.09_Elektiker_09
2019.03.09_Elektiker_10
1/6 
start stop bwd fwd

Die Schneidereilehrwerkstatt ist mit neuen, modernen Maschinen, wie sie in der Industrie verwendet werden, ausgestattet worden  -  ebenfalls, um unseren Absolventen  noch bessere Chancen auf eine Anstellung zu geben. Ein Teil der alten Maschinen ist weiterhin im Einsatz, um unsere Kursteilnehmer auch mit diesen vertraut zu machen. Einige der Auszubildenden möchten nach Abschluss des Lehrgangs ja in Heimarbeit tätig werden und mit ganz „normalen“ Nähmaschinen zu arbeiten lernen.
2019.03.09_Schneiderei_011
2019.03.09_Schneiderei_012
2019.03.09_Schneiderei_013
1/3 
start stop bwd fwd

Auch die Einrichtung und Ausstattung der neu geschaffenen Bäckereilehrwerkstatt ist fristgerecht gelungen. Seit Anfang Februar werden nun in zwei Schichten 40 Auszubildende in ihr zu erlernendes Handwerk eingewiesen. Beinahe täglich zieht  neuerdings der herrliche Duft frischer Backwaren über‘s GIRASSOL-Gelände. Unsere Kita-Zwerge sowie unsere Grundschüler in Halbtagsbetreuung sind die „Hauptprofiteure“ der Produktion unserer Bäckerlehrlinge!
2019.03.09_Backen_01
2019.03.09_Backen_02
2019.03.09_Backen_03
2019.03.09_Backen_04
1/4 
start stop bwd fwd

Ende 2018 haben sich etwas über 1700 Menschen um unsere 260 Ausbildungsplätze beworben; auf der Beliebtheitsskala belegt unser neuer Bäcker/Konditor-Kurs den zweiten Platz! Den Absolventen winken viele Anstellungsmöglichkeiten und gute Chancen, auch tatsächlich in Arbeit zu kommen. Ein weiterer Meilenstein ist in der Entwicklung von GIRASSOL Pro erreicht!

Drucken E-Mail

Frisch gebackene Pflegekräfte

Feier zur Zertifikatsübergabe

Im Auditorium des “Hospital Oswaldo Cruz” (ehemaliges deutsches Krankenhaus) in São Paulo fand am Wochenende die feierliche Übergabe der Abschlusszertifikate an die Absolventen des Ausbildungskurses Hilfspflegekraft statt. Im Gegensatz zu all’ den anderen GIRASSOL-Ausbildungen, wird die Abschlussfeier für diesen Kurs in dem Krankenhaus abgehalten, denn es ist die Ausbildungsstätte der jungen Leute.
Den strahlenden Absolventen stehen nun viele Türen offen: sie haben einen Beruf erlernt, der hohes Ansehen genießt und mit hervorragenden Anstellungsmöglichkeiten einhergeht.
Der Festlichkeit wohnten die Eheleute Pohlmann (Gründer von GIRASSOL), als auch Herr Thomas Polisaitis (Geschäftsführer der SBA), sowie der stellvertretende Leiter von GIRASSOL, Lehrer Jean und Mitarbeiterinnen als Gratulanten bei.

Teilnehmer bei der Feier

Teilnehmer bei der Feier

Teilnehmer bei der Feier

Drucken E-Mail

Unsere Baustelle

Handwerker und Baulärm für ein noch besseres GIRASSOL

Für die Renovierung/Modernisierung der Lehrwerkstätten für Schneiderei und Elektrik kommen die Maßnahmen gut voran. Die Umbauarbeiten zur Einrichtung der neuen Bäckereilehrwerkstatt erfordern den Einsatz vieler unterschiedlicher Handwerker. Das augenscheinliche Gewusel folgt einem durchdachten Plan! Die Arbeiten liegen gut im Zeitplan und werden wohl pünktlich zum Unterrichtsbeginn im Februar abgeschlossen werden können. Die Fotos aus der ersten Januarwoche bezeugen das geordnete Chaos!

 

 

 

001_kl
002_kl
003_kl
004_kl
005_kl
006_kl
007_kl
008_kl
1/8 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

Kita-Ausflug

Ein aufregender Tag  

Unsere GIRASSOL-Kids waren am 1. Oktober einen Tag lang in "KidZania", dem Themen-Kulissennachbau einer richtigen Stadt, wo die Kinder in die Rolle Erwachsener schlüpfen können, sich in verschiedenen Berufen versuchen.

Da gibt es natürlich die Feuerwehr, eine Polizeistation, ein Krankenhaus nebst Krankenwagen - sehr begehrte (Test-)Berufe! Es gibt aber auch eine Pizzeria, eine Schokoladenfabrik, ein Theater, ein Fotolabor und eine Zeitundsdruckerei, beispielweise. Aussßerdem erhalten die Kleinen Spielgeld, mit dem sie im Supermarkt einkaufen, auf der Post Briefmarken holen oder Banktransaktionen nachspielen dürfen. Dieser aufregende Tag begann für die Kinder und ihre Erzieherinnen mit einer längeren Busfahrt quer durch die Riesenstadt São Paulo: schon das war für alle ein noch nie erlebtes Abenteuer!

Die Erlebnisse dieses lehrreichen Ausflugs, der möglich wurde durch die großzügige Spende der Eintrittskarten durch das Hotel Blue Tree vor Ort, hallen nach! Unsere Kita-Kids spielen das Erlebte immer wieder nach, überschlagen sich beim Sprechen, wenn sie davon erzählen :-))

Wir danken dem Spender sehr: unseren Kindern, deren Familien sich eine derartige Freizeitgestaltung definitiv nicht leisten könnten, wurde ein echtes Highlight mit diedem Ausflug beschert!

15.10.2015_01
15.10.2015_02
15.10.2015_03
15.10.2015_04
15.10.2015_05
15.10.2015_06
15.10.2015_07
15.10.2015_08
15.10.2015_09
15.10.2015_10
IMG_0436
IMG_0438
IMG_0440
IMG_0441
01/14 
start stop bwd fwd

 

Drucken E-Mail

Juni ist "Festa-Junina-Zeit"

Abschluss des ersten Schulhalbjahres

Die portugiesischen Eroberer brachten vor über 500 Jahren den katholischen Glauben in ihre Kolonie Brasilien. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich aus den Feierlichkeiten zu Ehren der Juni-Heiligen Johannes, Antonius, Peter und Paul die sehr brasilianischen "festas juninas"  -   die "Juni-(Volks-)Feste". Jahr für Jahr berichten wir über die Veranstaltung aus diesem Anlass in GIRASSOL 

Am 30.Juni, ein sonniger Samstag, war's wieder so weit: die große GIRASSOL-Familie traf sich in Grajaú, um die Juni-Heiligen gebührend zu feiern. Die Kita-Kinder und die Berufsschüler kamen in Begleitung ihrer Angehörigen; der GIRASSOL-Mitarbeiterkreis nahm selbstverständlich auch teil. Groß und Kiein trugen die für diese Feste typischen Kostüme, führten dem "square-dance" ähnliche Volkstänze auf, amüsierten sich bei Geschicklichkeitsspielen, die ebenfalls nur bei "festas juninas" zu finden sind. Lachen und Musik, Kreischen und Singen aus Kinderkehlen echoten über das weitläufige Gelände. Und eine reich bestückte Tafel bot den Gästen alles, was zu einer zünftigen "festa junina" gehört: "pinhão" und "milho verde" (in Salzwasser gegarte Araukarien-Pinienkerne und Zuckermais),  "lingüicinha" (Würstchen),  "pipoca" (Popcorn), "pão-de-queijo" (Käsebrötchen),  "passoquinha" und  "pé-de-moleque" (Erdnusskaramell), "brigadeiro" (kleine Rumkugeln - ohne Rum!), "cocada" (Kokosmakronen) - und noch sooo viel mehr aus der GIRASSOL-Küche!

Saão Paulo liegt südlich des südlichen Wendekreises und das bedeutet, dass es Ende Juni um 18:00 Uhr dunkel und kalt wird  -  Zeit für alle nach Hause zu gehen. Und der Abschied am 30. Juni 2018 bedeutete auch den Beginn der 4-wöchigen Winterferien für SBA GIRASSOL Kids+Pro !

IMG-20180702-WA0014
IMG-20180702-WA0016
IMG-20180702-WA0027
IMG-20180702-WA0035
IMG-20180702-WA0037
IMG-20180702-WA0039
P_20180630_133803_1_p
P_20180630_133954_1_p
1/8 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

OSTERN - natürlich auch in São Paulo bei GIRASSOL!

"Coelhinho da Páscoa, que trazes prá mim?"

"Kleiner Osterhase, was bringst Du mit mit?" das ist der Anfangsvers eines uralten brasilianischen Kinderliedes zur Osterzeit. Im GIRASSOL Kids wurde sããeit Wochen für die Osterfeier gebastelt, geübt und daraufhin gearbeitet. Jedes Kita-Kind fertigte eine Häschenmaske an, die am Tag der Feier aufgesetzt werden würde. Osterlieder wurden eingeübt, kleine Rollenspiele geprobt und viele Ostergeschichten wurden den Kindern von den Erzieherinnen vorgelesen oder erzählt.

In der GIRASSOL-Küche entstand für jedes einzelne der Kids ein faustgroßes Schokoladenei  -  zusammengesetzt aus zwei Hälften, befüllt mit kleinen Schokoladchenwürfeln; alles in liebevoller Handarbeit, ausgeführt von einer der Erzieherinnen zur überraschten Freude der Kinder :-)) !

Als der Tag der Feier endlich, endlich gekommen war, konnte die unruhige, aufgeregte Schar kaum gebändigt werden! Nachmittags wurden die selbstgebastelten Masken aufgesetzt, das Hasengesicht durch zusätzliches Schminken vervollkommnet und die Erklärungen gegeben, wie die auf dem Gelände versteckten Ostereier zu suchen und zu finden seien. Es gab fast kein Halten mehr, auch wenn von vornherein klar war, dass jeder nur ein Ei bekommen würde! Nach einer Art Schnitzeljagd, die die Zwerge zu den Eiernestern führte und alle erschöpft fündig geworden waren, gab´s zur Feier und zum Abschluss des Tages Kuchen, Limo und weitere Leckereien für alle. Es war der perfekte Einstieg für´s lange Osterwochenende!

So bunt wie unsere Bilder war die Osterfeier! Schauen Sie sich diese Freude an! 

_D7Z1052
_D7Z1057
_D7Z1059
_D7Z1243
_D7Z1434
_D7Z1436
_D7Z1439
_D7Z1448
_D7Z1452
_D7Z1458
_D7Z1469
_D7Z1475
_D7Z1478
_DSC5536
_DSC5539
_DSC5608
_DSC5615
_DSC5627
_DSC5705
_DSC5706
_DSC5713
_DSC5717
_DSC5725
_DSC5730
_DSC5738
01/25 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

Unsere "Neuen" sind da!

GIRASSOL voll in Aktion! 

Die ersten Wochen des nun nicht mehr ganz neuen Jahres vergingen auch in GIRASSOL wie im Fluge. Der Beginn eines neuen Schuljahres bedeutet überall auf der Welt aufgeregte Betriebsamkeit  -  natürlich auch in unserer Kita und unserem Ausbildungszentrum.

In den allerersten Tagen des wiederangelaufenen Betriebs wurde auf dem Gelände/in den Räumlichkeiten von SBA GIRASSOL Kids/Pro eine eintägige Impfkampagne gegen das Gelbfieber durchgezogen. Seit Monaten hält der Ausbbruch der Epedemie dieser sehr ernst zu nehmenden Tropenkrankheit Behörden und Bevölkerung in ganz Brasilien in Atem; mehere Hundert Todesopfer sind landesweit inzwischen zu beklagen. In Zusammanarbeit mit dem für unseren Stadtteil Grajaú zuständigen Gesundheitsamt, wurde eine "mobile Impfeinheit" in GIRASSOL eingerichtet. Diese Methode ist in dem Riesenland üblich, erleichtert sie doch den Behörden, die komplexe logistische Herausforderung in solchen Ausnahmesituationen wie dem aktuellen Gelbfieberausbruch, effizienter zu meistern . So erreichen die Maßnahmen, eine Epedemie einzudämmen, in kürzerer Zeit mehr Menschen  -  vor allen Dingen in Gegenden, in denen arme, ungebildete Menschen leben. Die Versorgung kommt zu ihnen, sie fühlen sich eher angesprochen . . . Der "GIRASSOL-Impftag" richtete sich an unsere Mitarbeiter und ihre Angehörigen, die Auszubildenden mit Familie und an die Menschen, die in unserer Nachbarschaft wohnen. (Aus medizinischen Gründen ist die Impfung bei Kleinkindern, Senioren und Schwangeren kontraindiziert).

Mit Fug und Recht können wir sagen, dass diese Aktion ein Erfolg war: 705 Menschen wurden durch eine Impfgabe vor Gelbfieber geschützt!

Am Anfang eines neuen Ausbildungsjahrgangs in GIRASSOL Pro steht immer ein Modul "Sozialkompetenz-Coaching". Die erste Woche wird der Eingewöhnung und dem Erlernen der GIRASSOL-Spielregeln gewidmet. Unsere Auszubildenden entstammen alle einem sozial schwachen Umfeld; haben wenig Erfahrung mit verbindlichen Umgangsformen; sind es selten gewohnt, sich an Regeln zu halten. Konflikte, Meinungsverschiedenheiten, vermeintliche Ungerechtigkeiten werden gewaltsam gelöst: das ist für die Meisten normaler Alltag. Respekt, Zuverlässigkeit, Vertrauen,  Anerkennung, Konsequenzentragen, Gewaltlosigkeit, Durchhaltevermögen, usw., usw. -  all´ das muss erst erabeitet, erlernt und erfahren werden. Rollenspiele, Gesprächs- und Diskussionskreise, Formulierung der Erwartungen auf beiden Seiten, Teambuildigmaßnahmen, etc. bewirken in kurzer Zeit sehr viel.  Dem Großteil unserer Schützlinge gehen förmlich die Augen auf; sie erleben ein ihnen bis dahin unbekanntes Miteinander und passen sich erstaunlich schnell an die neuen Gegebenheiten an!

Bei den Zwergen in der Kita hat auch eine neue Gruppe angefangen. Auch in Kindertagesstätten hierzulande brauchen die Kleinen eine Weile, bis sie sich in ihrer unbekannten Umgebung einleben und wohlfühlen ;-). Genauso geht es auch den kleinen Leuten in GIRASSOL!! Für sie ist die Herausforderung möglicherweise noch etwas größer als für Gleichaltrige in Deutschland: das sozial komplizierte Umfeld ihres Zuhauses verhindert eine für uns selbstverständliche Entwicklung. Keine Gewalt, Regeln befolgen, respektvolles Miteinander, Tischmanieren, Toilettenbenutzung und noch so viel mehr: alles Neuland für die Rasselbande der neuen Kleinen! Aber wie überall auf der Welt, ist der erste Tag in der Kita aufregend und erfüllt die Familien mit Stolz; gibt Anlass für "Meilenstein-Fotos": mein erster Tag in GIRASSOL!

001
002
003
004
005
006
007
008
Kids - 4
Kids - 5
Kids - 6
01/11 
start stop bwd fwd

 

 

 

Drucken E-Mail

Die Ferien sind um

GIRASSOL erwacht aus der Sommerträgheit

Antonio reinigt die WegeDer Spielplatz wartet auf Kinder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch herrscht Ruhe über dem großen SBA-GIRASSOL-Kids/Pro-Gelände . . . Antonio, unser Hausmeister, ist seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten ein elementar wichtiges Rädchen im Alltagsgetriebe unserer Einrichtung. Er nutzt die letzten Tage der Sommerferien auf der südlichen Halbkugel, um die routinemäßigen Instandhaltungsarbeiten abzuschließen.

Mit Beginn des neuen Schuljahres werden wieder Hunderte Füße über die Wege und Treppen rennen, laufen, stapfen, hüpfen . . . Die verwaisten Gruppenräume und der Spielplatz werden von der Kita-Rasselbande zu neuem Leben erweckt werden; Kinderlachen und -geschrei wird über GIRASSOL liegen.

Das Spielzimmer wartetDie Wand wird gemalt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über 250 Jugendliche werden eine Ausbildung bei uns antreten. Voller Erwartungen, begleitet von Unsicherheit angesichts des Unbekannten in der fremden Umgebung, angetrieben von greßem Wissensdurst und der Erkenntnis, eine ziemlich einmalige Chance erhalten zu haben, einen Beruf zu erlernen, werden sie sich mit ihren Mitschülern, Lehrern, ihrem Umfeld und den dazugehörigen Gepflogenheiten vertraut machen. Sie werden in und durch GIRASSOL Pro ihren Horizont immens erweitern; ihnen werden Dinge vermittelt werden, von denen sie im Augenblick noch nicht einmal wissen, dass es sie gibt.

Und zum Ende von 2018, wenn sie ihre Abschlusszertifikate feierlich überreicht bekommen, werden sie einen gigantischen Entwicklungsschritt getan haben. Sie werden dann befähigt sein, einer aussichtsreicheren Zukunft entgegenzugehen.

Auf dass 2018 wieder ein erfolgreiches GIRASSOL-Jahr werde  -   Antonio ist mit seinem "Ferienjob" fast fertig! Es kann los gehen!!

 D7E1329

Drucken E-Mail

Pimp-Up der Nähstube.

SchneiderlehrwerkstattNeue Ausstattung der Schneiderei

Die Ausstattung der Schneiderei-Lehrwerkstatt muss teilerneuert, modernisiert werden. Die Maschinen sind seit vielen Jahren im Dauereinsatz. Einige stammen noch aus der allererste Grundeinrichtung und stehen nun seit mehr als 15 Jahren im Dienst von GIRASSOL Pro - wurden uns damals schon teilweise aus 2. Hand überlassen! Unser Lehrbetrieb läuft heute nach viel professionelleren Maßstäben, weil auch unsere Lehr- und Lernziele ein viel anspruchsvolleres (Profi-)Niveau anstreben.Auch entspricht unser Maschinenpark nicht mehr den strengeren, modernen Arbeitssicherheitsvorgaben des Gesetzgebers. Wir müssen also in absehbarer Zukunft umfangreich in die Schneiderei-Lehrwerkstatt investieren!

Kosten: ca.Euro 22.500,-

 

Drucken E-Mail

Ein grosses Fest

25 Jahre Sozialprojekt GIRASSOL

Es war am Samstag, den 21. Oktober 2017, 9:00Uhr morgens  als die ersten Gäste zur Feier anlässlich des 25jährigen Bestehens von SBA GIRASSOL auf dem Gelände des Sozialprojektes in Grajaú eintrafen.

In einem der groβen Unterrichtsräume des Ausbildungszentrums versammelten sich diejenigen Förderer, die an konkreten Informationen interessiert waren. Der Vorsitzende unseres lokalen Trägervereins, der Sociedade Beneficiente Alemã (SBA), Herr Weber Porto begrüβte die Anwesenden und umriss kurz die Arbeit der SBA im Zusammenhang mit GIRASSOL. Dann übergab er das Wort an Andreas Krebs, den Vorsitzenden des deutschen Fördervereins Girassol e.V., der seinerseits erläuterte, in welcher Form der Förderverein seine Aktivitäten organisiert und realisiert, um Spenden in Deutschland und Europa einzuwerben.

Dann stellte Dona Cleibe, Leiterin von GIRASSOL, die Einrichtung in "Zahlen und Fakten" vor.

Zum Umfeld:

  • den Stadtteil Grajaú bevölkern mittlerweile etwa 600.000 Menschen, davon wiederum leben 25% in der 'favela'.
  • der Groβteil der Gesamtbevölkerung hat nicht einmal eine abgeschlossene Grundschulbildung.
  • 16.900 Drei- bis Sechsjährige (also Kindre im Kindergartenalter) leben hier, aber nur 10.390 von ihnen sind in einer Vorschule untergebracht.
  • 49.600 junge Erwachsene (16 bis 29 Jahre alt) sind arbeitslos.

Zu SBA GIRASSOL Kids:

  • 65 Drei- bis Sechsjährige werden kostenlos ganztägig betreut und erhalten 5 Mahlzeiten.
  • das Betreuungskonzept begünstigt und fördert die physische, motorische, intelektuelle und soziale Entwicklung der Kinder.
  • die Aufnahme der Kinder in die Kita hängt von der Beurteilung der Sozialarbeiterin ab, die Bedürftigkeit, Entwicklungspotenzial und Sozialprognose belegt und nicht zuletzt durch Hausbesuche begründet.
  • Kinder sowie Angehörige erhalten, wenn notwendig, psychologische Betreuung (ermöglicht durch ein Abkommen mit der Universität von Sto. Amaro = UNISA).
  • ab 2018 soll ein Programm greifen, das "unseren" Schulanfängern in der schulfreien Tageshälfte Hausaufgabenberteuung und Freizeitgestaltung durch Singen, Musik- und Theaterspielen anbietet.
  • am "künstlerischen Programm" sollen auch die Kita-Kids teilhaben.

Zu SBA GIRASSOL Pro:

  • z.Zt. werden 236 Jugendliche in Zusammenarbeit mit SENAI (eine von 2 staatlichen Berufsbildungsinstitutionen mit anspruchsvollen Standards), an deren Qualifikationsvorgaben GIRASSOL sich orientiert, ausgebildet
  • zum Schuljahr 2017 wurde der Lehrplan an die veränderte Realität angepasst: die Kursdauer hat sich auf ein ganzes Jahr verlängert; alle Schüler erhalten Förderunterricht in Mathematik und Portugiesisch, sowie Grundlagenunterweisung in Englisch und PC- Handhabung. Es wurden drei zusätzliche Lehrer eingestellt; der ursprüngliche Informatik-Kurs ist gewissermaβen aufgeteilt und nunmehr allen zugänglich gemacht. Somit bieten wir Grundausbildungen in Verwaltungswesen, Elektrik, Schönheitspflege und Schneiderei an; in Zusammenarbeit mit dem 'Oswaldo-Cruz-Hospital' (ehemaliges deutsches Krankenhaus) und SENAC (die andere der staatlichen Berufsschulen) findet der Lehrgang "Hilfspflegekraft" statt. 
  • die Jugendlichen und ihre Angehörigen werden inzwischen auch von der Sozialarbeiterin unterstützt und betreut und können sich im Bedarfsfall ebenfalls an den psychologischen Dienst der UNISA wenden
  • es sind Programme konzipiert worden, anhand derer die Sozialkompetenz entwickelt und geschult wird (das GIRASSOL-Umfeld ist kulturell und sozial extrem schwach  -  Gewalt allgegenwärtig).

 D7E1607 klDie zwei letztgenannten Maβnahmen fürten zu einer deutlich gesunkenen Abbrecherquote. Es wird daran gearbeitet, den Kontakt zu Absolventen enger und langfristig zu halten: viele brauchen auch über ihre GIRASSOL-Zeit hinaus psycho-soziale Unterstützung; wir sind am Werdegang der Ehemaligen interessiert  -  ihr 'feedback' hilft, das Angebot stetig zu verbessern und ihre Vorbild- und Botschafterfunktion sollen zukünftig besser genutzt werden.

Anschlieβend kamen GIRASSOL-Ehemalige zu Wort.

Die Erste erzählte, sie habe, während sie den Verwaltungskurs besuchte, von der Krankenpflegeausbildung gehört. Nach Abschluss des begonnen Kurses bewarb sie sich erfolgreich um die Aufnahme am Oswaldo-Cruz-Krankenhaus und erlangte nebenbei abends ihre Hochschulreife. In wenigen Wochen beschlieβt sie die Hilfspflegekraftausbildung und möchte dann, wiederum im Abendstudium (sie muss ja ihren Lebensunterhalt verdienen) Diplomkrankenschwester werden.

Dann berichtete Melina, 20jährig, von ihrem frustrierenden Job, der einzig dem Broterwerb diente und von der Sehnsucht nach erfüllender Arbeit. Sie erfuhr von der Schneidereiausbildung bei GIRASSOL und ergatterte einen der begehrten Plätze. Ohne die bedingungslose Unterstützung ihrer Mutter, die selbst weder lesen noch schreiben kann und die sich als Putzaushilfe durch's Leben schlägt, hätte die Tochter nicht kündigen können, um ihrem Traum, kreativ zu arbeiten, näher zu kommen. Noch bevor Melina den Abschluss in der Tasche hatte, erhielt sie bereits Aufträge  -  das war im Mai 2017! Heute hat sie ihr eigenes Modelabel und ist dabei, Sponsoren davon zu überzeugen, in Maschinen für ihr Atelier zu investieren . . .

Der deutsche Generalkonsul hält eine RedeGuilherme beendete 2014 einen Verwaltungskurs in GIRASSOL und hatte paralell die Schule abgeschlossen. Heute steht er kurz vor dem 'Bachelor' seines Sportstudiums, betätigt sich ehrenamtlich in der Drogenprävention in seiner Nachbarschaft und träumt von einem Integrationsprojekt mit GIRASSOL.

Um 11:00Uhr begann auf dem überdachten Sportplatz das offizielle Festprogramm, an dem etwa 450 Gäste teilnahmen: Ehrengast war Herr Axel Zeidler , deutscher Generalkonsul, dazu der SBA-Vorstand, GIRASSOL-Ehrenamtler, Spender und Förderer, Kita-Zwerge und Berufsschüler mit ihren Familien, GIRASSOL-Mitarbeiter und -Ehemalige . . . Viele Menschen wollten das Sonnenblumen- Silberjubiläum feiern.

Dona CleibeEs war ein buntes Fest! Natürlich wurden Reden gehalten: lustige wie herzergreifende; auf die Anfänge und das in 25 Jahren Erreichte zurückblickend und die Zukunftspläne beleuchtend. Es sang der Chor des'Oswaldo-Cruz'; die GIRASSOL-Kids führtenTänze auf und trugen Lieder vor. Die Schüler von Schneiderei und Schönheitspflege stellten eine (beinahe!) professionelle Modenschau auf die Beine, die durch selbst entworfene und gefertigte Modelle das vergangene Vierteljahrhundert modisch Revue passieren lieβen. Die Elektik- und Informatiklehrer hatten mit den Schülern eine groβe Monitor-Leinwand aufgebaut, auf der der Gästeschar zahlreiche Fotos die Reden illustrierend präsentiert werden konnten. Auch waren sie für die komplette "Sound-Technik" verantwortlich. Zum krönenden Höhepunkt wurde die Geburtstagstorte aus der GIRASSOL-Küche hereingerollt und es regnete viele Hundert Luftballons auf's Publikum  -  ein Riesenspaβ für Groβ und Klein, Alt und Jung!

Mittlerweile knurrte allen der Magen und es setzte der Ansturm auf's Mittegessen ein. Das GIRASSOL-Küchenteam hat sich selbst übertroffen: zu Grillfleisch und -würstchen gab's Salate und 'arroz carreteiro' (Truckerreis = Gemüse, zerkleinertes Rührei unter Reis gemischt), zum Nachtisch Obstsalat, Kuchen und/oder(!) Nascherein vom 'algodão doce'- oder 'pipoca'-Stand (Zuckerwatte + Popcorn); zum Trinken standen 'Softdrinks' oder Säfte zur Auswahl.

Es war eine Freude, das ausgelassene Treiben, die Hochstimmung auf dem ausgedehnten Girassol-Gelände zu erleben!

Groβer Stolz, tiefe Dankbarkeit erfüllen uns, auf 25 Jahre zurück zu blicken, in denen über 5.400 Kindern und Jugendlichen (und ihren Familien) durch GIRASSOL und das unermüdliche Engagement seiner vielen Förderer, Unterstützer und Spender der Weg in eine bessere, würdigere und aussichtsreichere Zukunft geebnet werden konnte . . . .:-))!

_D7E1492
_D7E1495
_D7E1496
_D7E1622
_D7E1634
_D7E1651
_D7E1653
_D7E1665
_D7E1683
_D7E1726
_D7E1731
_D7E1744
_D7E1762
_D7E1772
_D7E1775
_D7E1782
_D7E1783
_D7E1814
_D7E1818
_D7E1827
_D7E1833
_D7E1838
_D7E1862
_D7E1887
_D7E1897
_D7E1902
01/26 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

Büsschen

Der 10 Jahre alte BusDas GIRASSOL-Büsschen wurde uns 2007 von VW do Brasil geschenkt. Bei den Straßenverhältnissen in São Paulo bedeuten 10 Jahre ein extrem langes Leben für ein Auto :-) ! Leider werden keine "Bullis" mehr produziert . . . 2018 aber wird die Anschaffung eines neuen Wagens unaufschiebbar werden! 

Einige der Rostflecken am BusEs wird ein "Van" sein müssen,denn damit werden alle Lebens-, Putz- und Reinigungsmittel befördert; alles, was an Bürobedarf notwendig ist, gebracht; kleinere Mengen Baumaterialien und Gerätschaften (für Instandhaltungsarbeiten) transportiert; im Notfall jemand schnell zum Arzt oder ins Krankenhaus gefahren, usw., usw. Das Büsschen ist der moderne Packesel und quasi pausenlos im Einsatz und für den GIRASSOL-Betrieb unabdingbar!

Kosten : € 40.000,-

Drucken E-Mail

Dach erneuern

Das erste SchlafhausEher früher als später muss das Dach des 1994 erbauten, ehemaligen "Baby-Hauses" neu gedeckt werden. Das feucht-heiße Klima setzt der Bausubstanz heftiger zu, als wir es hier in Deutschland kennen auch Qualitätsstandards klaffen auseinander! SBA GIRASSOL hat verschiedene Kostenvoranschläge eingeholt, die sowohl Arbeitslohn als auch Materialkosten beinhalten.

Kosten : € 6.600,-

Das Dach ist neu!

Es freut uns, zu berichten,dass es sogar möglich geworden ist, das ebenfalls recht marode Dach des angrenzenden Küchengebäudes gleich mit neu einzudecken.Nun ist alles aus einem Guss rundum erneuert! Danke denjenigen, die uns die notwendigen Mittel hierfür zur Verfügung stellten :-)!

Gebäude mit neuem Dach.

Drucken E-Mail

Theater- und Musikraum

Im Februar 2018 wird unsere erste, älteste Kitagruppe eingeschult. In São Paulo/Grajaú wird daran gearbeitet, diesen Kindern eine Betreuung für den halben "schulfreien" Tag anzubieten. Ein Kreis von ehrenamtlichen HelferInnen soll diese Aufgabe übernehmen. Es wird fleißig am Programm gefeilt!

Für die Großen soll ein Raum hergerichtet werden, auch um eine physische Trennung von den GIRASSOL-Kids möglich zu machen. Neben klassischer Hausaufgabenbetreuung, Basteln und pädagogisch wertvollen Spielen wird an Musik, Theater und Tanz gedacht: künstlerische Ausdrucksformen, die "unsere" Kinder sehr bereichern würden!

Es ist wissenschaftlich belegt, dass Singen und das Spielen von Musikinstrumenten die senso-kognitiven Fähigkeiten signifikant fördern. Kindern, denen musikalische Förderung zuteil wird, fällt das Lernen ganz allgemein leichter. "Unsere" Kinder bringen häufig eine belastete Biografie mit: "Musikmachen" hilft, seelisch Quälendes besser zu verarbeiten  -  auch dieser Zusammenhang ist erwiesen. Musik verbindet Kulturen, hilft soziale Unterschiede zu überwinden, schenkt Lebensfreude und ermöglicht es, wortlos zu kommunizieren. Musik baut unseren Kindern Brücken, weist einen weiteren Weg aus der Aussichtslosigkeit der Armut.  

Der vorgesehene Raum muss komplett saniert (Feuchtigkeitsschädenbeseitigung = Löwenanteil der Kosten) und für die "künstlerische Nutzung" ausgestattet werden. Wir möchten Instrumente anschaffen, die typiscehrweise in der brasilianischen Musik zum Einsatz kommen: agogô, cavaquinho, bongô, repiqueniques, ganzá, usw. Dazu sollen ein Xylofon, Tamborine, Triangel und Blockflöten das Sortiment vervollständigen. Auch die Kita-Kinder sollen/werden an der musikalischen Früherziehung teilhaben und entsprechend davon profitieren. 

Kosten € 15.000,00

Drucken E-Mail

Gemüsegarten

Gemüsegarten mit FavelaAls GIRASSOL noch ein Kinderheim war, kümmerte sich Dona Ingrid ehrenamtlich mit den größeren Kindern um den Gemüsegarten. Den Garten, die Beete gibt´s noch, aber es muss alles reaktiviert werden. Die GIRASSOL-Kids sind für die "Gemüsegarten-Aktivitäten" noch zu jung, aber ernten könnten sie! Was für ein befriedigendes Gefühl erlebt ein Kind, das sich ein Karotte oder ein Radieschen aus der Erde ziehen darf, um es sofort zu verspeisen . . . Auch würden die Erzeugnisse aus dem hauseigenen Anbau den Speisezettel der GIRASSOL-Küche wie ehedem bereichern.

Es sollen Angehörige unserer Kita-Kinder oder Auszubildenden animiert werden, sich dem Gemüsegarten zu widmen, mit der Inaussichtstellung, einen Teil der Ernte selber mit nach Hause nehmen zu können. Viele favela-Bewohner kennen sich mit Landwirtschaft aus und bedauern es, selber aus Platzmangel nichts anpflanzen zu können. Das Engagement der Angehörigen würde zusätzlich die Beziehungen zwischen GIRASSOL und Nachbarschaft stärken und festigen. In einem sehr weiten Sinne sprechen wir von "urban gardening"!

Es müssen Saatgut, Dünger, ein neuer Gartenschlauch und einige Werkzeuge/Geräte angeschafft werden.

Kosten € 450,-

 Neuer Gemüsegarten

Die ersten Schritte sind getan: das morsche Rankgerüst sowie die nicht mehr standsichere Begrenzungsmauer des Gemüsegartens wurden entfernt und die von tropisch-üppiger Vegetation zugewucherte Grundstücksrückseite wurde gründlich ausgelichtet.

Die Gemüsebeete sind gerichtet und sehen nun wieder ordentlich aus; sind frisch bepflanzt mit allerhand Setzlingen. Unsere Kita-Kinder gießen fleißig und warten ungeduldig darauf, die ersten Karotten zu ernten! Von den 'jabuticabas' (eine tropische, kirschgroße, sehr saftige Frucht) und  den Pfirsichen darf nach Herzenslust genascht werden - die sind jetzt reif; die Bäume stehen seit Jahrzehnten. Bananen werden laufend das ganze Jahr über zur Ergänzung der Mahlzeiten geerntet und in der GIRASSOL-Küche verarbeitet: zu Marmelade, zum Beispiel.

Dank vieler tatkräftiger Hände und der geschenkten Setzlinge nimmt der Gemüsegarten wieder Gestalt an!

 

Gemuesegarten, Pfirsiche und Jabuticabas

Drucken E-Mail

Fundraising-"feijoada" in GIRASSOL

Sr. Luis, Dona Marylene, Dona Veronika, Dona MarthaHemelie mit Dona IngridIm Verlauf von 25 Jahren, in denen es GIRASSOL nun schon gibt, sind Hunderte von Kindern, liebevoll betreut und versorgt, groß geworden. Zu vielen von ihnen ist der Kontakt auch als Erwachsene nicht abgerissen. In Abständen finden Ehemaligen-Treffen statt. Bei strahlendem Sonnenschein war's am 12. August wieder einmal so weit. "Unsere Kinder" von damals sind inzwischen oft selber Mütter. Sie kamen mit ihren eignen Zwergen nach GIRASSOL, auch um ihnen zu zeigen, wo sie selber mehr oder weniger lange Zeit ihrer Kindheit und Jugend verbracht haben. Für die "Ex-GIRASSOL-Kinder" fühlen sich diese Veranstaltungen wie ein Nachhausekommen an. Es bedeutet ein Wiedersehen mit den Menschen, die Familienersatz waren - sie werden zum Teil noch heute von den Ehemaligen so gesehen . . .  Anlass für diese Einladung an die Ehemaligen durch Angelika Pohlmann war ein Mittagessen, das ausgerichtet wurde, um Spenden zu erbitten.

Dona Arife, Dona Katrin und Dona JuliaAllen schmeckts! Auch Dona Ursula (erste von links)Die GIRASSOL-Küche hatte das brasilianische National-Gericht  -  feijoada  - zubereitet: wie lecker ! Darüber waren sich alle einig. Zahlreiche ehrenamtliche HelferInnen, langjährige SpenderInnen neben Bewohnern aus der Nachbarschaft hatten sich zum Schmausen und geselligen Beisammensein eingefunden. Der Erlös aus dem Verkauf der Essenskarten kam GIRASSOL zugute. Kinderlachen, Scherze, in Erinnerungen schwelgen: die gemeinsamen Stunden flogen nur so dahin . . . Und weil's so schön war, floss auch das eine oder andere Tränchen :-)!

Vor Ehemaligen-Treffen sammelt Angelika Pohlmann mit ihren ehrenamtlichen Helfern immer abgelegte Kinderkleidung, Spielzeug, Kindermöbel, Babyhygieneartikel, usw., um es den jungen, häufig alleinerziehenden Müttern und ihren Minis zu schenken.

 

Jaqueline und Dona LiseSr. Antonio (1. stehend v.l., blaues T-shirt), Fahrer und Hausmeister bei GIRASSOL sah sie alle aufwachsen. Dona Tania (3. v.l. stehend), und Angelika Pohlmann (hinten Mitte stehend) mit Dona Gudrun (stehend, dunkle Hose, 5. v.l.) ehrenamtliche Helferin seit Jahrzehnten - man könnte es auch ein 3-Generationen-Familienbild nennen!Viele von denen, die einst GIRASSOL-Schützlinge waren, stehen heutzutage als Erwachsene fest und unabhängig auf eigenen Füßen. Andere brauchen weiterhin Unterstützung . . . So leisten Angelika Pohlmann und ihre Mitstreiter vor Ort einen wertvollen Beitrag dazu, diesen jungen Familien-Müttern zu ermöglichen, ihre Kinder selber groß zu ziehen - keiner soll je wieder im Heim landen müssen! Wieder ist die treibende Erkenntnis zu helfen, das Wissen um den Wert von Erziehung und Bildung, die so früh wie mögliche den Kleinsten zuteil werden sollten.

Bevor es Abschiednehmen hieß und der Heimweg angetreten wurde, mussten natürlich noch Erinnerungsfotos gemacht werden!

feijoada_01
feijoada_03
feijoada_04
feijoada_06
feijoada_07
feijoada_08
feijoada_09
feijoada_10
feijoada_11
feijoada_12
feijoada_13
feijoada_14
feijoada_15
feijoada_16
feijoada_17
feijoada_18
01/16 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

Ein Ausflug nach Rá-Tim-Bum

Mit  dem Geld, das die Klasse 2a der Astrid-Lindgren-Schule in Hösbach auf Initiative ihrer Klassenlehrerin Frau Renate Kühnenberger für GIRASSOL gesammelt und gespendet hat, konnte in São Paulo den Kindern der Kita ein unvergessliches Erlebnis ermöglicht werden.

Es wurde ein Ausflug in das nachgebaute Phantasie-Schloss Rá-Tim-Bum organisiert. Dieses Schloss ist fester Bestandteil der gleichnamigen Kinderserie im brasilianischen Fernsehen und erfreut sich einer riesigen Beliebtheit. Unsere Zwerge genossen es sehr, die Figuren, Puppen, und Räumlichkeiten, die ihnen aus dem TV vollkommen vertraut sind, tatsächlich selber kennen zu lernen.

Es ist dem Mitgefühl und der Solidarität von Frau Kühnberger und ihren Schülern zu verdanken, dass den GIRASSOL-Kindern unvergessliche Stunden bei Rá-Tim-Bum geschenkt werden konnten!

Bilder aus dem Castelo Rá-Tim-Bum

Drucken E-Mail

Fotovoltaik - Einweihung!

Obwohl die Fotovoltaikanlage schon vor Wochen fertiggestellt worden war, mußten erst noch die zähen, bürokratischen Genehmigunggs-, Abnahme- und Zulassungsverfahren des Energieversorgers AES -Eletropaulo "bezwungen" und abgeschlossen werden, bevor in GIRASSOL Einweihung gefeiert werden konnte.

Am 23.Juni war es soweit! In Anwesenheit von Angelika Pohlmann, Thomas Polisaitis (Geschäftsführer SBA) Vertreter des SBA-Vorstandes, William Ávalos (technischer Leiter SBA), Mitarbeiter der Firma SOLSTAR, den Kindern, Jugendlichen und der Belegschaft von GIRASSOL, sowie zahlreich erschinenen Gästen wurde mit einem Festakt die neue Solarstromanlage eingeweiht und in Betrieb genommen. Es gab Reden, Darbietungen der Kleinen von GIRASSOL Kids und Beiträge der Jugendlichen von GIRASSOL Pro. SOLSTAR-Mitarbeiter erläuterten den Anwesenden, wie die Anlage funktioniert. In der GIRASSOL-Küche war ein kleines Snack-Buffet vorbereitet worden und zum krönenden Abschluss wurde symbolisch das Licht eingeschaltet.

Es können nun jährlich € 9.000,00 bis € 10.000,00 eingespart werden  -  Geld, das an anderer Stelle bei GIRASSOL sinnvolle Verwendung finden wird!

Einweihung_01
Einweihung_02
Einweihung_03
Einweihung_04
Einweihung_05
Einweihung_06
Einweihung_07
Einweihung_08
Einweihung_09
Einweihung_10
Einweihung_11
Einweihung_12
Einweihung_13
Einweihung_14
Einweihung_15
Einweihung_16
Einweihung_17
Einweihung_18
Einweihung_19
Einweihung_20
Einweihung_21
Einweihung_22
Einweihung_23
Einweihung_24
Einweihung_25
Einweihung_26
Einweihung_27
Einweihung_28
Einweihung_29
Einweihung_30
01/30 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

Festa Junina 2017

Schon immer war es GIRASSOL ein großes Anliegen, Brauchtum zu pflegen. Sowohl die Kinder als auch die Jugendlichen sollen einen Bezug entwickeln zu den Festlichkeiten, die in ihrem Kulturkreis  von Bedeutung sind. Die Johanni- bzw. Juni-Feste (Antonius, Johannes, Peter und Paul) sind fester Bestandteil des Kalendariums der Volksfeste. Seit Jahrhunderten werden diese lustigen Feiern in ganz Brasilien begangen. Unverzichtbar sind die dazugehörigen Kostüme und Spiele, neben der für diese Veranstaltungen unter freiem Himmel typischen Musik, zu der ums Lagerfeuer getanzt wird. Es gibt eine Reihe von Speisen und Getränken, die nur zu dieser Gelegenheit zubereitet und gereicht werden, die einen verlockenden und unverkennbaren Duft durch die Umgebung ziehen lassen  -  ein verlässlicher Hinweis darauf, dass eine "festa junina" in der Nachbarschaft gefeiert wird! 

Schließen Sie sich dem bunten Treiben unten bei den Bildern an!

Festa_Junina_2017_01
Festa_Junina_2017_02
Festa_Junina_2017_03
Festa_Junina_2017_04
Festa_Junina_2017_05
Festa_Junina_2017_06
1/6 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

Fotovoltaik - Ende der Bauarbeiten!

Das Gelände von GIRASSOL von oben.Der Aufbau der Fotovoltaikanlage ist abgeschlossen  -  alle Solarmodule sind verlegt! Die Anlage wurde so konzipiert, dass sie ohne großen Aufwand bei Bedarf zeitnah erweitert werden kann. Das Dronen-Foto stellte die Firma SOLSTAR freundlicherweise zur Verfügung. Es zeigt etwa ein Drittel des GIRASSOL-Geländes. Zum besseren Verständnis haben wir die einzelnen Gebäude benannt. Auf dem Sportplatzdach ist die Größe der Solarstromanlage gut zu erkennen.

 

 

 

 

Fotovoltaik fertig_032
Fotovoltaik fertig_040
Fotovoltaik fertig_043
Fotovoltaik fertig_045
Fotovoltaik fertig_050
Fotovoltaik fertig_054
Fotovoltaik fertig_056
Fotovoltaik fertig_067
1/8 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

Fotovoltaik - Unsere E-Schüler

Die Installation der Fotovoltaikanlage führte bei GIRASSOL Pro zu einer "wertvollen Nebenerscheinung".

In seiner Freizeit ist Sr. Ronaldo, der Ausbilder des Elektrotechnikerkurses, dabei, seine Masterarbeit über Solarstrom zu verfassen. Als er von dem Plan erfuhr, dass in GIRASSOL eine Fotovoltaikanlage aufgebaut werden soll, war er hellauf begeistert! Nicht nur wegen der Nachhaltigkeit dieser Art Strom zu gewinnen, sondern auch wegen der daraus resultierenden Möglichkeit, seinen Schülern, das Verfahren "in vivo" zu erklären! Voll Enthusiasmus begleitet er gemeinsam mit den Profis von Solstar (ausführende Firma) und seinen Auszubildenden jeden einzelnen Schritt des Aufbaus.

Durch diesen glücklichen Zufall, dass Solarstrom das Steckenpferd unseres Ausbilders ist und die Sonnenstromanlage bei uns eingerichtet wird, haben unsere Elektrokurs-Teilnehmer die einmalige Chance, hochmoderne Technik aus aller nächster Nähe im Detail kennen zu lernen.

Sr. Ronaldo ist mit Herzblut bei der Sache: er tüftelt daran, wie er den "Fotovoltaikstoff" in seinen Lehrplan einbauen kann. Unseren GIRASSOL-Elektrokurs-Absolventen wird dadurch Wissen vermittelt werden, dass Jugendliche in vergleichbaren Einrichtungen nicht erhalten. Ein Wettbewerbsvorteil für GIRASSOL-Abgänger!!

Wir sind stolz auf unsere engagierten Lehrer und bedanken uns für deren außergewöhnlichen Einsatz, um GIRASSOL voranzubringen. So funktioniert lebendige Pädagogik!

Schueler_01
Schueler_02
Schueler_03
1/3 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

Besuch der Einrichtung „SBA GIRASSOL Kids/Pro“

Mein Name ist Lea und ich kLea Wolf und Angelika Pohlmannenne die Einrichtung schon seit vielen Jahren, da mein Vater und dessen Schule Unterstützer dieser Einrichtung sind.

Am 19. April 2017 haben wir, die Freiwilligen von der Assoçiacão Comuntária Monte Azul, die Einrichtung SBA GIRASSOL besucht. Wir wollten diese private Initiative kennenlernen.
Es war ein schöner, sonniger Mittwochmorgen, als wir im GIRASSOL in Grajaú, in der Südzone von São Paulo, ankamen. Dort wurden wir herzlich in Empfang genommen. Die Direktorin führte uns mit der Gründerin Angelika Pohlmann über das Gelände und durch die Räume von GIRASSOL.
Sie zeigten uns alle Räume (Schlafsaal, Bibliothek, Spielzimmer, Kunstraum und die Klassenräume).

Sie haben einen schönFreiwillige von der Assoçiacão Comuntária Monte Azulen Garten neben dem Spielplatz für die Kinder mit Blick auf die comunidade (=favela) in der unmittelbaren Nachbarschaft der Einrichtung. 65 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren werden dort den ganzen Tag in einer Kindertagesstätte von Fachpersonal betreut.

Danach führte uns Frau Pohlmann zusammen mit der Direktorin durch das Ausbildungszentrum, das vom Senai unterstützt wird. Dort werden verschiedene Kurse angeboten: Informatik, Elektrotechnik, Schneidern, Friseur, ... Es war sehr interessant, auch mit den Schülern vor Ort zu sprechen. Ich selber habe mich mit einer Frau unterhalten, die gerade fleißig genäht hatte. Sie erzählte mir, dass sie schon etwas älter ist und eigentlich die Kurse für jüngere sind. Aber sie hatte bisher in ihrem Leben nicht die Chance, einen Beruf zu erlernen. Die Frau kümmerte sich bisher nur um ihre Kinder und ihren Mann, aber nun nutzt sie die Chance und möchte auch etwas lernen, um so Kleider für sich und ihre Familie zu nähen.
Angelika Pohlmann informierte uns auch über die Entstehungsgeschichte, die Entwicklung und die Veränderungen von GIRASSOL, die diese Initiative in den Jahren ihrer Entstehung durchlaufen hat.Es ist schön zu sehen, wie durch solche Einrichtungen jungen Menschen Möglichkeiten für Ihre Zukunft geboten werden, und dass ohne Spenden so etwas nicht ermöglich ist. Das Projekt finanziert sich ausschließlich durch Spenden, die größtenteils aus Deutschland und von deutschen Firmen kommen, die in Brasilien tätig sind. Wir bedanken uns für diesen netten Besuch bei SBA GIRASSOL.

Autorin: Lea Wolf

Drucken E-Mail

Fotovoltaik - Wir kommen voran!

Die Arbeiten für den Bau der Solarzellenanlage in Grajaú liegen 100%ig im vereinbarten Zeitplan! Voraus gegangen war die Planungsphase. Für alle bei GIRASSOL gab es viel zugucken, als der große Truck kam und die vielen Kisten und Paletten abgeladen wurden mit den einzelnen Teilen, die zu unserer Fotovoltaikanlage zusammen gebaut werden sollen. Nun konnte mit den Installationsarbeiten auf dem großen Dach, welches den Sportplatz überdeckt, begonnen werden. Auch die Systemsteuerungskästen sind schon beinahe komplett montiert. Alle, die bei GIRASSOL täglich ein und aus gehen, verfolgen mit großem Interesse das “Wachsen“ der Anlage.

Wir kommen_007
Wir kommen_009
Wir kommen_010
Wir kommen_012
Wir kommen_016
Wir kommen_022
1/6 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

Unterschrift für die Fotovoltaikanlage

São Paulo, 04. April 2017, 18:45 Uhr Ortszeit: Der Vertrag mit SOLSTAR für die Fotovoltaikanlage wird unterschrieben! Von links nach rechts: Thomas Polisaitis (Geschäftsführer SBA), Andreas Krebs (Förderverein Girassol e.V.), Weber Porto Ferreira (Vorstandsvorsitzender SBA)
Unterschrift von Andreas Krebs, Thomas Polisaitis und Porto Ferreira

Drucken E-Mail

Es ist geschafft!!!...... Die Fotovoltaikanlage!

Die Finanzierung der Fotovoltaikanlage für GIRASSOL ist gelungen! Wir sind überwältigt und begeistert von der Spendenbereitschaft so vieler unserer Unterstützer und Förderer.
Dank Ihrer Spenden kann jetzt das Geld von BILD hilft e.V.'Ein Herz für Kinder' abgerufen werden! Somit konnte die finale Planung abgeschlossen und die Ausführung beauftragt werden!
Wir halten Sie natürlich über die nächsten Schritte kontinuierlich auf dem Laufenden!
Nochmals einen ganz großen Dank an Sie alle!
Im Namen des ganzen Vorstandes grüßt Sie,
Ihr Andreas KrebsPlanungsgespraech mit Angelika Pohlmann, Thomas Polisaitis, William Ávalos, Cleibe Pereira Viana de Assis und Friederike Budweg-KrebsPlanungsgespräch im Büro von GIRASSOL, von links nach rechts: Die Gründerin von GIRASSOL, Angelika Pohlmann, der Geschäftsführer der SBA (unser brasilianischer Trägerverein) Thomas Polisaitis, der technische Leiter der SBA William Ávalos, die Leiterin von GIRASSOL Kids & Pro, Dona Cleibe, Friederike Budweg-Krebs (Förderverein Girassol e.V.)

 

Drucken E-Mail

Besuchsbericht von Thomas und Valentina

 Bei meinem letzten Besuch, Ende 2016, in meiner früheren Heimat São Paulo hatte ich die Gelegenheit, mit Angelika Pohlmann der Institution SBA GIRASSOL 'mal wieder einen Besuch abzustatten. Seit dem letzten Besuch vor einigen Jahren hat sich dort viel verändert. Zum ersten Mal konnte ich mir ein Bild des neuen Berufsausbildungszentrums machen. Dieses wurde meiner Freundin und mir von sehr engagierten Lehrern und Angestellten, aber auch den Schülern selbst vorgestellt. Die Kurse des Zentrums reichen von Computer-Technik über Schneiderei bis hin zu Betriebswirtschaftslehre. Bei letzterem wurde uns zum Beispiel gezeigt, wie anschaulich die Schüler lernen, wie eine Geschäftsidee bis hin zur Vermarktung gebracht wird. Das fertige Produkt haben wir uns im Anschluss der Besichtigung schmecken lassen.

Beeindruckt hat uns, wie selbstbewusst die Schüler uns ihre Kurse vorgestellt haben. Beeindruckend deshalb, weil es sich gerade um Kinder aus armen Verhältnissen mit schwacher schulischer Bildung handelt. Und wenn diese Jugendlichen eine Ausbildung zu Ende bringen und ihr erlerntes Wissen im Beruf einbringen können, werden sie ihren geraden Weg zielstrebig und selbstbewusst verfolgen. Auch ist uns aufgefallen, mit wie viel Liebe zum Detail das Ausbildungszentrum geführt wird. Dies trifft natürlich auch auf die Kindertagesstätte zu. Der Besuch der kleinen Kinder ist immer ein Höhepunkt bei einem Besuch im GIRASSOL. Es ist immer bewegend zu sehen, wie wohl sich die Kinder aus sehr einfachen Verhältnissen in der Obhut der Angestellten von SBA GIRASSOL Kids fühlen und wie glücklich sie dadurch sind. Wir hoffen, dass GIRASSOL noch viele Jahre dazu beitragen wird, solchen Menschen die Chance auf ein besseres Leben zu ermöglichen. Aus diesem Grunde werden meine Freundin und ich gerne GIRASSOL weiter finanziell unterstützen.

von Thomas Acker

Drucken E-Mail

Fotovoltaik - Die Idee

GIRASSOL ist seit der Gründung zu einer großen Einrichtung geworden. Im täglichen Betrieb stieg folglich auch der Stromverbrauch stetig an und schlug mittlerweile mit knapp € 10.000,00 im Jahr zu Buche. Wiederholt wurde in São Paulo mit der Idee gespielt, eine Fotovoltaikanlage anzuschaffen, die hilft, die Ausgaben für Energie zu senken. Umgesetzt wurde der Plan nie; er scheiterte immer wieder an den hohen Installationskosten: € 50.000,00.

Brasilien befindet sich seit Jahren in der Krise, wirtschaftlich wie politisch. Die Preise steigen generell wegen der zunehmenden Inflation; die Strompreise erhöhte die Regierung per Erlass zusätzlich um 30%.

Mehr denn je erschien es nun außerordentlich sinnvoll, eine Solarzellenanlage auf einem der großflächigen Dächer von GIRASSOL montieren zu lassen.

Drucken E-Mail

Abschlussfeier im GIRASSOL Pro

Bericht von der Abschlussfeier im Berufsbildungszentrum GIRASSOL Pro, Juni 2016

Der 25. Juni 2016 war ein kalter, etwas nebliger Wintermorgen in São Paulo, der Tag der Abschlussfeier im GIRASSOL Pro (Berufsbildungszentrum = BBZ in Grajaú) für das erste Halbjahr 2016.

Mitglieder des SchönheitskursesSchon am Vortag liefen die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten auf Hochtouren: im (Ausbildungs-) Friseur-Salon brachten die Jugendlichen untereinander ihr Äußeres in Topform. Der überdachte Sportplatz wurde zur Aula umfunktioniert (Stuhlreihen aufstellen, Podium aufbauen, Deko anbringen, Sound-checks, usw.) und einige Grüppchen probten ihre Auftritte für den kommenden wichtigen Tag. In der Küche wurden Berge von Sandwiches und Kuchen zubereitet, in der Näherei das zur Ausstellung drapiert, was die Schüler in der Ausbildung gefertigt hatten. Es herrschte Aufbruchstimmung pur auf dem ganzen Gelände!
2 Mädchen von GIRASSOL Pro bei einer ProbeUm 9.00 Uhr am Samstag (25.06.) war es dann soweit! Eine große Anzahl Zuschauer (Angehörige der Auszubildenden, GIRASSOL-Unterstützer und -Spender, Leute aus der Nachbarschaft) hatte die Stuhlreihen bevölkert, die Beisitzer auf dem Podium Platz genommen; da führten die Lehrer ihre jeweilige Gruppe Auszubildender herein - etwa 160 sehr aufgeregte, sehr stolze Absolventen, alle herausgeputzt für den bedeutenden Anlass. Nach dem Abspielen und Singen der brasilianischen Nationalhymne wurden diverse Reden gehalten, im Wechsel mit verschiedenen Einlagen: ein ehemaliger Schüler spielte eine wunderschöne Melodie auf der Flöte (Blockflötenspielen hatte er vor Jahren im GIRASSOL gelernt!); einige 'Näherinnen' veranstalteten eine kleine Modenschau mit Selbstproduziertem; ein Trio aus dem 'Beauty-Kurs' begleitete vier Gesangsnummern instrumental - gesungen dazu hat die Tochter der Ausbilderin, den Schülern ihrer Mutter zum Geschenk.
Der Höhepunkt der Veranstaltung war natürlich die Übergabe der Abschlusszertifikate, jedem einzelnen Abgänger persönlich. Verstohlen wischten sich Mütter und Omas im Publikum gerührt die Augen, manch einem Absolventen rannen die Tränen über die Wangen. Und mittlerweile strahlte auch die Sonne warm vom wolkenlosen blauen Himmel!
Blockflötenspieler vor PublikumFür jeden Ausbildungszweig hielt jeweils ein Schüler-Vertreter eine kurze Ansprache. Alle fanden Worte des tiefen Dankes an ihre Lehrer und an jene, die durch ihre Spenden GIRASSOL möglich machen. Viele der BBZ'ler betonten, erstmals in ihrem Leben mit Respekt behandelt worden zu sein, für voll genommen worden zu sein, erfahren zu haben, wie Abläufe im täglichen Miteinander auch ohne Gewalt regelbar sind. Alle unterstrichen, dass die Zeit, die sie im GIRASSOL verbracht hatten, ihnen viel mehr als nur berufliches Fachwissen vermittelt hatte, dass sie Grundlegendes und ihre Zukunft Prägendes erfahren und gelernt haben.
Mädchen im roten Kleid mit BlockflöteUns, die wir einer Abschlussfeier im GIRASSOL Pro zum ersten Mal beiwohnen konnten, ist das Herz aufgegangen! Wir haben persönlich erleben können, was durch die vielen zusammengetragenen Spenden und unsere Arbeit bewirkt werden kann. Mitten in Grajaú, einer 'Arme-Leute-Gegend', in der brutale Kriminalität und Gewalt, Perspektivlosigkeit und hohe Arbeitslosigkeit herrschen, geben wir Menschen eine Zukunft, die etwas mehr Ähnlichkeit mit der Zivilisiertheit der Gesellschaft zu tun hat, wie sie für uns normal ist! Auch wenn unsere Absolventen nur erste beschränkte Berufsgrundlagen erwerben, so eröffnen sich ihnen dennoch Wege, die aus der sozialen Verwahrlosung und aussichtslosen Zukunft herausführen.
Die Erlebnisse am Vormittag des 25. Juni 2016 bescherten uns eine immense Motivation, unseren Einsatz für das Sozialprojekt SBA GIRASSOL so engagiert wie möglich fortzusetzen!
Langenfeld, 03. Juli 2016
Andreas Krebs und Friederike Budweg-Krebs

Die Modenschau

Der Blockflötenspieler

Das Girassol Lied, als Musiker die 'Beauty-Combo'!

Drucken E-Mail

Neue Kurse im GIRASSOL Pro

Aktueller Bericht über GIRASSOL Pro von Thomas Polisaitis, Geschäftsführer unseres Partners SBA in São Paulo.

Zwei Kursteilnehmer frisieren eine andere TeilnehmerinIm Ausbildungszentrum werden heute 338 Jugendliche zwischen 16-24 Jahren unterrichtet. Unterteilt in folgende Berufszweige: Verwaltungsassistent, Mode, Zuschneiden und Nähen, Elektrik, Informatik, Schönheitspflege, Friseur. Zweimal in der Woche gibt es für Erwachsene über 24 Jahre eine Möglichkeit, im Bereich Mode und Schönheitspflege berufliche Kenntnisse zu erwerben.

Der Unterricht begann im Februar mit einer Integrationswoche. An diesen Tagen wurden die Geschichte der Organisation SBA GIRASSOL vorgestellt, Gruppenspiele veranstaltet, Gemeinschaft gefördert und das Allgemeinwissen geprüft. Soziales Verhalten, Ethik, Auftreten, Selbsterkenntnis und -beurteilung, Zielsetzung standen bei den Auszubildenden ferner auf dem Tagesprogramm. In den folgenden Monaten kommt der ausgearbeitete Ausbildungsplan des jeweiligen berufsbildenden Kursus zur Anwendung.

 

Die Teilnehmer beim SportMehrere Teilnehmer im Gespräch

Drucken E-Mail

Neue Leitung im GIRASSOL

Cleibe Pereira Viana de AssisMit einem Führungswechsel der pädagogischen Leitung für SBA GIRASSOL Kids/Pro sowie zwei neuen Gruppen-Helferinnen, welche sich in der pädagogischen Ausbildung befinden, begann das Jahr 2016.
Frau Cleibe Pereira Viana de Assis (kurz: Dona Cleibe) arbeitet sich in ihre Führungsposition ein, wird von allen Mitarbeiten respektiert und offen unterstützt.
von Thomas Polisaitis, Geschäftsführer SBA

Drucken E-Mail

Nach zwei Jahren zum dritten Mal in São Paulo ...

Besuch von Mitgliedern des Fördervereins Girassol e.V. am 29. Februar 2016 

Wir waren neugierig, das neue Projekt, die Kindertagesstätte *SBA GIRASSOL Kids* kennen zu lernen. Wie vor zwei Jahren, ging es durch die chaotische Strassenlandschaft mit vielen Autos und Motorrädern São Paulos, gut gelenkt und gefahren von unserer Gastgeberin Angelika Pohlmann, die diese Strecke aus dem Effeff kennt.Gerade ausgeschlafen nach der Mittagsruhe kamen viele wache und lustige Meninas+Meninos (Mädchen + Jungen) auf uns zu. Wenn man diese strahlenden Augen in den kleinen Gesichtern sieht, wird jedes Herz schwach. Wirklich jedes! Wir wurden sehr herzlich empfangen und hatten das Glück, den Geburtstag von *dois menininhos*/ 2 kleinen Jungen, mitzuerleben. Alle sangen gemeinsam ein Geburtstagslied. Wir haben versucht, so gut wie möglich mit einzustimmen. (vergebens!) Es war gut laut, aber schön! Die extra gebackene Kinder-Torte war bunt und sehr lecker. Wir bekamen auch ein Stück!

Wir haben die neuen und wunderschön umgebauten Aussenanlagen und Gruppenräume besichtigt. Alles ist kindgerecht gestaltet und auf dem neuesten Stand. Neue getrennte Sanitäranlagen, alles sehr sauber und hygenisch. Sonnige Farben kleiden alle Wände, die mit netten Bildern gestaltet wurden. Die Böden sind ausgelegt mit einer Art von Gummielementen, je nach Bereich in den verschiedensten Farben, so dass sich keiner der Kleinen verletzen kann, wenn einer 'mal zu Fall kommen sollte. Einfach toll und sicher angelegt!
Natürlich haben wir auch das Ausbildungszentrum *SBA GIRASSOL Pro* besucht. Viele fleissige Jugendliche waren sehr beschäftigt mit verschiedensten Tätigkeiten. Elektroleitungen wurden von den Schülern des Elektrikerkurses im Gebäude verlegt, sehr ordentlich und fachmännisch! Auffallend für uns waren die Friseurlehrlinge, eine gute Atmosphäre. Eine lustige Truppe sehr motiviert, wir konnten mit einigen *sprechen*, unser Portugiesisch ist absolut „nada“/nichts!! Also wurde mit Händen und Füssen geredet. Dann konnte ich zu meiner Freude im Schneiderkurs einige selbstgestaltete und genähte Taschen kaufen.
Unser Resümé der ganzen Besichtigung: es lohnt sich,, für so viele eifrige und glückliche kleine wie grosse Menschen hier weiter am Ball zu bleiben. Danke, dass wir als Mitglied des Fördervereins dabei sein können. Der ganzen Institution mit allen Schülern, Kindern, Lehrern und der gesamten Belegschaft wünschen wir weiter Glück und Erfolg.

Werner und Greta Poradny

2016-02-29-Poradny-01
2016-02-29-Poradny-02
2016-02-29-Poradny-03
2016-02-29-Poradny-04
2016-02-29-Poradny-05
2016-02-29-Poradny-06
1/6 
start stop bwd fwd



Drucken E-Mail

2. Gruppe im GIRASSOL Kids läuft gut

Erzieherin mit Kindern von GIRASSOL KidsKinder von GIRASSOL Kids beim MalenIn der SBA-GIRASSOL-Kindertagesstätte sind seit Mitte Januar 40 Kinder angemeldet, aufgeteilt in zwei Gruppen zu je 20 Kindern. In der Kindergruppe A werden die 4–5-Jährigen, welche seit Juli 2015 bei uns sind und in der Gruppe B die 3-jährigen Neuankömmlinge altersgerecht, geschult und betreut.Die Kleinen der Gruppe B werden langsam mit Zuneigung, Liebe und Geduld an ihren neuen Tagesablauf herangeführt. Vorhandene Unsicherheiten und Ängste wurden und werden noch z.Zt. vorsichtig abgebaut, bis die Kinder ihren Betreuerinnen Vertrauen schenken, sich in ihrem Umfeld wohlfühlen und zurechtfinden, so dass sie sich von ihren Müttern oder Bezugspersonen tagsüber lösen. Das gemeinschaftliche Zusammenleben, Teilen, Warten, Rücksichtnehmen ist ein neuer wichtiger Entwicklungsabschnitt dieser Kinder. Inzwischen wurde mit beiden Gruppen das pädagogische Programm, jeweils abgestimmt auf die Altersgruppe begonnen: erzählen und erklären der klassischen Märchen wie z.B. Rotkäppchen und der böse Wolf, Sterntaler usw. verbunden mit Rollenspiel, Mal- und Bastelunterricht, Musik, Sprach- und Geschicklichkeitsförderung, Zahlen, Farben und Formen sowie einfache Naturkunde. 

Die Kinder von GIRASSOL Kids im GemüsegartenDie Kinder von GIRASSOL Kids halten MittagsschläfchenAlle Kinder erhalten täglich eine ausgewogene Mittagsmahlzeit mit Fleisch oder Fisch, Gemüse, Salat und Obst und zwei weitere kleine Zwischenmahlzeiten. Ein Mittagsschlaf mit beruhigender Einschlafmusik ist bereits zum Ritual geworden.
Je nach Wetter werden der große Spielplatz und der Garten genutzt, so dass die Kinder laufen, hüpfen, springen und sich so richtig austoben können. Im Spielhaus sind die Kinder besonders gern.
Der erste Elternsprechtag hat stattgefunden, an dem allgemeine, offene Fragen beantwortet und einige Informationen mitgeteilt wurden, u.a. Pünktlichkeit, Entschuldigung bei Fehlen oder Krankheit, Hygiene.

Aktueller Bericht über GIRASSOL Kids von Thomas Polisaitis, Geschäftsführer unseres Partners SBA in São Paulo.

Drucken E-Mail

Karneval im GIRASSOL Kids

Wir reden nicht vom Karneval in Rio :-))  Für uns ist der Karneval im GIRASSOL das allergrößte!

Die "alte" und die "neue" Gruppe feiern ihren Karneval im GIRASSOL Kids und haben ihren Spaß dabei. Die tollen Kostüme sind ihren Idolen nachempfunden und mit viel Liebe genäht worden - vielleicht vom Schneidereikurs der Jugendlichen im GIRASSOL Pro?

2016-Karneval01
2016-Karneval02
2016-Karneval03
2016-Karneval04
2016-Karneval05
1/5 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

Zweite Gruppe eröffnet

Die 2. Gruppe im GIRASSOL Kids ist seit Ende Januar am Start.

Nun haben wir 40 Kinder in der regelmäßigen Tagesbetreuung.

Kurz bevor das neue Schuljahr begann, kamen die 20 Kinder der 2. Gruppe in ihre neuen Gruppenräume. Renoviert worden war alles schon Mitte letzten Jahres. Wir hatten gemeinsam mit der SBA allerdings beschlossen, immer nur eine Altersgruppe nach der anderen aufzunehmen, damit die Einrichtung von 3 - 6 Jahren langsam "organisch" wächst. Platz ist noch da für weitere 2 Gruppen. Dazu brauchen wir aber erheblich mehr Spendengelder. Also helft alle tatkräftig mit, damit wir auch die anderen Gruppen belegen können!!!

2016 01 27 Gruppe01 kl2016 01 27 Gruppe02 kl

 

Drucken E-Mail

Neue Kindertagesstätte eingeweiht

Mit großer Freude möchten wir von der Eröffnung unserer neuen Kindertagesstätte mit den ersten 20 Kindern, im Stadtteil Grajaú in São Paulo, berichten. Der Umbau ist nun abgeschlossen. Das Team vor Ort hat aus der Vielzahl der Bewerbungen, die Dreijährigen der bedürftigsten Familien zur Aufnahme in die Kindertagesstätte ausgewählt. Jede Familie wurde zuhause von unserer Sozialarbeiterin besucht. Am 1. Juli startete die erste Gruppe! Am 27. Juni wurde in einer Eröffnungsfeier die neue Kindertagesstätte eingeweiht. Der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Friedrich Däuble, ließ es sich nicht nehmen, dem Festakt beizuwohnen und die Vorbildlichkeit dieses deutsch-brasilianischen Projektes zu unterstreichen. Angelika Pohlmann, die Gründerin des Projektes GIRASSOL hat in ihrer Ansprache die lange Wegstrecke und das stetige Wachsen des Projektes beschrieben. Der Förderverein war in Brasilien durch Friederike Budweg-Krebs und Andreas Krebs vertreten.


Unser besonderer Dank für die erfolgreiche Projektphase gilt den Protagonisten unseres lokalen Trägervereins, der SBA (Sociedade Beneficiente Alemã = Deutscher Hilfsverein) mit seinem Präsidenten Weber Ferreira Porto, Geschäftsführer Thomas Polisaitis, Vorstandsmitgliedern Julio Kampff, Michael Höllermann und den vielen Helfern, Spendern und Volontären.                                                       

Die Bilder geben einen Eindruck von der Einweihung und dem erstem Tag der Kleinen in der Kindertagesstätte. 

Auch das Berufsbildungszentrum war in die Aktivitäten rund um die Kindertagesstätte eingebunden. Die Absolventen des Elektrikerkurses konnten direkt, unter Leitung Ihres Berufsschullehrers, an den Elekto-Installationen im Eingangsbereich mitwirken.

Das Berufsbildungszentrum ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Gesamtprojektes. Ca. 600 Jugendliche absolvieren jedes Jahr anerkannte Ausbildungen, die ihnen einen qualifizierten Start in das Berufsleben ermöglichen.

Ihre großartige Unterstützung und Spenden haben es möglich gemacht, dass wir bis zum heutigen Meilenstein kommen konnten. Es ist unser Bestreben, in 2016 und den folgenden Jahren, die zweite und weitere Gruppen in der Kita einrichten zu können. Es sind räumliche Kapazitäten vorhanden, um in der endgültigen Ausbaustufe bis zu 100 Kinder aufnehmen zu können. Wir möchten schon heute für Ihre Unterstützung und Spenden werben, um dieses ambitionierte Ziel in naher Zukunft umsetzen zu können.

_D7E0002_000
_D7E0005_001
_D7E0006_002
_D7E0018_003
_D7E0032_004
_D7E0094_005
_D7E0104_006
_D7E9811_007
_D7E9865_008
_D7E9900_009
_D7E9922_010
_D7E9977_011
01/12 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

Der Umbau geht weiter

Der Umbau geht weiter . . . Böden werden erneuert, im bisherigen Wohnhaus für das mittlere Alter entstehen die ersten Gruppenräume mit einer großen Terrassentür. Hell sollen die Räume werden.

Gira002Gira003Gira006

Gira004Gira005Gira007

Drucken E-Mail

Der Umbau hat begonnen

Ein Haus im tropischen UmfeldMit dem Ende der Sommerferien in Brasilien begannen die Umbauarbeiten für die neue Kindertagesstätte im GIRASSOL.Trotz der starken Regenfälle in dieser Jahreszeit und der großen Hitze gehen die Arbeiten planmäßig voran. Neben dem Umbau zur Kindertagesstätte werden alle Elektro- und Sanitärinstallationen erneuert. Diese Baumaßnahmen haben sich angeboten, um die Kindertagesstätte grundsaniert eröffnen zu können.

Im feucht-heißen Klima von São Paulo leiden die Gebäude unter der Witterung stärker als bei uns in Deutschland. Die Installationsmaßnahmen entsprechen den aktuellen Klimaschutzvorgaben und sind damit ein Beitrag zur nachhaltigen Konzeption von GIRASSOL.
Wir hoffen, dass die Bauarbeiten weiterhin im Zeitplan bleiben und die Kindertagesstätte bald eröffnet werden kann.edenfalls schon sehr hoch und alle freuen sich auf die neue Einrichtung.

Umbau02

Umbau03     Umbau04

Drucken E-Mail

350 Auszubildende in den Berufsbildungskursen und Abschied von Roswitha Schirmer

GIRASSOL hat Abschied von Roswitha Schirmer genommen

Am 2. Februar haben die neuen Kurse im Ausbildungszentrum begonnen. Diese starten traditionell mit einer Gemeinschaftsveranstaltung. In diesem Rahmen wurde unserer Voluntärin Roswitha Schirmer gedacht. Für viele der Lehrkräfte und der Auszubildenden war sie eine wichtige Person im Leben von GIRASSOL. Es gab Raum für ein stilles Gedenken, in dem jede(r) in seiner/ihrer Religion beten konnte. Neben der fachlichen Ausbildung ist es GIRASSOL ein Anliegen, die jungen Menschen bei ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen. In einer Gruppenarbeit haben alle Teilnehmenden (Lehrkräfte, Auszubildende, Trägervertreter); ihre Werte und Einstellungen auf vorbereitete Herzen geschrieben und an einer Wand veröffentlicht. Diese "Herzensangelegenheiten" -; Respekt, Anerkennung, Mut zu Neuem, Liebe und Nächstenliebe, Hoffnung . . . -  sollen Grundlage für das Zusammenleben während der Ausbildung sein. Weitere Teambuilding-Maßnahmen und sportliche Aktivitäten rundeten die Einführungsveranstaltung ab.

350 Auszubildende beginnen Berufbildungskurs

 

Begonnen haben 350 Auszubildende in den Kursen:

  • Verwaltungsassistenz
  • Mode (Zuschneiden, Nähen und Handarbeiten
  • Elektrik
  • Friseuhandwerk mit Mani- und Pediküre und Kosmetik
  • Informatik
  • Bürogehilfe /-in in Zusammenarbeit mit der SENAC
  • Krankenschwesternhelfer /-in in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krankenhaus Oswaldo Cruz und SENAC


Am 23. Februar begann ein Berufsvorbereitungskurs mit dem Thema "Wie finde ich den Einstieg in ein erfolgreiches Berufsleben."

01CP_2015
02CP_2015
03CP_2015
05CP_2015
06CP_2015
08CP_2015
12CP_2015
13CP_2015
14CP_2015
15CP_2015
17CP_2015
18CP_2015
01/12 
start stop bwd fwd



Der deutsche Förderverein wünscht allen jungen Menschen im Ausbildungszentrum eine erfolgreiche Zeit in GIRASSOL.

Drucken E-Mail

Tag der Deutschen Einheit im "Club Transatlântico"

- eine Teilnehmerin aus dem Ausbildungszentrum GIRASSOL berichtet ...

Wir waren total begeistert, dass wir das Ausbildungszentrum GIRASSOL an diesem Fest vertreten durften. Wir waren nervös, die Hände schwitzten; noch nie hatten wir so viele elegante und stilvolle Menschen gesehen. Wir waren beeindruckt von den Räumlichkeiten, von der Schönheit der anwesenden Menschen. Anfangs waren wir sehr schüchtern; aber wir waren jeweils zu zweit und so konnte einer den andern unterstützen und ermutigen; wir wussten sehr wohl, wie wichtig unsere Aufgabe war und wir fühlten uns dafür verantwortlich.

deutsche Einheit01deutsche Einheit02deutsche Einheit03

Wir waren sehr überrascht von der Höflichkeit der Personen und über das große Interesse, das sie zeigten, über unser GIRASSOL zu hören. Viele hatten kein Geld in der Tasche und wollten mit Bankkarte bezahlen, was aber leider nicht möglich war.

Vanessa schrieb: "Ich beschloss, meine Schüchternheit zu bekämpfen und schließlich war ich in der Lage, mich mit den Gästen zu unterhalten. Ich war glücklich, dass ich zusammen mit Dona Angelika auf die Bühne treten durfte, um die Gewinner der Verlosung bekanntzugeben. Dann habe ich allen für diesen unvergesslichen Abend gedankt. An meinem Geburtstag hätte ich kein größeres Geschenk haben können als das Ausbildungszentrum GIRASSOL zu unterstützen. Es war ein unvergessliches Geschenk für mich."
Vitória Alves de Oliveira berichtet auch von ihrer Erfahrung mit einer sehr netten Dame, die kein Portugiesisch sprach. Sie erzählte, dass sie vor Angst total blass war. Und dann kam die Aufmunterung von Dona Candida(*) mit einem Satz: "Du hast nun die Gelegenheit, Englisch zu sprechen! Nutze es!" Und so hat sie es gemacht. Und war sehr glücklich; denn die nette Dame hat sie sehr gelobt und gesagt, dass sie sehr gut spricht und dass sie alles verstanden hat.
Edeutsche Einheit04s war deutsche Einheit06ein einzigartigesdeutsche Einheit05 Erlebnis! Wir alle haben uns sehr geehrt gefühlt.
Die Veranstaltung war sehr wichtig, speziell und außergewöhnlich. Wir sind persönlich und beruflich gewachsen und wir haben gelernt, uns mit Menschen zu unterhalten, die nicht zu unserem täglichen Umgang gehören. Alle waren höflich, freundlich, großzügig und haben sich unseres Anliegen angenommen.
Wir danken Dona Angelika, dem Club Transatlântico und dem Deutschen Generalkonsulat für diese einzigartige Gelegenheit die wir bekommen haben und dafür, dass sie unser Projekt mit dieser Verlosung unterstützt haben.

Ihnen allen unser aufrichtiges MUITO OBRIGADO !!!

* Dona Candida ist die Leiterin des Ausbildungszentrums

Drucken E-Mail

Neue Computer im GIRASSOL

Herr Generalkonsul Friedrich Däuble besuchte am 24.9.2013 Lar Social GIRASSOL und übergab 24 neue Computer, gestiftet vom Deutschen Generalkonsulat in São Paulo. Mit diesen modernen Computern konnten wir unseren Informatik-Lehrraum aktualisieren und so den Jugendlichen eine Erweiterung der Ausbildungsmöglichkeiten geben, wie es auch vom heutigen Arbeitsmarkt verlangt wird.

Computer01Computer02Computer03

Computer04Computer05Computer06

Es ist eine weitere Errungenschaft für Wachstum und Verbesserung unserer Studiengänge im Ausbildungszentrum GIRASSOL. Unser Ziel ist es, durch eine gute Ausbildung den Jugendlichen eine erfolgreiche und zufriedene Zukunft zu ermöglichen.

Drucken E-Mail

Ausbildungszentrum und Baum der Träume

Baum der TräumeBaum der Träume

In unseren Berufsausbildungskursen im Ausbildungszentrum "GIRASSOL"  ist ein Weg, ein Ziel vorgegeben: eine Reise, die in 5 Monaten intensiver Interaktion zwischen den Teilnehmern zurückgelegt werden muss.

Diese Reise orientiert sich an einer vorgezeichneten Route, die in ihrem Verlauf verschiedene zentrale Meilensteine aufzeigt, Meilensteine, die wiederum erlebt, erarbeitet, überdacht und erschaffen werden müssen. Diese Meilensteine werden ganz besonders betrachtet unter dem Aspekt der grundsätzlichen Wertschätzung des Lebens, das heißt, der Erkennung und Erweiterung der Verpflichtungen sich selbst gegenüber und gegenüber seinen Mitmenschen; ebenso ist die Suche und Realisierung von persönlichen und kollektiven Projekten ein wichtiger Bestandteil dieser Route, damit Schwierigkeiten, Enttäuschungen und Traurigkeit zu Herausforderungen werden, um Lösungen zu finden, sowohl im persönlichen Bereich als auch in seinem Umfeld.
Gerade für diese Jugendlichen, die in ihrer Mehrheit im täglichen Leben unzählige Schwierigkeiten und Hindernisse aufgrund geringer finanzieller Mittel zu bewältigen haben und selten Zugang zu qualifizierten beruflichen Chancen finden, ist im Laufe des Kurses auch das "Projekt Leben" eingeschlossen. "Projekt Leben" ist die universelle menschliche Fähigkeit, sich den Widrigkeiten des Lebens zu stellen, mit ihnen zu wachsen, sie zu überwinden und diese für die persönliche und berufliche Entwicklung zu nutzen.
Also war unser Ausgangspunkt, sich auf das freundliche Wesen, die rationale Denkweise, die körperliche und transzendente Beschaffenheit des Jugendlichen zu konzentrieren, diese Qualitäten auf seine wichtigsten Ziele oder Wünsche zu beziehen und damit zusammenhängend die Etappen oder notwendigen Stufen festzulegen, die für die Realisierung der Pläne notwendig sind.

Bilder vom Ausbildungszentrum mit Auszubildenden

Der "Baum der Träume" ist eine dieser Aktivitäten, wo die Möglichkeiten, "Träume" zu erfüllen, durch Filme, Interviews und Dokumentationen dargelegt werden. Die Jugendlichen erzählen von ihren Träumen und im Laufe der Gespräche wird ermittelt, was zu tun ist, um diese Träume zu erfüllen. Jeder wird gebeten, drei Blätter an den Baum zu hängen mit seinen kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Träumen. Der "Baum der Träume" setzt sich nun mit der Vielzahl dieser Blätter zusammen. Während des Kurses wird über diese Träume diskutiert, denn über das "Träumen" hinaus ist es wichtig zu wissen, "was muß ich tun, um den Traum zu realisieren".

Drucken E-Mail

Peter Thomaschewski: Mein Besuch im Lar GIRASSOL im April 2013

Seit meinem letzten Besuch im Oktober 2012 sind ein paar Monate vergangen und ich hielt am 10. April 2013 einen Vortrag vor dem Altenclub in Liederbach.
Die Seniorinnen hatten für den Weihnachtsbasar in der katholischen Gemeinde St. Marien Gestecke, Kränze und kleine Geschenke gebastelt und an die Besucher verkauft.

Kinder und Erzieherin im Lar GIRASSOLEs kamen mehrere Hundert Euro zusammen, die für GIRASSOL gespendet wurden. Mein Vortrag wurde von der sehr realistisch gefilmten DVD über GIRASSOL von Herrn Krambrock unterstützt.

Entsprechend war die Betroffenheit über die Umstände in der brasilianischen favela in Grajaú, direkt neben dem Lar GIRASSOL.
In der darauffolgenden Woche besuchte ich wieder São Paulo. Mit dem brasilianischen Stadtplan auf meinem Navigationssystem verfuhr ich mich nur einmal auf meinem Weg durch die Stadt.

Das Hallo beim Empfang war riesig – wie immer.
Es ist eine andere Welt: Vor den Toren Hektik, trister Asphalt, graue Mauern und im Lar GIRASSOL: Ruhe und grün, Blumen, viele Farben und fröhliche Menschen.

Ich konnte diesmal zwei Koffer mitnehmen, einer war voll mit Stofftieren, Spielsachen, Puzzles und natürlich Gummibärchen.

Was gab es Neues? Ein neuer Ausbildungszweig wurde in Zusammenarbeit mit dem Holiday Inn etabliert: Fachausbildung zur Servicekraft, dies auch im Hinblick auf die Megaevents in 2014 (Fußball) und 2016 (Olympiade).
Vorher gab es schon die Ausbildung für Pflegekräfte, auch ein sehr gesuchter Ausbildungszweig.

In der Kinderkrippe lagen vier Babys, eines war einfach vor einem Krankenhaus liegen gelassen worden. Hier wird sich darum gekümmert.
Auf dem Weg zum Speisesaal nahm mich ein kleiner Junge an der Hand: „Nimmst Du mich mit Onkel?" Das ging leider nicht. Die Kinder sind anhänglich und offen gegenüber Besuchern, ein Zeichen, dass sie sich im Lar GIRASSOL wohlfühlen.

Natürlich kommt die Hilfe von GIRASSOL nur einem winzig kleinen Teil der bedürftigen Kinder zu Gute. Aber es ist ein sehr wertvoller Dienst.
Im Laufe der vielen Jahre des Wirkens von Angelika Pohlmann und Ihrer Helfer addieren sich so die einzelnen Dienste zu einem großen Beitrag an der Menschheit.

Nach meinem Besuch in Lar GIRASSOL ging es wieder quer durch die Stadt, ich tauchte ein in den Verkehrsstrom und musste mich sehr konzentrieren und den Eigenheiten brasilianischen Verkehrs anpassen.
Zurück in Deutschland denke ich oft an die Kleinen in einer Insel der Geborgenheit mitten in Grajaú, einem Vorort von São Paulo, der so viele Einwohner wie Frankfurt hat.

Peter Thomaschewski

Drucken E-Mail

Peter Maffey besucht Lar Social GIRASSOL

Angekündigt im Kinderheim Lar Social GIRASSOL war eine Delegation von Vertretern von "terre des hommes" Deutschland und Betriebsräten der Volkswagen AG in Wolfsburg. Man wollte sich über den bereits bewilligten Ausbildungszweig "Hotellerie und Eventmanagement" im Berufszentrum von Lar GIRASSOL erneut informieren.Die Aktion "Eine Stunde für die Zukunft" der Volkswagen-Belegschaft hatte schon im Jahr 2007 einmal unsere Institution mit Projektmitteln unterstützt.

Peter Maffay mit Kindern von GIRASSOLPeter Maffay mit der Delegation von Vertretern von "terre des hommes" Deutschland und Betriebsräten der Volkswagen AGAngelika Pohlmann, Monika Senn und weitere Mitglieder des Arbeitskreises, Werner Heuck, Evando Freitas, Nelio Tavares, Romulo in Vertretung von Cleusa Enck, Candida Mottecy, sowie die Lehrer, Kinder und Mitarbeiter staunten nicht schlecht, als Peter Maffay in der Delegation mit dabei war.

Eine solch freudige Überraschung mit dem berühmten Sänger und dem Erfinder des kleinen Drachens Tabaluga hatte wohl niemand erwartet. Peter Maffay sowie die Delegation hörten den Ausführungen von Angelika Pohlmann und anderen Gesprächspartnern interessiert zu, machten sich Notizen und den Besuchern war sehr daran gelegen, sowohl das Ausbildungszentrum als auch das Kinderheim genau kennenzulernen.
Das gemeinsame Mittagessen wurde zusammen mit den Kindern und Mitarbeitern des Heimes eingenommen.
Neben einigen CDs mit seinen neuesten Liedern überreichte er Angelika Pohlmann - stellvertretend für die Institution natürlich den kleinen Drachen Tabaluga.

Peter Maffay und Monika SennPeter Maffay und Angelika PohlmannAuch die Vertreter von "terre des hommes" - Albert Recknagel, Werner Lamotke, Beat Wehrle und Milagro Brondi - zeigten sich beeindruckt von der Qualität der Arbeit, die im Lar GIRASSOL geleistet wird. Ebenso lobte die Vertreterin des Volkswagen-Betriebsrates, Frau Angela Kaspar, die Initiative zum neuen Ausbildungsgang. Diese Arbeit liege genau auf der Linie der jüngst gegründeten Belegschaftsstiftung der Volkswagen AG in Deutschland. Diese unterstütze nämlich primär Ausbildungsaktivitäten.

Die gesamte Delegation war nicht nur wegen des Lar GIRASSOL und wegen anderer Projektbesuche nach Brasilien gereist, sondern in erster Linie wegen der Eröffnung einer neuen Aktion der Volkswagen-Belegschaft "A chance to play". Dieses Projekt, geleitet und betreut von Herrn Tutu Beat Wehrle, ebenfalls "terre des hommes", soll benachteiligten Kindern und Jugendlichen einen Raum für Spiel und Sport eröffnen, und damit ihre Entwicklungsmöglichkeiten nachhaltig fördern. Das Projekt war bereits anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika gestartet worden und wird jetzt auf Brasilien übertragen. Angelika Pohlmann, die Führungskräfte Candida Mottecy und Elisangela Lins sowie Kinder von GIRASSOL nahmen an der offiziellen Eröffnung des Projektes in São Bernardo do Campo (im Großraum São Paulo gelegen) als geladene Gäste teil.

Angelika Pohlmann und Peter MaffayPeter Maffay, der auch im Beirat der Volkswagen-Belegschaftsstiftung mitarbeitet, ist für sein vielfältiges soziales Engagement bekannt. Seine eigene "Peter-Maffay-Stiftung" hilft in Europa vor allem Kindern mit psychischen Gesundheitsschäden. Es ist einfach vorbildlich, wenn sich solch prominente Persönlichkeiten sowie aber auch sozial denkende Menschen in den Dienst der Schwächsten der Gesellschaft stellen."

Bericht: Monika Senn

Drucken E-Mail

Neuer Film über unser Projekt liegt vor

Kindern eine Zukunft geben - Das Projekt GIRASSOL in São Paulo

Im Herbst 2011 entstand diese neue, aktuelle Dokumentation über das Projekt GIRASSOL - Kinderheim und Berufsbildungszentrum in São Paulo - durch vier Mitglieder des Förderverein Girassol aus Deutschland.

Das Filmteam mit LuanaDas Filmteam mit Luana

Der Film zeigt nicht nur den Lebensraum der Kinder im Heim, sondern auch, woher viele der Kinder und Jugendlichen kommen, ihre Wurzeln haben, und wo sie die staatliche Schule besuchen. So erhalten die ZuschauerInnen einen kleinen Einblick in das Leben von den jungen Menschen in Brasilien, die nicht zur privilegierten Schicht gehören und in der Regel aus zerrütteten Familienverhältnissen stammen.
Zwei Jugendliche aus dem Berufsbildungszentrum, Luana und Rafael, führen wie „echte Profis" charmant und informativ durch den Film. Anders als die Filmemacher aus Deutschland kennen sie die Situation und Angebote durch eigenes Erleben und nehmen ihre Chance auf eine bessere Zukunft bewusst und tatkräftig in die Hand. Luana, Rafael und Margarete - eine angehende Schwesternhelferin, die in einer favela wohnt - stehen für viele andere junge Menschen, die stolz darauf sind, durch GIRASSOL in die Lage versetzt zu werden, ein eigenständiges Leben zu führen und später einmal für sich selber und eine Familie sorgen zu können.
GIRASSOL ist mehr als nur ein Unterschlupf und Versorgungsstation für Kinder und Jugendliche - es ist ein Zuhause mit Herz für Groß und Klein geworden.
Für den Kommentar konnte der bekannte Sprecher Bodo Venten gewonnen werden. Auch er hat, wie das gesamte Team, auf ein Honorar verzichtet und den Film ehrenamtlich begleitet. Dank an dieser Stelle auch an alle "Girassolas", die mit soviel Charme und Engagement den Film bereichern!

Friederike bespricht Rafaels nächsten TakeFriederike bespricht Rafaels nächsten TakeMusikalisch untermalt wird der Film durch traditionelle Volksmusik aus dem Inneren von Brasilien (Forró und Sertanejo). Das repräsentiert eher die Musik der „armen Leute", als der ansonsten mit Brasilien verbundene Samba.

Wir möchten mit diesem Film unser Projekt vorstellen und zeigen, wofür Ihre Spenden verwendet wird, und dass es sich lohnt, dieses Projekt finanziell zu unterstützen. Bitte nutzen Sie diese DVD, um für unsere Arbeit zu werben und neue SpenderInnen zu finden.

Mitte Dezember, rechtzeitig zum Versandt vor Weihnachten an alle Mitglieder und Dauerspender, liegt eine neue DVD über die Arbeit im Projekt Girassol vor. 

Drucken E-Mail

Fam. Pfeffer im Lar GIRASSOL Mai 2012

Martin und Brigitte Pfeffer mit zwei Kindern in Lar GirassolMartin und Brigitte PfefferVon unserer Tochter Kathrin, die in São Paulo lebt, hatten wir schon viel vom Kinderheim "Lar Social GIRASSOL" gehört und uns aus der Entfernung schon an vielen Aktionen des Heims beteiligt. Anlässlich einer Reise nach Brasilien im Mai 2012 hatten wir nun auch endlich die Gelegenheit, das Kinderheim GIRASSOL persönlich kennenzulernen.

Was für eine angenehme Überraschung! Wir hatten wirklich nicht damit gerechnet, in diesem Kinderheim so viel Organisation, so viel Sauberkeit, so viel Disziplin, aber auch so viel Herzlichkeit, Fürsorge und Liebe anzutreffen. Die Kinder haben uns mit offenen Herzen empfangen, uns ihr Heim in allen Einzelheiten gezeigt, uns ihre musikalischen Talente vorgeführt – und das alles Flöte spielendes Mädchen mit zwei weiteren Mädchen in Lar GIRASSOLvollkommen spontan. Das gute Einvernehmen zwischen Mitarbeitern und Kindern war nicht zu übersehen.
Außerdem haben wir auch noch das Berufsausbildungs-Zentrum besuchen dürfen. Die Ausstattungen der Schulungsräume, der Ausbildungsplan, die anwesenden Lehrkräfte, die den Unterricht vorbereiteten, das alles hat uns sehr beeindruckt. Wir haben gesehen, dass sowohl das Heim als auch das Berufsausbildungs-Zentrum mit großem Einsatz und größtem Verantwortungsbewusstsein geführt wird.

Wir möchten hier den Verantwortlichen, die dieses Haus gegründet und aufgebaut haben und mit so viel Kompetenz und persönlichem Einsatz führen, unsere allergrößte Anerkennung aussprechen.

Martin und Brigitte Pfeffer
Haigerloch / Stuttgart

Drucken E-Mail

Besuch einer Gruppe aus Stockach

Am 1. September 2011 verbrachten wir, eine Reisegruppe von 11 Personen aus Süddeutschland, einen Tag im Kinderheim und Ausbildungszentrum Lar Social GIRASSOL, welches wir durch die Brasilienhilfe Stockach e.V. seit 11 Jahren unterstützen. Für einige Gruppenmitglieder war es der erste Besuch im Heim und andere hatten es schon seit Jahren nicht mehr gesehen.Ein Minibus brachte uns vom Hotel aus nach GIRASSOL. Auf der langen Fahrt bekamen wir einen Eindruck von der Unterschiedlichkeit dieser riesigen Stadt. Wunderschöne, moderne Stadtteile und die favelas mit ihren dicht gedrängten, armseligen Backsteinhäuschen. In solch einer armen Gegend liegt, hinter einer hohen Mauer versteckt, Lar Social GIRASSOL. Dort wurden wir von Frau Angelika Pohlmann und ihren Mitarbeitern- u. Mitarbeiterinnen sehr herzlich begrüßt und willkommen geheißen. Wir befanden uns auf einmal in einer anderen Welt. Das liebevoll angelegte Gelände, mit den wunderschönen Blumen, dem Spielplatz und den schönen Gebäuden, strahlte eine warme Atmosphäre aus und hat uns stark beeindruckt.

Am Vormittag besichtigten wir das Ausbildungszentrum mit den verschiedenen Fachrichtungen. Wir besuchten die Klassen für Mode, Frisör und Schönheitspflege, Verwaltungsangestellte, Informatik und Elektrizitätslehre. Die Jugendlichen empfingen uns sehr freundlich und interessiert.
In der Modeabteilung deckten wir uns mit selbst hergestelltem Schmuck, Schlüsselanhängern und Taschen ein.
Inzwischen war es Mittag und in der Mittagspause genoßen wir die gute, gesunde Küche des Kinderheims und zum Abschluss gab es Kaffee und leckeren Kuchen.
Anschließend setzten wir unseren Rundgang fort im Kindergarten, Spielezimmer, bei den Kleinsten und den Schulkindern, zwei trafen wir bei der Hausaufgabenbetreuung und die Jugendlichen zeigten uns stolz ihr Reich. Die Kleineren wollten an die Hand oder auf den Arm genommen werden und mit uns spielen. Wir besichtigten die Küche, Waschküche, die Büros und wurden zum Abschluss mit selbst gebastelten Geschenken überrascht.
Es hat uns besonders berührt, wie freundlich und offen viele Kinder und Jugendliche sich unserer Gruppe bei der Besichtigung angeschlossen und uns ihr Zuhause gezeigt haben.
Es war schön zu sehen, welche hübsches und liebevolles Zuhause die Kinder in GIRASSOL gefunden haben und dass ihnen nach der Kindheit Perspektiven aufgezeigt werden und sie, sowie die Jugendlichen aus minderbemittelten Familien der Umgebung, die Möglichkeit haben, im angeschlossenen Berufsbildungszentrum eine Ausbildung zu erhalten und somit die Chance auf ein späteres Berufsleben.
Nach diesem erlebnisreichen Tag wurde uns wieder bewusst, wie wichtig die finanzielle Unterstützung des Projektes ist und wie gut die Gelder verwendet werden.
Alle Gruppenmitglieder haben den Tag in GIRASSOL sehr genossen und geblieben ist bei uns allen ein sehr positiver Eindruck.
Es ist wunderschön zu sehen, dass es Menschen wie Frau Pohlmann und das gesamte Team des Kinderheims gibt, die Kindern aus solch armen Verhältnissen soviel helfen und geben.

Prianka und Hildegard Römer

Drucken E-Mail

Gummibärchen sind der Renner

 

Ein Samstagmorgen in São Paulo. Es ist draußen leicht bedeckt und nur mäßig warm. Winter eben, im 800 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Säo Paulo. Mir ist klar, dass es nun für viele Wochen mein letzter Samstag in Brasilien sein wird. Es geht in die (Sommer-) Ferien nach Deutschland. Vieles habe ich für meinen baldigen Urlaub und die lange Abwesenheit von São Paulo schon vorbereitet, nur eine wichtige Sache steht noch aus: Ich möchte unbedingt nochmals vor meiner Abreise ins Lar GIRASSOL. Es ist mir ein Bedürfnis, dort nochmals Fotos zu machen, damit sich die Fotoalben der Kinder weiter füllen. Schließlich habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, dafür zu sorgen, dass jedes Kind ein eigenes Fotoalbum erhält, das sich mit jedem meiner Besuche mit weiteren Fotos füllt. So habe ich auch zur Zeit einen großen Packen Fotos hier, die nur darauf warten, an die Kinder vom Heim „Sonnenblume" überbracht zu werden. Bepackt mit meiner Kamera, die ja nie fehlen darf, und begleitet von meinem Mann, der das Kinderheim auch mal wieder besuchen möchte, machen wir uns auf den 40-minütigen Weg. 

Monika Senn mit Kindern in Lar GIRASSOLBereits auf der Anreise gehen mir viele Bilder durch den Kopf und es beschleicht mich ein freudiges Wiedersehensgefühl. Ich muss zugeben, dass ich einige Kinder ganz besonders tief ins Herz geschlossen habe und das Wiedersehen mit diesen herbeifiebere. Gleichzeitig beschleichen mich aber auch ein wenig Furcht und Zweifel, ob ich diese Kinder denn auch noch alle würde antreffen. Schon öfters habe ich es erlebt, dass Kinder plötzlich vom Jugendamt an irgendwelche Verwandten gegeben wurden – und damit einfach für immer aus meinem Gesichtskreis verschwunden waren. Dies ist dann jedes Mal eine traurige Erfahrung, mit der man aber rechnen muss. Insofern versuche ich – selbstschützend -, meine Vorfreude ein wenig zu zügeln.
Drei Jungen mit Büchern in Lar GIRASSOLDoch schon bei unserer Ankunft und der stets überschäumend fröhlichen Reaktion der Kinder auf den Besuch weichen meine Zweifel – und ich lasse mich von der heftigen Wiedersehensfreude der Kinder mitreißen. Über jedes bekannte Gesicht freue ich mich, und einige meiner Lieblinge habe ich auch schon begrüßen können. Mit großer Aufgeregtheit und lauter ausgelassener Kommentierung werden die mitgebrachten Fotoaufnahmen von den Kindern betrachtet. Die Verteilung der Fotos an die Kinder läuft inzwischen fast schon beispielhaft ab, nur hier und da greifen die Heimmütter noch in kleine Verteilungskämpfe ein. Es ist rührend zu sehen, wie die zum Teil noch nicht  ´mal 4 Jahre alten Kinderchen ihr Fotoalbum heranschleppen und bemüht sind, die neuen Fotos darin einzuordnen, und es bestärkt mich auch darin, an diesem Projekt festzuhalten. 

Herr Senn verteilt GummibärchenNach der Foto-Verteil-Aktion gibt es eine weitere Verteil-Aktion: die der Gummibärchen. Seit meine Freundin Angelika Pohlmann, die Gründerin und ehrenamtliche Leiterin des Lar GIRASSOL sowie des angeschlossenen Ausbildungszentrums, mir einmal auf meine Frage, was ich denn den Kindern aus Deutschland mitbringen könnte, „Gummibärchen" nannte, schleppe ich bei jeder Reise zurück nach Brasilien „Goldbären" mit. Besonders eignen sich diejenigen mit den kleinen abgepackten Einheiten. Denn, wie kann es anders sein, nutze ich die Verteilaktion immer gerne, um erzieherische Ziele damit zu verknüpfen: Gerechte Verteilung – jeder bekommt die gleiche Menge an Tütchen – einer nach dem anderen – nicht vordrängeln.... Die Studien und Erlebnisse, die man dabei beobachten kann, sind faszinierend. Kleine Tricksereien sind ebenso an der Tagesordnung wie handfeste körperliche Auseinandersetzungen, wenn man von Übervorteilung eines anderen Kindes ausgeht. 2012 08 Senn04Manchmal geht es auch nicht ohne Tränen ab, die allerdings schnell wieder vergessen sind.
Ich genieße diese Stunden im Kinderheim immer sehr. Auch mein Mann, der sich von einigen Kindern zum Kartenspiel hat hinreißen lassen und sich dem Herumtollen einiger Kinder nicht entziehen konnte, hat die Stunden im Kinderheim genossen.
Beglückt, aber auch etwas erschöpft, treten wir den Heimweg an. – Eines weiß ich gewiss: Auch von meiner nächsten Deutschlandreise bringe ich wieder viele, viele Gummibärchen mit, denn Gummibärchen sind der Renner....

Monika Senn, São Paulo, 20. Juli  2012

Drucken E-Mail

Peter Thomaschewski im GIRASSOL

 

Von Alphaville im Westen von São Paulo kommend, kämpften wir uns durch den Verkehr auf der Marginal und dann im Strassengewirr von Grajaú. Busse, PKW und Kleinlaster beherrschen mit Mopeds und Kleinkrafträdern das Strassenbild.
Gehupt wird erstaunlich wenig. Dann Einbiegen in die Rua Ricardo Macedo 5, das Tor geht auf und wieder einmal betrete ich Lar GIRASSOL, das Heim für viele Kinder vom Babyalter bis hin zu den Heranwachsenden.

Freudig begrüßen mich die Mitarbeiterinnen, viele von Ihnen schon lange Jahre dabei. Jedes Jahr besuche ich auf meinen Brasileinreisen dieses Kinderheim und Angelika Pohlmann, die Gründerin, sowie Roswitha Schirmer - diese kenne ich schon über zehn Jahre. In der katholischen Gemeinde St. Marien in Liederbach werbe ich für das Heim, jedes Jahr geht ein Teil der Erlöse von Festen und Spenden zu GIRASSOL.

Immer wieder sehe ich Neues: Vor zwei Jahren wurde ein Anbau für heranwachsende Mädchen fertig, mit Schlafzimmern, Bad und Aufenthaltsraum, sehr schön dekoriert. Dieses Mal wurde der Fussboden im Schulungsgebäude komplett mit freundlich-farbigen Fliesen erneuert. Die Grünanlagen sind gepflegt, die Böden sind sauber, die Spielsachen in ordentlichem Zustand.
Aber erst die Kinder. Sie begrüssen mich freundlich und höflich, nennen mich Tio. Sie spielen, essen in der Kantine und haben Unterricht in Klassenraum. Die Grösseren sitzen am PC und surfen im Internet. Überall herrscht Aktivität, kein Kind muss alleine rumsitzen.
Wir bekommen Kaffee und Plätzchen angeboten und selbstgebackenen Kuchen. Ich hatte Gummibärchen dabei, kann sie aber erst nach dem Mittagessen an die Kleinen verteilen, hier herrscht Ordnung.
Neben gesunder Ernährung werden auch die Tischsitten vermittelt, eine Schule für's Leben.

Die Mädchen vom Nähkurs haben Kleider für eine Modenschau genäht, dazu Acessoires wie Halsketten und Armbänder aus Samen und Nüssen und Holz.
Mir imponiert die Startegie von GIRASSOL: die Kinder sollen für das Leben draussen vorbereitet werden, Ausbildung in einem Beruf wie Friseur, Näherin, IT und Elektro Fachmann, Verwaltungsspezialist etc. Wenn die Jugendlichen mit Diplom von Senai dann arbeiten, sollen sie einen Teil ihres Einkommens an GIRASSOL geben. Das ist ihr Beitrag zum Projekt.
Als ich mich auf den Rückweg mache, rufen die Kleinen mir zu: Komm bald wieder und manche Träne fliesst.
Im nächsten Jahr bin ich natürlich wieder da...

Ihr/Euer Peter Thomaschewski, 26. Juli 2012

2012_07_Bilder_Thoma_01
2012_07_Bilder_Thoma_02
2012_07_Bilder_Thoma_03
2012_07_Bilder_Thoma_04
2012_07_Bilder_Thoma_05
2012_07_Bilder_Thoma_06
1/6 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

Formatura 2011

Diplom-Überreichung im Centro Profissionalizante GIRASSOL

Die Zuschauer der FormaturaAngelika Pohlmann gratuliert einer Absolventin von GIRASSOLUnd wieder hatte Girassol Grund zum Feiern und Grund, stolz zu sein: am vergangenen 2. Juli erhielten 145 Schüler das Abschluss-Diplom für bestandene berufsausbildende Kurse im Centro Profissionalizante GIRASSOL (Berufsbildungszentrum GIRASSOL). Es waren die Kurse für Informatik, Kaufmännische Lehre, Mode: Schneiderei und Modezeichnen, Elektrikerlehre, Schönheitspflege: Friseur und Maniküre, S.E.B. Schulung für den Berufseinstieg. Die Diplome werden von GIRASSOL in Zusammenarbeit mit den staatlichen Dienststellen zur Lehrlingsausbildung SENAI und SENAC ausgestellt.

Feiernde deer Formatura und ZuschauerEine singende Absolventin mit BandNicht nur für Schüler und Lehrer, sondern auch für die Leitung und die ehrenamtlichen Helfer ist diese Diplomverleihungs-Feier ein sehr besonderes Ereignis, im laufe der Jahre schon zur Tradition geworden.

Neben den 145 Schülerinnen und Schülern kamen an diesem Tag weitere 300 Gäste: Familienmitglieder und Freunde aus der bedürftigen, armen Nachbarschaft.

 

Zuschauer der FormaturaZwei Absolventinnen von GIRASSOLDie vorliegenden Fotos zeigen die Freude und Begeisterung aller. Lehrer und Sprecher der Schüler trugen abwechselnd ihre Erfahrungen und Eindrücke vor, die sie während der Ausbildungszeit gesammelt hatten, zeigten Freude und Begeisterung über das erreichte Ziel, Ansporn für zukünftige Schüler, dankbare Eltern meldeten sich zu Wort, es gab Umarmungen und Tränen und eine sehr herzliche, konstruktive Rede vom diesjährigen Paten, Herrn Julian Thomas.

Die Feier fotografierte wiederholt und ehrenamtlich unsere sehr liebe Freundin Irmgard Neupert aus Österreich.

Abschließend standen für alle, SchülerInnen und Gäste, Erfrischungsgetränke, drei riesige Cremetorten und Fleischpastetchen bereit - die Spende eines befreundeten Konditorei-Besitzers und eines Vorstand-Mitglieds. Dazu kamen - ebenfalls gespendet - Schokolade und Sonnenblumen zur festlichen Dekoration.

Freude und Begeisterung der Schüler und ihrer Eltern bei dieser Feier ist für jeden anstreckend - und zeigt immer wieder, dass GIRASSOL sich auch mit diesem sozialen Projekt auf dem richtigen Weg befindet, um vielen jungen Menschen eine reelle Chance anzubieten, auf dem harten Arbeitsmarkt wirklich Fuß zu fassen.

Es wäre wunderschön, wenn Sie - liebe Mitglieder und Freunde - einmal persönlich mitfeiern könnten; denn all’ dies passiert in erster Linie durch Ihre - immer treue und großzügige - Unterstützung und Hilfestellung.

Mit herzlichen Grüßen
Ihre Roswitha Schirmer

Drucken E-Mail

Einige schöne Stunden im Kinderheim

bericht poradny01Besuch von Greta und Werner Poradny und Tochter Farina Melchior

Es war schon ein Abenteuer. Eine Reise in eine ganz andere Welt. Wir hatten bestimmte Vorstellungen von São Paulo, aber das hat irgendwie noch alles übertroffen. Wir dachten dass diese Stadt zwar riesig und irgendwie unübersichtlich ist, aber doch flach und eben. Aber weit gefehlt, kann man dieses Bergauf- und Bergab fast mit Wuppertal vergleichen. Auf den Straßen befinden sich alle 50 m "lombadas" (Schwellen), die ein ruhiges Autofahren nicht möglich machen. Wenn man mal schneller fahren könnte, kommt da bestimmt ein Blitzer oder eine Kamera. Da ist es nicht verwunderlich dass Angelika und alle anderen treuen ehrenamtlichen Helfer und Volontäre ´mal eine oder mehrere Stunden auf sich nehmen, um in den Randbezirk der Stadt nach Grajaú in das Kinderheim GIRASSOL zu kommen. Kompliment an alle. Bei Sturzregen sind viele Tunnels oder Straßen gesperrt.- So wie dieses auf und ab und hin und her ist auch das eben in São Paulo. Arm und Reich unmittelbar nebeneinander, ziemlich krass würde unsere Jugend heute sagen! Die "favelas" am Rande der 20 Mill. Stadt irgendwie immer im Blick des Betrachters.

bericht poradny03Und inmitten der "favela" im Stadtteil Grajaú ein kleiner und schöner Lichtblick: das Kinderheim GIRASSOL. Das Tor öffnet sich nach mehrfachem Hupen, aus Sicherheitsgründen für die vielen kleinen Bewohner des Kinderheims. Eine winzige Oase inmitten der Armut. Wir geraten an liebenswerte kleine und größere Kinder und nette Betreuerinnen und Lehrer. Die Kinder lächeln uns aus ihren kleinen Gesichtlein strahlend an. Ein freudiges wildes Geplapper erwartete uns und wir verstehen nix. Leider! Mein Versuch in 3 Monaten die Landessprache Portugiesisch zu lernen waren vergebens. Es war erstaunlich, dass die Verständigung dann doch irgendwie klappte.

bericht poradny04Während ich mit einigen Kindern und der Betreuerin gebastelt habe, hat Werner mein Mann, mit den etwas größeren Kindern ausgiebig getobt. Zur Freude der kleinen Jungen, denn das Toben mit einer männlichen Person ist hier doch eher selten. Farina, unsere Tochter war damit beschäftigt, mir bzw. uns etwas zu dolmetschen und daneben mit einer kleinen Gruppe Mädels zu malen und zu spielen. Dann wurde für die Kinder zum Mittagessen gerufen und wir hatten Zeit, einen Rundgang durch das fast leere Schulgebäude zu machen. Es ist toll, wahrnehmen zu können, was mit den Spenden der vergangenen Jahre hier entstanden ist. Superhelle geräumige Klassenzimmer, in denen es Spaß machen muss zu lernen.

bericht poradny02Wir konnten in der Nähschule einige nette kleine Souvenirs erwerben, die liebevoll aus kleinen Perlen gearbeitet wurden. Nach dem Mittag hatten wir dann weiter Gelegenheit, in einer angenehmen Hitze von fast 30°C mit den Kindern zu spielen (Schön zu wissen, in Deutschland waren zurzeit Temperaturen um 1°C Grad.) Dennoch langsam kam der Augenblick eines dann doch schmerzlichen Abschieds. Wer weiß schon, wann wir die Kinder noch einmal sehen. Es waren wundervolle Stunden an zwei schönen Tagen hier im Kinderheim Lar Social GIRASSOL. Danke dafür an alle. Wir wünschen dem Kinderheim mit allen seinen kleinen und großen Bewohnern, mit all seinen vielen Ehrenamtlichen Helfern, Betreuerinnen, Volontären, Ausbildern und Angelika Pohlmann alles, alles Gute. Wir hoffen dass es für viele unglückliche Kinder weiterhin diese kleine Oase und Zufluchtstätte geben wird. Das auch sie irgendwann ein eigenständiges glückliches und erfülltes Leben führen können.

Fam. Poradny, Februar 2011

Drucken E-Mail

Zwei Monate GIRASSOL

 Eine prägende und schöne Lebenserfahrung!

Nach meinem Abitur wollte ich reisen und andere Länder und Kulturen kennenlernen und erleben. Also packte ich im Juli meine Koffer und flog zuerst für drei Monate in die USA. Danach ging es weiter nach Brasilien. Mein Ziel lautete São Paulo. Unser Familienfreund nahm mich bei sich auf. Über ihn bekam ich auch Kontakt zu Angelika Pohlmann und dadurch die Möglichkeit ein Praktikum im „Lar Social GIRASSOL" zu machen. Bericht Louisa01Mein erster Eindruck von São Paulo war überwältigend. Ich saß im Auto unseres Familienfreundes und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus! Es war das erste Mal, dass ich in einer Stadt mit fast 20 Mio. Einwohner war.

Als ich am nächsten Morgen nach Grajaú ins Kinderheim GIRASSOL gefahren wurde, wurde mir zunehmend mulmiger zu Mute. Das Stadtbild veränderte sich immer wieder, die Wohnsituation wurde immer ärmlicher und die Hochhäuser verwandelten sich in "favelas". Zum ersten Mal in meinem Leben wurde mir auf unverblümte Weise der krasse Unterschied zwischen den Bevölkerungsschichten gezeigt. Ich sah Menschen, die aus ihren großen Häusern kamen und in ihre Autos stiegen und ich sah Menschen die aus ihrer „Backsteinhütte" auf die Straße traten, sich auf ihr Motorrad setzten oder sich zu Fuß auf den Weg machten. Als wir vor dem Tor zum Kinderheim standen, wusste ich nicht mehr, was ich erwarten soll und vor allem was mich erwartete. Doch alle Ängste und Zweifel verflogen im Nu, als ich von den Kindern begrüßt wurde.

Bericht Louisa02Ich fühlte mich augenblicklich wohl im Heim. Die Anlage mit ihren drei Schlafhäusern, Küche und Essenraum, den vielen Bäumen, den kleinen Spiel- und Lernhäuschen erscheint neben alle den wild durcheinander und auf einander gebauten Häusern der "favela" wie eine Oase. Da ich bis zu diesem Zeitpunkt kein Wort Portugiesisch konnte, war es natürlich für alle eine ungewohnte und herausfordernde Situation. Doch trotz der sprachlichen Schwierigkeit wurde ich mit einer Herzlichkeit und Freude aufgenommen, die mir sehr dabei halfen mich einzuleben. Ich machte es mir zur Aufgabe mich um die Babies und Kleinkinder zu kümmern. Zweimal die Woche fuhr ich mit dem Bus, die anderen Tage wurde ich von Volontären mit zum Lar GIRASSOL genommen. Wenn ich morgens ankam half ich gleich beim Füttern der Babies. Wenn ich nicht mit den Babies Krabbeln übte oder sie badete, spielte ich mit den 3-5-Jährigen, malte mit ihnen oder packte alle 5 Kinder auf meinen Schoß.

Bericht Louisa03Am Anfang wusste ich nicht genau wie ich mit den Kindern, die ein harmonisches Familienleben nie erlebt haben und es möglicherweise auch nie erleben werden, umgehen soll. Doch mit der Zeit schloss ich sie alle in mein Herz und freute mich über jedes lachende Gesicht über jede Umarmung. Es gab aber auch Tage an denen alles drunter und drüber ging. Tagen, an denen man nach dem Sinn seiner Arbeit fragte. Doch es gab immer wieder Situationen und Herzlichkeiten, die einem wieder zeigten, dass man gebraucht wird und dass man, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, immer und überall hilft. Wenn man mit so vielen, individuellen charakterstarken Kindern zusammen arbeitet, sind es die kleinen Dinge, ein einfaches Danke, eine feste Umarmung, ein Lächeln, die einen motivieren, weiter zu machen. Ich hatte das Gefühl, wirklich gebraucht zu werden. Und es war mir eine große Freude zu helfen!
Ich bewundere alle, ob Festangestellte oder Volontäre, die sich jeden Tag im GIRASSOL engagieren und versuchen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln den Kindern ein bestmögliches zu Hause zu geben.

Bericht Louisa04     Bericht Louisa05

Ich danke dem GIRASSOL, das mich mit Herzlichkeit und Wärme aufgenommen hat und es mir ermöglicht hat, ein ganz besonders Brasilien kennen zu lernen und zu erfahren. Ein Brasilien mit immensen sozialen Problemen, mit gewaltigen Klassenunterschieden, mit Kriminalität; aber auch ein Brasilien, das jeden, egal woher er kommt, offen empfängt und ihn Teil seiner Kultur werden lässt.
Mein Besonderer Dank gilt Angelika Pohlmann, die das Kinderheim „Lar GIRASSOL" ins Leben gerufen hat und die unermüdlich das allein von Spenden getragen Kinderheim weiter fördert und leitet. Ihr und allen freiwilligen Helfern/innen ist es zu verdanken, dass diese Kinder ein Ort haben, an dem sie unter besseren Bedingungen aufwachsen können.

Louisa Gabelmann

Drucken E-Mail

Ein Kreislauf

Stephan Korten und "sein" GIRASSOL 1996-2010

Es ist 1996 und ich bin sehr nervös. Gleich geht es los, für 9 Monate nach Brasilien...Bericht Stephan01

Lange her und es war eine sehr schöne und vor allen Dingen lehrreiche Zeit für mich. 3 Monate durfte ich im Kinderheim helfen. Damals war der Name noch Carinho do Pai (Umarmung des Vater). Es war damals schon toll, was hier erreicht wurde. Ein großes Grundstück mit Häusern für die Schlafräume, Küche, Aufenthaltsräume, Waschraum etc.

Viel mußte noch verbessert werden, doch für die Kinder war es ein Segen. Wie liebevoll sich alle gekümmert haben. Es ist ein sehr gutes Gefühl, wenn man ein bisschen mit helfen kann und die lachenden Gesichter der Kinder sieht. Gerade wenn man weiß, was viele der Kinder schon durchgemacht haben, in Ihrem „kurzen" Leben. Lange Zeit habe ich es dann nicht mehr geschafft das Kinderheim zu besuchen und irgendwann vergißt man auch wieder wie es war und das man noch mehr tun kann...

Bericht Stephan02 klJetzt haben wir 2010 und endlich bin ich wieder dazu gekommen in São Paulo das Kinderheim zu besuchen. Mittlerweile ist der Name Lar Social GIRASSOL und es ist viel passiert.

Von Außen konnte man ja noch nicht viel sehen, doch schon nach dem Ausstieg aus dem Auto staunte ich nicht schlecht. Hier haben viele fleißige Kräfte etwas Großes geschaffen und noch mehr... Die Ausbildungsstätte, doch dazu später mehr.

Jetzt möchte ich erst einmal auf meinen Titel dieses Berichts kommen. „Kreislauf" für mich das passende Wort für die Ideen. Hier wird wirklich darüber nach gedacht nicht nur fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen und diese zu nutzen. Auch die Dinge die vielleicht nicht direkt für das Kinderheim oder die Kinder benötigt werden bekommen einen Zweck und auch die Menschen die Hilfe erhalten hatten geben diese Hilfe auch wieder zurück. Es ist sicherlich sehr schwer immer wieder Menschen oder Unternehmen zu motivieren Geld oder Sachwerte zu spenden, doch wie oft kommen die Mittel nicht an oder werden nicht richtig genutzt. Hier haben wir mal ein perfektes Beispiel wie man es machen kann und dadurch doch wieder einen großen Mehrwert erhält:

Bericht Stephan03 kl

1. Die Sachspenden. (Kleider, Spielzeug, Schuhe, Deko, Schmuck etc.)


Nicht alles was im Kinderheim ankommt, wird auch direkt genutzt oder benötigt. Manche Sachen sind vielleicht sogar gar nicht für das Kinderheim zu gebrauchen. Die Lösung hierfür ist einfach und toll. Das Kinderheim hat einen kleinen Laden (wie eine kleine Boutique eröffnet). Dort können die Bewohner der umliegenden "favelas" die nicht benötigten Artikel für kleines Geld kaufen. Das kommt den armen Menschen in der "favela" zu Gute aber auch wieder dem Kinderheim. Eine tolle Idee und eine zusätzliche kleine Einnahmequelle. Hier kümmert sich liebevoll Frau Gudrun um alles. Der kleine Laden ist mittlerweile schon bekannt und sobald er offen hat sehr gut besucht.

Bericht Stephan04 kl

2. Der kleine Gemüsegarten und der Brotbackautomat

Hier wird die Selbstversorgung genutzt. Jeden Tag wird frisches Brot gebacken und mit dem Gemüse kann man die täglichen Mahlzeiten verfeinern. Das ist nicht nur kostengünstig, sondern auch noch gesund.

3. Das Ausbildungszentrum und Hilfe für die Kinder

Über das Ausbildungszentrum werde ich gleich noch ein bißchen schreiben. Hier paßt es allerdings schon mal sehr gut hin, da auch hier der Kreislauf weiter geht. Es gibt mehrere Ausbildungsmöglichkeiten, die von Jugendlichen genutzt werden können. Die Ausgebildeten oder in Ausbildung befindlichen Jugendlichen können dann wiederum für das Kinderheim eingesetzt werden. Es gibt eine Friseurausbildung: Somit werden die Haare kostenfrei geschnitten und gepflegt. Die Ausbildung zum Elektriker kommt den Kindern natürlich auch zu Gute. So können technische Probleme ohne große Mehrkosten geklärt/gelöst oder repariert werden. Da auch Modedesign und Nähkurse angeboten werden haben wir auch hier einen schönen Mehrwert für die Kinder. Gewisse Sachen werden auch verkauft und somit fließt wiederum etwas Geld an das Kinderheim oder in die Ausbildungsstätte.

Bericht Stephan05 kl

4. Die Kinder im Kinderheim

Sehr positiv ist mir auch das Verhalten der Kinder untereinander aufgefallen. Die Größeren (die vielleicht auch schon länger dort leben) kümmern sich um die Kleinen und helfen mit bei kleineren Aufgaben. Somit schließt sich auch hier wieder der Kreislauf. Soziale Kompetenz wird im Kinderheim, aber auch in der Ausbildungsstätte groß geschrieben.

5. Alle Hilfskräfte und Spender

Natürlich darf man gerade die Arbeitskräfte im Kinderheim selbst nicht vergessen. Ob es die Küchenhilfen, die Erziehungskräfte, die Putzkräfte etc. sind, ist eigentlich egal. Ich habe bei meinem Besuch soviel Herzlichkeit bekommen, dass es mir schon fast unangenehm war. Und auch hier macht keiner „nur" seine Arbeit. Hinzu kommen dann sicher noch die vielen Spender die nicht direkt vor Ort sind, aber die wichtigste Hilfe zukommen lassen; damit der Kreislauf immer weiter laufen kann.

So schließen sich die Kreise und ein Rad greift in das Andere. Viele gute Ideen, die umgesetzt worden sind und weiter umgesetzt werden!!!

Bericht Stephan06 kl

Die Ausbildungsstätte hat mich natürlich richtig begeistert. Da kommt man nach Jahren wieder ins Kinderheim und auf einmal steht ein ganzes Schulgebäude mit Sportplatz etc. neben an. Toll!! Ich wurde von einer Ehrenamtlichen durch die Anlage geführt. Man konnte den Stolz direkt spüren, denn hier wurde etwas erreicht, was ich sonst noch nicht gesehen habe. Und alles durch Spenden und/oder ehrenamtliche Arbeit. Natürlich wurde mir alles gezeigt und erklärt. Es war herrlich zu sehen, was hier errichtet wurde. Selbst die Schüler die ich in den Klassen besuchen durfte waren alle zufrieden und wißbegierig. Es scheint jedem klar zu sein, was er/sie für eine Chance bekommt die anderen in Brasilien verwehrt bleibt. Mir wurde zum Beispiel ein tolles Projekt der angehenden Elektriker gezeigt und erklärt. Alle waren sehr stolz auf das was sie erreicht hatten. Die Feste die veranstaltet werden, finden grundsätzlich mit den Kindern des Kinderheims statt.

So besteht ein Bezug und es wird auch hier viel Freude gegeben. Nicht zu vergessen das neue Programm mit dem Krankenhaus ...
Hierbei haben einige Jugendliche die Möglichkeit eine sehr fundierte Ausbildung in einem sehr guten Krankenhaus zu absolvieren.

Eigentlich wollte ich nur mal wieder „Hallo" sagen und mir mein „altes" Kinderheim wieder anschauen. Ein bißchen in Erinnerungen schwelgen...

Doch als ich mit soviel Enthusiasmus empfangen wurde, war mit sehr schnell klar: Hier solltest Du doch etwas mehr daraus machen. Zum Beispiel einen kleinen Bericht über die Arbeit im und ums Kinderheim.

Vielleicht ermutigt dieser Bericht andere wiederum etwas zu spenden oder mal vorbei zuschauen – Im Kinderheim Lar Social GIRASSOL – ein Kreislauf des Lebens oder des Gebens!!

Bericht Stephan07 kl     Bericht Stephan08 kl

Bericht Stephan09 kl     Bericht Stephan10 kl

Bericht Stephan11 kl     Bericht Stephan12 kl

Drucken E-Mail

Festa Junina 2010

Feiern im GIRASSOL

Die Junifeste ("Festa Juninas") haben in Brasilien eine lange Tradition und werden den ganzen Juni über gefeiert. Die Feste gelten dem Gedenken der römisch-katholischen Heiligen Santo Antônio (Heiliger Antonius von Padua am 13. Juni), São João (Heiliger Johannes am 24. Juni), São Pedro und São Paulo (Heiliger Peter und Heiliger Paul am 29. Juni). Das Fest zu Ehren des Heiligen Johannes (São João) am 24. Juni steht dabei im Mittelpunkt der Feierlichkeiten. Man vermutet heute, daß die Tradition von den Portugiesen eingeführt wurde. Das Fest "Festa Junina" wird in ganz Brasilien gefeiert, am intensivsten im Nordosten Brasiliens. Die "Festa Junina" feiert Mittsommer, den brasilianischen Winteranfang und die Maisernte in einem zusammen. Die Feste finden in der Regel am "arraial" statt. Einem Platz, den man mit buntem Papier, Ballons und dem Stroh der Kokospalme schmückt. Hier wird getanzt und gefeiert. Die Brasilianer verkleiden sich zur "Festa Junina", wie die ländlichen Arbeiter vor hunderten Jahren. Man trägt geflochtene Zöpfe, Strohhüte und karierte Hemden.

2010-06-junina-01
2010-06-junina-02
2010-06-junina-03
2010-06-junina-04
2010-06-junina-05
2010-06-junina-06
2010-06-junina-07
2010-06-junina-08
2010-06-junina-09
2010-06-junina-10
2010-06-junina-11
2010-06-junina-12
2010-06-junina-13
2010-06-junina-14
2010-06-junina-15
2010-06-junina-16
01/16 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

Ein großer Tag für GIRASSOL

Angelika Pohlmann erhält das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse

Es gibt Menschen im Leben, die einen Unterschied machen:
Angelika Pohlmann ist so ein Mensch.

verdienstkreuz02"todo bem" - alles Gute für Dona Angelika

Seit sie 1992 das Kinderheim Lar Social GIRASSOL gegründet hat, ist sie der Unterschied im Leben vieler Kinder. Kinder, denen durch Angelika Pohlmanns unermüdlichen Einsatz ein Leben auf der Strasse, mit Diebstahl, Drogen und Prostitution erspart blieb.

Natürlich schafft auch Frau Pohlmann dies nicht allein. Sie wird unterstützt von Freiwilligen, die sich gern der Aufgabe widmen, diesen Kindern eine Chance im Leben zu geben.

 

verdienstkreuz04Das Team der EhrenamtlichenZu Beginn waren es wenige Kindern, dann 17, 20 und heute rund 50 Kinder, die im Lar GIRASSOL ein Zuhause finden. Manche müssen erst lernen, dass nicht alle Erwachsenen zu fürchten sind. Manche sind noch zu klein, um zu begreifen, was mit ihnen geschehen ist. Alle jedenfalls wachsen in einer liebevollen Umgebung auf, lernen Spielen und Spielsachen teilen, gehen zur Schule und machen ihre Hausaufgaben.

 

 

verdienstkreuz01Die Zukunft ist positiv für Girassol-KinderAll das, was in unseren Familien als so selbstverständlich gilt, ist für die „Kinder der Sonnenblumen" nur eine Realität, weil es Menschen wie Angelika Pohlmann gibt.

Im März 2007 konnte sich Bundespräsident Horst Köhler vor Ort ein Bild davon machen, was durch den persönlichen Einsatz von Frau Pohlmann entstanden ist. Denn dem Kinderheim hat sie, mit Unterstützung deutscher Firmen und Sternstunden e.V. vom Bayerischen Rundfunk, eine Berufsausbildende Schule hinzugefügt, die jungen Menschen aus der Gegend eine Chance auf vernünftige Ausbildung, auf einen Beruf geben soll.

 

 

verdienstkreuz03Generalkonsul Heinz-Peter Behr überreicht die UrkundeSo wird der Bundespräsident nicht lange gezögert haben, als im Mai letzten Jahres vom Vorsitzenden des deutschen Fördervereins, Michael Krambrock, ihr Name zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes vorgeschlagen wurde.

Am 1. September 2008 war es dann soweit. In der Residenz des Generalkonsuls Herr Dr. Heinz-Peter Behr wurde Angelika Pohlmann in Anwesenheit von zahlreichen geladenen Gästen das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

 

 

 

 Von Wolfgang Theiss, São Paulo

Bilder der Veranstaltung: 

2008-09-verdienstkreuz-01
2008-09-verdienstkreuz-02
2008-09-verdienstkreuz-03
2008-09-verdienstkreuz-04
2008-09-verdienstkreuz-05
2008-09-verdienstkreuz-06
2008-09-verdienstkreuz-07
2008-09-verdienstkreuz-08
2008-09-verdienstkreuz-09
2008-09-verdienstkreuz-10
2008-09-verdienstkreuz-11
2008-09-verdienstkreuz-12
2008-09-verdienstkreuz-13
2008-09-verdienstkreuz-14
2008-09-verdienstkreuz-15
2008-09-verdienstkreuz-16
2008-09-verdienstkreuz-17
2008-09-verdienstkreuz-18
2008-09-verdienstkreuz-19
2008-09-verdienstkreuz-20
01/20 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

Nie ohne meine Kamera

Bericht unserer ehrenamtlichen Helferin Monika Senn

Kinder in Lar GIRASSOLDas Kinderheim GIRASSOL liegt im Süden der Megametropole São Paulo. Ich bin froh, inzwischen den Weg dorthin so gut zu kennen, dass ich ihn selbst mit dem Auto zurücklegen kann.Die Gegend, in der das Heim liegt, ist nicht die beste. Eine "favela" (eine Wohnsiedlung sehr armer Menschen in einfachen, illegal errichteten Behausungen) liegt in allernächster Nähe.

Als das Heim gegründet worden ist, im Jahre 1992, soll dort noch alles grüne Natur gewesen sein. Hier wie an fast allen „Enden" São Paulos wächst und wächst die Stadt unkontrolliert.

Sicherlich ist das Umfeld am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig, aber mit jedem Besuch wird das Viertel vertrauter - dank der zwischenmenschlich so erfüllenden Momente im Kinderheim. Langsam mutet es sogar ein wenig heimelig an.

Das Kinderheim selbst liegt in einer kleinen Strasse, die man leicht überfährt. Wenn man rechts in sie hinein biegt, zeigen die einzigen herrlich grünen Baumkronen in dieser Strasse das Tor zum Kinderheim an. Wird das Tor dann nach dem Klingeln geöffnet, taucht man ein in eine farbenfrohe, Kinderherzen ansprechende Welt bunt angestrichener einfacher Häuschen. Man kommt dann auf eine große, fast das ganze Jahr über nutzbare Veranda zu, man sieht Spielplätze mit vielen Möglichkeiten der Bewegung und des Vergnügens für die Kinder. Überall viel Grün, schön angelegte Blumenbeete und hübsch bemalte Häuserfronten. Und immer wieder das Motiv der Sonnenblume (girassol).

Erzieherin und Kinder in GIRASSOLAuf diese bunte Kinderwelt mit den Spielmöglichkeiten angesprochen, versichert Angelika Pohlmann, die Gründerin des Kinderheimes und ehrenamtliche Leiterin, stets, dass alles, ja alles an grösseren und kleineren Spielsachen, Schaukeln und Karussels Geschenke von Spendern seien. Ebenso sei sämtliches Inventar, also jedes Bettchen für ein Kind, eine Spendengabe. Nichts habe man selbst neu gekauft, erklärt die unermüdliche Angelika Pohlmann. Im Interesse einer möglichst langfristigen Perspektive des Kinderheimes gehe man auch äußerst sparsam mit den mühevoll gesammelten Geldzuwendungen um. Jede Ausgabe wird genauestens geprüft und mehrmals hinterfragt, bevor man sie schließlich tätigt.

Wenn die schulpflichtigen Kinder nicht gerade in der Schule – und damit außerhalb des Kinderheimes - sind, tummeln sich Kinder jeden Alters dort. Insgesamt beherbergt das Kinderheim derzeit 50 Kinder von 0, bis 16 Jahren. Die meisten Kinder sind den Besuchern gegenüber sehr aufgeschlossen. Besonders herzlich verläuft die Begrüßung dann, wenn sie einen bereits kennen. Die ohnehin in Brasilien übliche Begrüßung per Kuesschen fällt dann bei einigen Kinderchen besonders intensiv aus. Wir drücken uns, freuen uns über das Wiedersehen, manchmal wird man gar nicht mehr losgelassen, und man muss sich sanft befreien. Es kann auch schon mal passieren, dass ein Kind mich fragt: „Você agora é minha mãe também?" (Bist du jetzt auch meine Mama?)

Kinder beim Essen in GIRASSOLBei jedem Besuch des Kinderheimes nehme ich meine kleine Digitalkamera mit und mache Fotos von den Kindern, was das Zeug hält. Die Kinder lassen sich nicht nur besonders gerne fotografieren, sie haben auch größte Freude daran, jedes Foto gleich anschließend anschauen zu können. Dabei lachen sie laut vor Vergnügen, und es motiviert mich zusätzlich, immer weiter zu fotografieren. Aus diesem Erlebnis heraus und aufgrund der herrlichen Fotomotive – kein Wunder bei diesen hübschen Kinderchen! – kam ich auf die Idee, Postkarten von meinen Fotos der Heimkinder anfertigen zu lassen, sie zu veräußern und den Verkaufserlös dem Heim zur Verfügung zu stellen.

Obwohl ich bislang noch keine einschlägigen Erfahrungen hatte, machte es ungeheuren Spaß, die Karten zu konzipieren und mit Hilfe eines Grafikstudios eine Druckerei zu finden, die zu einem akzeptablen Preis 18 000 Karten druckte. In 6er Packs gibt es nun seit einigen Monaten diese Karten zum Preis von 6 Euro pro Paket, die Doppelkarte incl. Kuvert also zum Preis von 1 Euro.

Dies alles ließ sich verhältnismäßig leicht umsetzen – dieses kreative Arbeiten: Fotografieren, Auswählen der 6 schönsten Motive und Entwickeln einer Postkarte mit „Mehrwert" (der Mehrwert besteht darin, dass in die doppelseitige Grußkarte ein Lesezeichen integriert ist , das noch lange nach dem Empfang der Grußkarte einen Erinnerungswert für den Empfänger haben soll...). Im übrigen sind die Karten neutral gehalten und können damit für jeden Anlass eingesetzt werden.

Blick aus der TürDas Verkaufen danach stellte ich mir allerdings leichter vor. Ich ging davon aus, dass diese hübschen Doppelkarten für einen guten Zweck - und dann noch bei einem 100prozentigen Spendenanteil – „wie warme Semmeln" weggehen würden. Nun, heute, ein Jahr nach dem Verkaufsstart und unter Ausschöpfung vieler möglicher Absatzkanäle, ist erst ca. die Hälfte verkauft. Es wird noch eine Zeit dauern, bis sämtliche abgesetzt sind und dann ca. 18000 Euro das Budget des Kinderheimes bereichern werden.

Unabhängig von diesem Kartenprojekt fotografiere ich fleißig weiter im Lar GIRASSOL, erfreue die Kinder für den Moment, habe aber auch die Idee, für jedes Kind ein kleines Fotoalbum anzulegen. Wer von uns erfreut sich nicht an den Fotos aus seiner Kindheit?! - Diese Freude möchte ich auch diesen Kinderchen vom Kinderheim bereiten, also produziere ich fröhlich weiter Fotos....

Ein herzlicher Gruß aus São Paulo an Sie, liebe Leser,

Ihre Monika Senn

P.S.: Wollen Sie ein wenig in meine Fotosammlung hineinschnuppern, schauen Sie sich doch die folgende Bildergallerie an:

2008-07-Monika_Senn-01
2008-07-Monika_Senn-02
2008-07-Monika_Senn-03
2008-07-Monika_Senn-04
2008-07-Monika_Senn-05
2008-07-Monika_Senn-06
2008-07-Monika_Senn-07
2008-07-Monika_Senn-08
2008-07-Monika_Senn-09
2008-07-Monika_Senn-10
2008-07-Monika_Senn-11
2008-07-Monika_Senn-12
2008-07-Monika_Senn-13
2008-07-Monika_Senn-14
2008-07-Monika_Senn-15
2008-07-Monika_Senn-16
2008-07-Monika_Senn-17
2008-07-Monika_Senn-18
2008-07-Monika_Senn-19
2008-07-Monika_Senn-20
2008-07-Monika_Senn-21
2008-07-Monika_Senn-22
2008-07-Monika_Senn-23
2008-07-Monika_Senn-24
2008-07-Monika_Senn-25
2008-07-Monika_Senn-26
2008-07-Monika_Senn-27
2008-07-Monika_Senn-28
2008-07-Monika_Senn-29
2008-07-Monika_Senn-30
2008-07-Monika_Senn-31
2008-07-Monika_Senn-32
01/32 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

Bundespräsident Köhler im Centro „GIRASSOL“

„Ein Zeichen der Hoffnung"

Kinder mit brasilianischen FahnenLimousine des Bundespräsidenten

Es ist kurz nach drei, als die Wagenkolonne in die kleine Rua Ricardo Macedo einbiegt. Schon vor Sunden hatte massive Polizeipräsenz die Anwohner neugierig gemacht auf das, was jetzt gleich passieren würde. Hier draußen in Grajaú am Rand der Millionen-Metropole São Paulo. Primitive Häuser, holprige Straßen, favelas und quirlige Menschen kennzeichnen diesen Außenbezirk. Ein Staatsbesuch des deutschen Präsidenten in Grajaú? Für die Menschen dieses Armenviertels unvorstellbar. Was will der hier?

Bundespräsident Horst Köhler undBundespräsident Köhler seine Gattin Eva Luise wollen dem Kinderheim GIRASSOL einen Besuch abstatten. Im Rahmen ihrer fast zweiwöchigen Südamerikareise sind der Bundespräsident und seine Gattin mit ihrer großen Delegation für zwei Tage auch in São Paulo. Neben Kontakten zu deutsch-brasilianischen Institutionen und Unternehmen ist das Ehepaar Köhler besonders an sozialen Einrichtungen interessiert, gemäß dem Leitthema des gesamten Staatsbesuchs: die soziale Verantwortung der Wirtschaft.

 

von Links Eva Luise Köhler, Horst Köhler, Angelika PohlmannZurück zum Kinderheim GIRASSOL (auf deutsch Sonnenblume). Seit wenigen Wochen weiß Angelika  Pohlmann, die Gründerin und Leiterin der sozialen Initiative, dass der Besuch des deutschen Staatsoberhauptes ansteht. Einerseits ist es eine große Ehre andererseits bereitet es ihr viele Sorgen und manch schlaflose Nacht. Wieso gerade GIRASSOL? Bisher war es Angelika Pohlmann und ihrer „rechten Hand" Roswitha Schirmer eher daran gelegen, nicht zu viel Aufsehen zu erregen. „Was wirklich zählt, ist das, was wir für die Kinder im GIRASSOL tun können", ist Angelikas Devise und „wir möchten in diesem Stadtbezirk nicht den Eindruck vermitteln, wir wären etwas Besonderes." Der deutsche Generalkonsul in São Paulo hält GIRASSOL aber für etwas Besonderes und hat die Visite für das Programm des Präsidenten vorgeschlagen. „Wir sind schon sehr aufgeregt bei den Vorbereitungen. Aber unser Kinderheim ist so sauber und gepflegt, dass wir jederzeit Staatsbesuch empfangen könnten, ohne uns schämen zu müssen. Wir vermitteln unseren Kindern beides: Freiheit und Verantwortung", kommentiert Roswitha Schirmer.

Im Mai 1992 legte Angelika mit einigen engagierten Freiwilligen den Grundstein für das Kinderheim GIRASSOL. "Ein Plastikeimer, drei Stockbetten, einige weitere Utensilien waren unser Startkapital auf einem verwahrlosten Grundstück von 3.500m². Dort zogen wir mit sieben Hilfe suchenden Kindern ein. Heute leben hier über 50." Mit diesen Worten stellt Angelika das Vorzeigeprojekt verhalten vor. Groβe Worte sind ihre Sache nicht.

Bundespräsident Köhler signiert FußbälleKinder führen "capoiera" vor

Die Begeisterung des Ehepaares Köhler ist echt, als sie auf der Treppe zum überdachten Sportplatz von über hundert Fähnchen schwingenden Kindern und Jugendlichen fröhlich begrüsst werden. Dort ist ein kleiner Empfang vorbereitet. Die Nationalhymnen werden von einer CD gespielt. Bei der eigenen singen die Jugendlichen kräftig mit. Von den Seitenrängen der hauseigenen Sportanlage haben sie die offizielle Zeremonie gut im Blick. Als der Bundespräsident sie besonders anspricht und sie auffordert ihre Zukunft mit Hilfe von GIRASSOL aktiv zu gestalten, applaudieren sie lang anhaltend. Einige von ihnen führen für die Gäste „capoiera" vor, eine Mischung aus Tanz und Kampfsport aus der Zeit der Sklavenbefreiung. Zum Rhythmus des „berimbau" klatschen die Jugendlichen auf den Rängen mit. Plötzlich springt der Funke über. Ergriffen von so viel Lebensfreude und Körperkunst klatschen Köhlers mit.

Bundespräsident Köhler zeigt signierten FußballAngelika Pohlmann spricht mit Eva Luise und Horst KöhlerDas Protokoll beginnt zu drängen. Weitere Termine stehen an und das Zeitfenster für GIRASSOL ist schon überschritten. Der Bundespräsident lässt sich nicht beirren. Zeit für einen Rundgang und Gespräche mit den Kindern und Jugendlichen muss da sein. Sein Weg führt ihn zuerst in das Ausbildungszentrum. Hier können Heranwachsende des Kinderheims und auch aus der angrenzenden "favela" Friseurinnen, Schneiderinnen, EDV-Fachleute oder Elektriker werden. Die insgesamt 200 Plätze sind sehr begehrt. Wer sich hier hat ausbilden lassen, findet in der Regel einen Job und hat damit den Grundstein gelegt für ein selbständiges Leben in der Megametropole.

Bundespräsident Köhler mit Kindern von GIRASSOL Angelika Pohlmann, Eva Luis Köhler und Horst Köhler mit Kindern von GIRASSOLDurch den hellen und modern eingerichteten Speiseraum gelangt das Präsidentenpaar in den eigentlichen Bereich des Kinderheims. Beide sind sichtlich gerührt. Sie fühlen sich wie in einer anderen Welt: Überall das Grün der zahlreichen Pflanzen, bunt bemalte Häuser der Wohn-, Schul- und Spielbereiche schimmern durch, Kinder laufen durch das Gelände, nehmen kaum Notiz von den Besuchern. „Das ist ja unglaublich schön," murmelt der Präsident seiner Begleiterin Angelika Pohlmann zu. Als die nunmehr kleine Gruppe Richtung Gemüsegarten steuert, winken die Sicherheitsleute ab. „Das Gelände ist zu offen in Richtung 'favela'." Schade. Die Kinder lernen im Garten den sorgsamen Umgang mit der Natur. Ein wichtiges Ziel in dieser grauen, schmutzigen Stadt, in der Häuser und Produktionsstätten dicht an dicht stehen.

Bundespräsident Köhler mit Kindern von GIRASSOLBevor die „Chefs" des Protokolls endgültig die Nerven verlieren, hat der Bundespräsident ein Einsehen. Eben noch ein kurzes Interview für Sven Kunze von der ARD auf dem Weg zum Ausgang. Hände werden noch einmal geschüttelt. Ein Satz noch zu Angelika Pohlmann: „Ein Bespiel wie dieses gibt Hoffnung."

Herr und Frau Köhler entschwinden wieder in der gepanzerten Limousine mit der Bundesstandarte. Die Kolonne setzt sich wieder in Bewegung vorbei an den Anwohnern, die auf ihren Balkonen und Fenstern ausgeharrt haben und sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Die Hundertschaft der schwer bewaffneten Polizei zieht ab, die Straße wird wieder frei gegeben. Zurück im Kinderheim GIRASSOL bleiben die Angestellten, die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, glücklich aber total erschöpft. Es war mit 33 Grad seit langem der heißeste Tag.


Michael Krambrock aus São Paulo,o9.März 2007

 

 

 

 

Weitere Bilder von diesem besonderen Tage:

Besuch_Bundespraesident_Girassol-01
Besuch_Bundespraesident_Girassol-02
Besuch_Bundespraesident_Girassol-03
Besuch_Bundespraesident_Girassol-04
Besuch_Bundespraesident_Girassol-05
Besuch_Bundespraesident_Girassol-06
Besuch_Bundespraesident_Girassol-07
Besuch_Bundespraesident_Girassol-08
Besuch_Bundespraesident_Girassol-09
Besuch_Bundespraesident_Girassol-10
Besuch_Bundespraesident_Girassol-11
Besuch_Bundespraesident_Girassol-12
Besuch_Bundespraesident_Girassol-13
Besuch_Bundespraesident_Girassol-14
Besuch_Bundespraesident_Girassol-15
Besuch_Bundespraesident_Girassol-16
Besuch_Bundespraesident_Girassol-17
Besuch_Bundespraesident_Girassol-18
Besuch_Bundespraesident_Girassol-19
Besuch_Bundespraesident_Girassol-20
Besuch_Bundespraesident_Girassol-21
Besuch_Bundespraesident_Girassol-22
Besuch_Bundespraesident_Girassol-23
Besuch_Bundespraesident_Girassol-24
Besuch_Bundespraesident_Girassol-25
Besuch_Bundespraesident_Girassol-26
Besuch_Bundespraesident_Girassol-27
Besuch_Bundespraesident_Girassol-28
Besuch_Bundespraesident_Girassol-29
Besuch_Bundespraesident_Girassol-30
Besuch_Bundespraesident_Girassol-31
Besuch_Bundespraesident_Girassol-32
Besuch_Bundespraesident_Girassol-33
Besuch_Bundespraesident_Girassol-34
Besuch_Bundespraesident_Girassol-35
Besuch_Bundespraesident_Girassol-36
Besuch_Bundespraesident_Girassol-37
Besuch_Bundespraesident_Girassol-38
Besuch_Bundespraesident_Girassol-39
Besuch_Bundespraesident_Girassol-40
Besuch_Bundespraesident_Girassol-41
Besuch_Bundespraesident_Girassol-42
Besuch_Bundespraesident_Girassol-43
Besuch_Bundespraesident_Girassol-44
Besuch_Bundespraesident_Girassol-45
Besuch_Bundespraesident_Girassol-46
Besuch_Bundespraesident_Girassol-47
Besuch_Bundespraesident_Girassol-48
Besuch_Bundespraesident_Girassol-49
Besuch_Bundespraesident_Girassol-50
Besuch_Bundespraesident_Girassol-51
Besuch_Bundespraesident_Girassol-52
Besuch_Bundespraesident_Girassol-53
Besuch_Bundespraesident_Girassol-54
Besuch_Bundespraesident_Girassol-55
Besuch_Bundespraesident_Girassol-56
Besuch_Bundespraesident_Girassol-57
Besuch_Bundespraesident_Girassol-58
Besuch_Bundespraesident_Girassol-59
Besuch_Bundespraesident_Girassol-60
Besuch_Bundespraesident_Girassol-61
Besuch_Bundespraesident_Girassol-62
Besuch_Bundespraesident_Girassol-63
Besuch_Bundespraesident_Girassol-64
Besuch_Bundespraesident_Girassol-65
Besuch_Bundespraesident_Girassol-66
Besuch_Bundespraesident_Girassol-67
Besuch_Bundespraesident_Girassol-68
Besuch_Bundespraesident_Girassol-69
Besuch_Bundespraesident_Girassol-70
Besuch_Bundespraesident_Girassol-71
Besuch_Bundespraesident_Girassol-72
Besuch_Bundespraesident_Girassol-73
Besuch_Bundespraesident_Girassol-74
01/74 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

Meine "Berührung" mit GIRASSOL

São Paulo, die Wirtschaftsmetropole Brasiliens, ist mit seinen rund 20 Millionen Einwohnern eine Stadt mit vielen und starken Kontrasten. Entweder mag man die Stadt oder man mag sie nicht, ein „etwas mögen" oder „mehr oder weniger mögen" scheint es nicht zu geben. Trotz der immensen sozialen Probleme, Klassenunterschiede und Kriminalität mag ich São Paulo. Hierzu hat wesentlich die Herzlichkeit der brasilianischen Bevölkerung beigetragen, der ich bei meinem letzten Besuch in São Paulo im April dieses Jahres erneut begegnet bin.Was mich aber auch immer wieder fesselt und begeistert, ist die Hingabe, mit der viele Menschen versuchen, die enormen sozialen Probleme und die große Not, mit denen vor allen Dingen Kinder und Jugendliche in diesem Land leben müssen, zu lindern. Diese Hilfe ist in dem fünftgrößten Land der Erde und den über Jahrhunderte entstandenen Missständen zwar nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber bewundernswert, einzigartig und vor allen Dingen sinnvoll und notwendig.

Ich habe das große Glück gehabt, vor einigen Jahren zum ersten Mal mit dem Kinderheim „GIRASSOL" in Berührung zu kommen. Seitdem ist für mich bei jeder Reise nach São Paulo ein Besuch bei „GIRASSOL" nicht nur obligatorisch , sondern ein beglückendes Erlebnis. „GIRASSOL" ist mit seinen kleinen, bunt gestrichenen Häusern, sauberen Wegen, wunderschönen Blumen und Grünpflanzen und einem üppigen Gemüsegarten eine „Oase" inmitten von "favelas" und einem ärmlichen Wohngebiet am Stadtrand von São Paulo. Was diese Oase aber am meisten auszeichnet, sind die strahlenden Gesichter von 50 Kindern und Jugendlichen im Alter von wenigen Wochen bis 18 Jahren. Alle Kinder und Jugendliche kommen aus extrem armen Problemfamilien (Alkohol, Drogen, Kriminalität und andere Probleme) und haben, durch die Vermittlung der offiziellen Jugendbehörden, in „GIRASSOL" ein Zuhause gefunden, in dem sie behütet und geordnet aufwachsen können. Besonders die kleineren Kinder freuen sich über Besucher, und es ist immer wieder ein überwältigender Moment für mich, wenn sie mich an die Hand nehmen, um mir ihre Zimmer, Spielecken, Blumen oder den Garten zu zeigen. Aber auch die Angestellten (Pädagogin, Lehr- und Kindergartenkräfte, Köchin und Putzhilfen) strahlen mit der Gewissheit, für etwas Gutes tätig zu sein, Zufriedenheit aus.

Bis hierher liest es sich so, als ob es alles so einfach wäre. Aber hinter dem Erfolg von „GIRASSOL" steht als „Seele" Angelika Pohlmann. Verheiratet und mit einer Familie von 4 verheirateten Kindern und 6 Enkelkindern selbst gut ausgelastet, hat sie in den vergangenen 14 Jahren keine Zeit und Mühen gescheut, um mit Hingabe, eiserner Disziplin und vor allen Dingen ihrer Liebe zu Kindern „GIRASSOL" mit ausschließlich privaten Spenden aufzubauen. Hierbei stehen ihr seit vielen Jahren aufopferungsvoll Roswitha Schirmer sowie freiwillige Helferinnen und Helfer zur Seite.

Vor 3 Jahren hat sie begonnen, wiederum mit ausschließlich privaten Spenden, neben dem Kinderheim eine Ausbildungsstätte zu schaffen, in der heute in verschiedenen Kursen jährlich 180 Jugendliche aus ärmlichsten Verhältnissen kommend den Friseur-, Kosmetikerinnen-, Schneiderinnen- Informatik- und Verwaltungsberuf erlernen können. Großer Beliebtheit erfreut sich in den umliegenden "favelas" auch das Lädchen auf dem Gelände von „GIRASSOL", in dem Kleidung, Schuhwerk und andere Dinge (stammt alles aus Spenden) zu Niedrigstpreisen verkauft werden. Die Verkaufserlöse sind neben den privaten Spenden und Mitgliedsbeiträgen eine weitere Finanzierungsquelle für das Kinderheim „GIRASSOL".

Angelika Pohlmann ist ein Glücksfall für die Menschheit. Ich freue mich jetzt schon darauf, bei meiner nächsten Reise nach São Paulo ihr Kinderheim „GIRASSOL" besuchen zu können. Hier weiß ich und kann mich selbst überzeugen, dass mein sehr bescheidener Beitrag gut und sinnvoll aufgehoben ist. Nun hat bei weitem nicht jeder die Gelegenheit, nach São Paulo zu reisen. Wer also Lust und Interesse hat, mehr über das Kinderheim „GIRASSOL" in Erfahrung zu bringen, kann sich hier in Deutschland an den „Förderverein Girassol e.V." wenden.

von Wilhelm Zeise - 09.09.2006

Drucken E-Mail

Im GIRASSOL wird gern gefeiert ...

"Festa Junina" im Kinderheim

Spielende Kinder im Lar GIRASSOLEs gibt zwei Erklärungen für das Fest im Juni:

Die Festa Junina ist eine brasilianische Tradition portugiesischen Ursprungs. In Brasilien werden mit den "Festas Juninas" gleich drei wichtige katholische Heilige gefeiert, Antonius von Padua (13. Juni), Johannes (24. Juni) und Petrus (29. Juni). 

Historisch geht sie auf die aber auf die heidnischen Bräuche und Feste zur Sonnenwende zurück.

Durch die Kolonisierung brachten die Portugiesen dieses großartige bunte, religiöse Volksfest nach Brasilien. Jedoch auch andere Länder wie China - durch große Feuerstellen, Knaller und Feuerwerkskörper -, Frankreich, Spanien und Portugal durch ihre typischen Volkstänze mit Trachten und Bändern und froher Musik, übten Einfluss auf die heutige Gestaltung aus. Alle diese kulturellen Elemente wurden mit der Zeit vermischt durch die brasilianische Kultur: Indianer, afrikanische Sklaven, europäische Einwanderer ...

2008 08 Junina02Weil im Juni die Maisernte ist - darf bei keiner "Festa Junina" der Mais fehlen. Dieser wird in vielen Arten angerichtet und serviert, u.a. pipoca. Hinzu kommen Süßkartoffel, heißer Rotwein, Kuchen und vieles mehr.

Je nach Region von Brasilien wird dieses einzigartige religiöse Volksfest auf eine andere Art und Weise gefeiert. Im trockenen Norden des Landes dankt man z.B. den drei Heiligen São João, São Pedro und Santo  Antonio für den Regen.

Heutzutage reisen zu diesem Fest viele Touristen an.

Für die Kinder und Jugendlichen von GIRASSOL ist die Festa Junina einer der Höhepunkte im Jahr. Mit Freude und Ausgelassenheit sind alle gern dabei. Aber sehen Sie selbst:

2010-06-junina-01
2010-06-junina-02
2010-06-junina-03
2010-06-junina-04
2010-06-junina-05
2010-06-junina-06
2010-06-junina-07
2010-06-junina-08
2010-06-junina-09
2010-06-junina-10
2010-06-junina-11
2010-06-junina-12
2010-06-junina-13
2010-06-junina-14
2010-06-junina-15
2010-06-junina-16
01/16 
start stop bwd fwd

Drucken E-Mail

Besuch im GIRASSOL

Vor drei Wochen kamen wir von einer Südamerikareise zurück, während der wir auch in São Paulo waren, um das Kinderheim GIRASSOL zu besuchen. Wir waren sehr beeindruckt von dem, was wir dort sahen und erlebten!

Sehr gut gefallen hat uns auch das neue Ausbildungszentrum für Jugendliche aus der Umgebung, für uns ein ein sehr interessanter und zukunftsweisender Schritt. Unsere Bewunderung gilt Angelika Pohlmann, die das alles aufgebaut hat und wir wünschen ihr weiterhin viel Kraft und Erfolg für ihr Werk.

Auf diesem Wege nochmals vielen Dank für diesen schönen und interessanten Tag!

von Margot und Jürgen Behn - 22.04.2006

Drucken E-Mail

Schöne Zeit

Ja, die Zeit im GIRASSOL wird für alle, die dort waren - egal für wie lange - in Erinnerung bleiben. Es ist ein bunter Stern in mitten der Tristesse der "favelas".

Ich habe Ende 2003 für knapp drei Monate zusammen mit Anna im GIRASSOL mit den Kindern und den Hauptamlichen und Ehrenamtlichen verbringen dürfen. Es war wunderbar zu sehen, mit wieviel Liebe und immer wieder neuer Kraft an diesem Ort gearbeitet wird. Und dazu noch die enorme Arbeit im Hintergrund, die nicht nur Stunden, sondern Tage, ja manchmal Tage und Nächte geradezu "auffrißt", nicht wahr Angelika? Ihr leistet wirklich Wunderbares und könnt stolz auf Eure Arbeit sein.

Gerne würde ich nochmals kommen und mithelfen, was mit meinen zwei kleinen Mädchen, die mir in der Zeit seit damals geschenkt wurden, leider etwas schwieriger geworden ist. Aber wer weiß, was die Zeit noch alles mit sich bringt.

Allen einen ganz lieben Gruß
Christine

von Christine Bertele - 20.03.2006

Drucken E-Mail

Eine Erfahrung fürs Leben!

Es ist jetzt beinahe vier Jahre her, dass ich bei Lar Social GIRASSOL als freiwillige Mitarbeiterin tätig war. Die wundervolle Website und das Durchblättern meines Fotoalbums wecken viele schöne Erinnerungen. Nach meinem Studium hatte ich den großen Wunsch, als Freiwillige, am liebsten in einem Kinderheim in Brasilien, zu arbeiten. Über die Familie Van Schaik bekam ich Kontakt zu Angelika Pohlmann, die es mir ermöglichte, im Juli und August 2001 auf freiwilliger Basis gut vier Wochen lang das Team von GIRASSOL zu unterstützen. Als ich am ersten Tag ankam, klammerten sich gleich ein paar kleine Kinder an mich und ließen mich nicht mehr los. Innerhalb weniger Tage lernte ich auch alle anderen Kinder kennen, große und kleine. Einige Kinder lebten schon Jahre, andere gerade mal eine Woche oder einen Monat dort, einige waren allein, andere wohnten gemeinsam mit ihren Geschwistern in GIRASSOL. Allesamt Kinder mit einer eigenen Geschichte, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr bei ihren Eltern oder ihrer Familie wohnen konnten. Einige waren eher zurückhaltend, andere kamen sofort auf einen zu, aber neugierig waren sie alle. Die Neugierde auf mich und mein Umfeld bestimmte deshalb in den ersten Tagen meinen Aufenthalt. Der herzliche Empfang durch die Kinder und die Mitarbeiter gab mir das Gefühl, willkommen zu sein. Mein Portugiesisch war laut der Kinder ungemein erheiternd und bei jedem kleinen Grammatikfehler schüttelten sie sich vor Lachen. Die älteren Kinder und die Mitarbeiter versuchten zum Glück, mir bei meinen Sprachproblemen zu helfen. Als Neuankömmling begreift man schnell, dass das Führen eines Kinderheims wie GIRASSOL eine enorme Aufgabe ist. Morgens werden die Kleinen aus dem Bett geholt und angezogen. Die größeren Kinder ziehen sich selbst an und machen anschließend ordentlich ihr Bett. Frühstücken, Zähne putzen und dann geht es in die Schule. Danach Mittagessen, Spielen, Duschen, Essen, Spielen oder Fernsehen, Zähne putzen und dann ins Bett. Ein Ritual, wie es jedes Kind in einer normalen Familie täglich erlebt, nur dass dies hier 50 Kindern gleichzeitig tun. Das bedeutet jede Menge Einkäufe, Berge von Essen kochen, Unmengen Kinderkleidung waschen und trocknen und viel Putzarbeit.

Da die "tias" (brasilianisches Wort für Tante - tia, bzw. Onkel - tio; so werden alle Mitarbeiter von den Kindern genannt) schon damit ausgelastet sind, die täglichen Arbeiten zu verrichten und die Kinder im Auge zu behalten, ging es vor allem darum, den Kindern besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Während meines Aufenthalts habe ich hauptsächlich mit ihnen gespielt, Gesellschaftsspiele gemacht, gebastelt, gemeinsam mit den Kindern die Spielzimmer aufgeräumt, und ihnen bei den täglichen Hausaufgaben in der kleinen Schule von GIRASSOL geholfen. Die Kinder haben diese besondere Aufmerksamkeit genossen, aber es war nicht immer einfach. Einige Kinder hatten Konzentrationsprobleme und fanden es schwierig mit den übrigen Kindern zusammenzuarbeiten. Andere hatten aggressive Phasen oder waren einfach nur sehr ruhig. Da die Kinder schon bereits früh viele traumatische Erlebnisse gemacht haben, war es manchmal schwierig mit ihnen in Kontakt zu kommen oder sie für die Projekte zu begeistern. Das macht deutlich, wie wichtig es ist, den Kindern Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken und ihr Vertrauen zu gewinnen. Dass sich die Kinder auch gut für ihre eigenen Interessen einsetzen können, zeigt sich in ihrem Enthusiasmus, ihrem Lerneifer und ihrer Neugierde. Die Kinder standen Schlange, um mit mir Memory zu spielen oder Giraffen und Elefanten aus Kartons zu basteln. Und natürlich wollten sie alles wissen: Tia Melisa, wo liegt Kolumbien noch mal? Nein, Joseline, ich komm nicht aus Kolumbien sondern aus Holland! Wie sieht Schnee aus? Ist Schnee wirklich so kalt? Sprecht ihr in den Niederlanden Chinesisch oder Englisch? Tia, wenn du hier wirklich nicht bleibst, wer bekommt dann dein Schlafzimmer, wenn du wieder nach Hause fährst? Und Tia, kannst du dafür sorgen, dass ich auch so einen Rucksack bekomme wie Tatiane, ich möchte auch so einen mit Rädern, den man wie einen Koffer benutzen kann? Ich habe versucht, allen Kindern die gleiche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Manchmal sehr aktiv mit kleinen Bastelprojekten, aber auch damit, einfach gemeinsam am Tisch zu sitzen und zu plaudern, mit allen zusammen fernzusehen oder ihnen Zuwendung zu geben, sie zu knuddeln und festzuhalten.

Wenn ich nun auf meine Zeit dort zurückblicke, kann ich nur sagen, dass ich großen Respekt vor der Einrichtung GIRASSOL und ihren Mitarbeitern habe. Sie ist ein wundervolles Kinderheim und zugleich ein „sicherer Hafen" für unterprivilegierte brasilianische Kindern, die dort eine sorgenfreie Kindheit und Jugend verbringen können. Sie erhalten viele Liebe und Aufmerksamkeit und werden dabei auf eine gute Zukunft vorbereitet. Ich war überrascht über das herrliche und gesunde Essen der Küche in GIRASSOL (zweimal täglich eine warme Mahlzeit, von den Köchinnen mit Liebe zubereitet!), die Liebe und das Engagement der Mitarbeiter, die für die Kinder überaus wichtige Ordnung und Regelmäßigkeit, die gepflegten Kinderzimmer, die die Kinder selbst aufräumen und sauber halten und die positive Atmosphäre, die trotz des Kummers der Kinder im ganzen Kinderheim zu spüren ist!

Letztes Jahr war ich wieder in Brasilien und habe natürlich auch bei GIRASSOL vorbeigeschaut. Es war beeindruckend, die Kinder und Tias wieder zu sehen, insbesondere die größeren Mädchen, mit denen ich viel Kontakt hatte. Ich habe auch eine Führung durch das neue Ausbildungszentrum bekommen, in dem auch die Erwachsenen aus der näheren Umgebung die Chance auf Weiterbildung in Form von Lese- und Schreibunterricht, Computerkursen und anderen Fachkursen bekommen. Ein großer neuer Sportplatz bietet den Kindern genügend Raum zum Fußball spielen und für andere Sportarten. GIRASSOL ist und bleibt ein großartiges Projekt. Großen Respekt habe ich vor dem Engagement von Angelika Pohlmann, die GIRASSOL gegründet und zu dem gemacht hat, was es nun ist! Angelika hängt mit ganzem Herzen an GIRASSOL und den Kindern und arbeitet täglich sehr hart, um den Betrieb des Kinderheims und des neuen Ausbildungszentrums in Gang zu halten und Gelder zu besorgen.

Meine Zeit bei den Kindern und Mitarbeitern von GIRASSOL war eine einzigartige Erfahrung! Was ich dort gesehen und gelernt habe, die Begegnungen, die Gespräche, der Kummer, die Freude, die Wünsche, Träume, Chancen und Möglichkeiten werde ich in meinem ganzen Leben nicht vergessen!

Ich hoffe von ganzem Herzen, dass GIRASSOL in Zukunft noch vielen unterprivilegierten Kindern eine sorgenfreie Kindheit und die Chance auf eine gute Zukunft bieten kann!

Herzliche Grüße,
Melissa Breedijk
Amsterdam, Holland

von Melissa Breedijk - 03.12.2005

Drucken E-Mail

Ich vermisse euch so!

An meine lieben Girassóis !

Die Sehnsucht hat mich beim Anblick der Homepage gepackt und lässt mich nicht mehr los. Ein dicker Kloß steckt in meinem Hals und will sich nicht auflösen.Ihr fehlt mir immer noch , obwohl es nun fast ein jahr her ist, dass wir uns täglich in die Arme nehmen konnten, uns streiten und liebhaben konnten, mit und voneinander lernen durften. Mit Worten kann ich nicht sagen, wie schön es mit euch war. Anstrengend, ja das war es, aber schön. Ich hoffe, auch ihr habt etwas von dem behalten, was ich euch gezeigt habe.

Nein Jéssica, nach Deutschland kann man nicht schwimmen und ja Fátima, auch in Deutschland gibt es was zu essen.
Ich habe vor allem die Sprache mit euch gelernt - ihr kanntet keine Gnade: Tia, welche TÜR?....Ach, du meinst das TOR!...
Es ist gut zu wissen, dass es euch gut geht, ich brenne auf unser Wiedersehen im Februar, wie ich es versprochen hab. Bin mal gespannt, was ihr sagt, wenn ihr hört, dass Tia Anna diesmal nicht nur kurz zu Besuch ist, sondern nochmal einen Monat bei euch bleibt.

Ich habe ein halbes Jahr im GIRASSOL gearbeitet, nach meinem Abitur 2003 an der Humboldtschule in São Paulo. Seit der 9. Klasse (da wusste ich nicht, dass ich eines Tages nach Brasilien ziehen würde) war mein Ziel, nach dem Abi im Kinderheim in Brasilien zu arbeiten. Wo und wie wusste ich nicht. Nach meinem Umzug gab mir Anke Mader Angelikas Nummer und es kostete einige Überredungskunst sie zu überzeugen.

Liebe Angelika!

Danke, dass Du es mir, trotz Bedenken den Voluntärinnen gegenüber, ermöglicht hast, meinen Traum im GIRASSOL zu verwirklichen. Wir wissen, dass es nicht immer leicht ist, aber doch immer schön! ich vermisse euch! Ich vermisse GIRASSOL, wo die Kinder Kinder sein dürfen, für's Leben lernen und Liebe kriegen, die ihnen hilft, ihr Schicksal zu tragen. An alle "Tias" und die beiden "Tios" im GIRASSOL, es war super mit euch zu arbeiten, auch nicht immer einfach, aber schön. Ich wurde, nach anfänglicher Skepsis, mit offenen Armen empfangen. Selten habe ich Erachsene erlebt, die sich mit soviel Hingabe und Zuneigung um andere Kinder kümmern. Auch auf euch freue ich mich total.

Meine lieben Kiddies,
Vielen Dank für alles.
Ich liebe Euch, das wisst Ihr.

Obrigada por tudo que Vocês me deram.

Eure Tia Anna

von Anna Punke - 01.02.2005

Drucken E-Mail

Meine Zeit im Lar Social GIRASSOL

Ein prägendes Erlebnis – Meine Zeit im Lar Social GIRASSOL:

Es sind die großen, braunen Kinderaugen, die oft lachten aber manchmal auch weinten, an die ich mich immer wieder erinnere. Ich verbrachte 3 Monate im Kinderheim GIRASSOL in São Paulo, um dort als Voluntärin mitzuhelfen. Mein Name ist Kerstin Stumpp und ich bin 20 Jahre alt. Nachdem ich im letzten Jahr Abitur gemacht hatte, war es ein Wunsch von mir, in einer sozialen Institution im Ausland für eine bestimmte Zeit zu helfen, um vielleicht wenigstens einen kleine Hilfe für Menschen zu sein, die auf die Zuwendung anderer angewiesen sind.

Durch meinen Vater, der mit der Familie Pohlmann schon länger in Kontakt stand, lernte ich Angelika Pohlmann kennen, die nicht nur eine der Gründerinnen, sondern im Prinzip die Mutter des Kinderheims GIRASSOL ist. Ich habe (zwar in meinem kurzen Leben, aber immerhin) nie jemanden kennengelernt, der sich mit soviel Liebe und Aufopferung für das Wohl anderer Menschen, in diesem Fall, für die Kinder einsetzt.

Angelika Pohlmann ermöglichte es mir, von März 2004 bis Juni 2004 im Kinderheim GIRASSOL in São Paulo zu arbeiten. Ich bekam dort ein Zimmer und wohnte während meiner Zeit in Brasilien dort.

Es war mein erstes Mal in Brasilien und nie zuvor hatte ich wirkliche Armut mit eigenen Augen gesehen. Schon auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt boten sich mir Bilder, wie ich sie eben noch nie gesehen hatte. Der Flughafen befindet sich am Stadtrand und gerade dort befinden sich ja bekanntlich die Favelas, die Armenviertel, in denen die Menschen in großer Armut leben müssen, weil sie mit der Hoffnung, Arbeit zu finden, in die Städte kommen, dort jedoch meist erfolglos bleiben.

Auch das Kinderheim „Lar Social GIRASSOL" befindet sich inmitten einer solchen "favela", die allerdings erst nach der Gründung dessen um das Kinderheim herumwuchs, weil sich die "favelas" in Richtung Stadtrand immer weiter ausbreiten.

Das Kinderheim an sich ist in meinen Augen wunderschön. Es ist mit soviel Mühe und Herzlichkeit eingerichtet und man sieht, mit wieviel Liebe sich alle Ehrenamtlichen und Angestellten darum bemühen, ein bestmögliches Zuhause für die bedürftigen Kinder zu schaffen.

Ich half in den verschiedensten Bereichen mit. Ich spielte, bastelte und malte mit den Kindern, ich half, soweit es meine Portugiesischkenntnisse zuließen, bei den Hausaufgaben und bei beim Verteilen des wunderbaren Essens, das die Köchin täglich zauberte. Vor allem aber war es für die Kinder wahrscheinlich eine Bereicherung, dass eine weitere Person anwesend war, die ihnen ein wenig Aufmerksamkeit geben konnte, sie z.B. einfach in den Arm nehmen konnte. Eine Aufmerksamkeit, die diese Kinder so dringend brauchen, weil sie ihnen von ihren Familien aus den verschiedensten Gründen nicht gegeben werden kann. Viele der Kinder kommen aus sehr zerrütteten Familienverhältnissen. Sie stammen aus Familien, in denen Armut und dadurch oft Drogen und Alkohol eine zu große Rolle spielen. Familien, in denen ihnen oft keine Liebe, sondern Misshandlung und Erniedrigung entgegengebracht wurde.

Durch gerichtliche Beschlüsse erhalten solche Kinder die Möglichkeit, z.B. im GIRASSOL eine menschenwürdige Kindheit zu verbringen und vor allem eine Grundlage für ihr weiteres Leben zu schaffen. Sie erhalten dort nicht nur die grundlegende Verpflegung, die ein Mensch zum Leben benötigt, sondern sie besuchen die Schule und haben weiter die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten und Talente in verschiedenen Kursen im neuen Ausbildungszentrum, das an das Kinderheim angeschlossen wurde, auszubauen und sich dadurch vielleicht Möglichkeiten für ihre Zukunft zu schaffen.

Leider, und das ist einer der schwierigen Aspekte, mit denen man sich bei einer solchen Arbeit sehr intensiv auseinandersetzen muss, sind die Kinder durch ihre schlimme Vergangenheit stark geprägt und daher oft psychisch geschädigt.
Dies äußerte sich auch während meiner Zeit dort z.B. durch Aggressionen von Seiten der Kinder. Agressionen, die sich nicht nur gegen andere Kinder, sondern sogar gegen Angestellte richteten. Einige Kinder hatten nie zuvor gelernt, sich an bestimmte Regeln und Abläufe zu halten, weil sich niemand um sie gekümmert hatte und nun war es für sie schwer, zu akzeptieren und zu verstehen, dass in einem geregelten Leben bestimmte Regeln und Pflichten zu beachten sind.
Obwohl die Kinder psychologische Hilfe haben, schien es bei manchen Kindern nicht möglich, sie „von ihrer Vergangenheit zu heilen", weil sie sich bereits zu sehr in ihre Seelen gefressen hat. Aber gerade das zeigt ja, wie wichtig es ist, diesen Kindern Aufmerksamkeit zu schenken, sich diesen Kindern zuzuwenden und zu versuchen, ihnen das Gefühl von Einsamkeit und Ungeliebtheit zu nehmen. Denn nur, wenn man ihnen dabei hilft, wird es möglich und es ist ein langer Prozess. Die Kinder müssen das Selbstvertrauen, das ihnen genommen wurde, wiedergewinnen. Daher ist es sehr gut, dass die Kinder im GIRASSOL verschiedene Kurse besuchen können und die verschiedensten Dinge lernen. So können sie Selbstbestätigung erfahren und dadurch Selbstbewusstsein entwickeln. Vor allem aber bereiten sie sich auf ihre Zukunft vor.

Ich erinnere mich so gerne an die vielen Umarmungen der Kinder, die vielen lustigen und schönen Momente, die ich mit ihnen erlebt habe und an ihre lachenden Augen. Leider aber haben eben diese Augen nicht immer gelacht, sondern oft auch das große Bedürfnis nach Zuneigung ausgestrahlt. Oft waren die Kinder sehr „schwierig", aber gerade das spricht für ihre große Bedürftigkeit.

Wie wunderbar es ist, dass sie an Orten wie dem Kinderheim „Lar Social GIRASSOL" ein Zuhause, Wärme und Geborgenheit erfahren. Ich hoffe, dass noch viele, viele Kinder dort Zuflucht finden werden.

Für mich war die Zeit dort ein sehr prägendes Erlebnis.
Niemals werde ich diese Augen vergessen.

von Kerstin Stumpp - 29.08.2004

Drucken E-Mail

Eröffnung des Ausbildungszentrums

Am 21. September 2003 fand die feierliche Eröffnung des neuen Ausbildungszentrums in GIRASSOL statt. Neben den Kindern waren viele Freunde, Förderer und geladene Gäste anwesend. Für die Gründerin von GIRASSOL, Angelika Pohlmann, war es sicherlich einer der bewegendsten Tage in ihrem Leben. Die Fotos sollen einen Eindruck von der Freude dieses Tages vermitteln:

2003-09-Eroeffnung-BBZ-01
2003-09-Eroeffnung-BBZ-02
2003-09-Eroeffnung-BBZ-03
2003-09-Eroeffnung-BBZ-04
2003-09-Eroeffnung-BBZ-05
2003-09-Eroeffnung-BBZ-06
2003-09-Eroeffnung-BBZ-07
2003-09-Eroeffnung-BBZ-08
2003-09-Eroeffnung-BBZ-09
2003-09-Eroeffnung-BBZ-10
2003-09-Eroeffnung-BBZ-11
2003-09-Eroeffnung-BBZ-12
2003-09-Eroeffnung-BBZ-13
2003-09-Eroeffnung-BBZ-14
2003-09-Eroeffnung-BBZ-15
2003-09-Eroeffnung-BBZ-16
2003-09-Eroeffnung-BBZ-17
2003-09-Eroeffnung-BBZ-18
2003-09-Eroeffnung-BBZ-19
2003-09-Eroeffnung-BBZ-20
2003-09-Eroeffnung-BBZ-21
2003-09-Eroeffnung-BBZ-22
2003-09-Eroeffnung-BBZ-23
2003-09-Eroeffnung-BBZ-24
2003-09-Eroeffnung-BBZ-25
2003-09-Eroeffnung-BBZ-26
2003-09-Eroeffnung-BBZ-27
2003-09-Eroeffnung-BBZ-28
2003-09-Eroeffnung-BBZ-29
2003-09-Eroeffnung-BBZ-30
2003-09-Eroeffnung-BBZ-31
2003-09-Eroeffnung-BBZ-32
2003-09-Eroeffnung-BBZ-33
2003-09-Eroeffnung-BBZ-34
2003-09-Eroeffnung-BBZ-35
2003-09-Eroeffnung-BBZ-36
2003-09-Eroeffnung-BBZ-37
2003-09-Eroeffnung-BBZ-38
2003-09-Eroeffnung-BBZ-39
2003-09-Eroeffnung-BBZ-40
2003-09-Eroeffnung-BBZ-41
2003-09-Eroeffnung-BBZ-42
2003-09-Eroeffnung-BBZ-43
2003-09-Eroeffnung-BBZ-44
2003-09-Eroeffnung-BBZ-45
2003-09-Eroeffnung-BBZ-46
2003-09-Eroeffnung-BBZ-47
2003-09-Eroeffnung-BBZ-48
2003-09-Eroeffnung-BBZ-49
2003-09-Eroeffnung-BBZ-50
2003-09-Eroeffnung-BBZ-51
01/51 
start stop bwd fwd

 

Drucken E-Mail

Bilder von Bau des Ausbildungszentrums

Der Bau des Ausbildungszentrum

Die Verantwortlichen von GIRASSOL planten schon länger, dass unbebaute Grundstück neben dem Kinderheim zu erwerben, um dort für die älter werdenden Kinder des Heimes und für Kinder aus der angrenzenden "favela" ein Ausbildungszentrum zu bauen. Nun konnte dieses Projektvorhaben zur Förderung bei "Sternstunden e.V. -  wir helfen Kindern" vom Bayerischen Rundfunk eingereicht werden.

Insgesamt überzeugten das vorgelegte Projektkonzept und die Grundidee des Vereins bei „Sternstunden" so sehr, dass die Finanzierung des Neubaus aus Spendenmitteln von "Sternstunden" zugesagt wurde.

Nachdem etliche bürokratische Hindernisse überwunden waren, konnte im Januar 2003 endlich mit dem Bau begonnen werden.

Die folgenden Bilder sollen Ihnen von den verschiedenen Phasen des Neubaus einen Eindruck geben.

Betonmischer
Eingangsbereich im Bau
Haupteingang
Haupteingang vd Seite
Hauptteil von unten
Haupttreppe von unten
Innenausbau
Innenhof2
Kueche von unten
Leitungen
Neubau von unten
Rohbau01
Rohbau2
Rohbau3
Rohbau4
Rohbau5
Rohbaufertig01
Rohbaufertig02
Rohbaufertig03
Sanitaer
Seitenfront
Speisesaal_u_Favella
Sportplatz
01/23 
start stop bwd fwd

 

Drucken E-Mail