ZoomMeeting

Pandemie erzwingt verändertes Handeln

CORONA macht es uns derzeit unmöglich, selbst nach Brasilien zu reisen, um uns vor Ort zu informieren, auszutauschen und anliegende und zukünftige Projekte zu besprechen . . . So griffen auch wir beim Förderverein erstmals zu den angesagten Kommunikationsmitteln in Panademiezeiten und trafen uns kürzlich virtuell mit den Herren Julio Kampff (neuer Vorstandsvorsitzender unseres lokalen Trägervereins SBA) und Thomas Polisaitis (Geschäftsführer der SBA) zum Zoomcall. Thema waren die fortlaufende Verteilung und Finanzierung der Lebensmittelpakete an die Familien der GIRASSOL-Kinder und -Berufsschüler; wie der virtuelle Unterricht funktioniert/angenommen wird und wie, voraussichtlich im September, die Wiederaufnahme des Betriebes (wahrscheinlich mit anfangs nur 35% der Kinder und Jugendlichen) aussehen könnte. Innerhalb des Kreises unserer Belegschaft, den Kids und Azubis waren 11 bestätigte COVID-19-Infektionen zu verzeichnen, von denen 3 stationär behandelt werden mussten, die aber mittlerweile auf dem Weg sind, gesund zu werden. 2020 ist auf der ganzen Welt eine wahrhafte Herausforderung. Aber mit vereinten Kräften, umsichtig-vorausschauendem Handeln und Dank Ihrer aller Unterstützung kommen wir bisher ganz gut durch diese Krise. Noch ist es uns möglich alle Gehälter zu bezahlen und niemanden zu entlassen, „unseren“ Familien die Angst vor Hunger zu nehmen und in ständiger Verbindung mit unseren Kindern, Auszubildenden und deren Familien zu sein.

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Sommerbrief 2020

Liebe GIRASSOL-Freunde,

es fällt nicht leicht, einen Anfang für den GIRASSOL-Sommerbrief 2020 zu finden. Das neue Schuljahr hatte ganz normal begonnen: Kinder, Auszubildende, Lehrkräfte und die übrigen Mitarbeiter hatten sich aufeinander eingespielt. Lehren und Lernen wurden begleitet vom üblichen „Schullärm“, der sonnigen Wärme des Spätsommers und dem Geklapper und den Düften aus der Küche. GIRASSOL vibrierte in der hoffnungsfrohen Erwartung an das Schuljahr 2020!

Nach Karneval begann sich jedoch auch in Brasilien der Ernst der Corona-Lage abzuzeichnen. Schon in den ersten Märztagen veranlasste unser örtlicher Trägerverein, die SBA, für das von ihr betriebene große Altersheim sehr strenge Maßnahmen zum Schutz der Bewohner: allerhöchste Hygienestandards, Besuchsverbot, maximale Begrenzung der Außenkontakte (zu Lieferanten, Dienstleistern, usw.). Bereits in der zweiten Märzwoche hielt der Pflegeleiter des SBA-Altersheimes bei GIRASSOL eine ganztägige Schulung zum Umgang mit COVID-19 ab, gerichtet an alle Mitarbeiter, Schüler, Kita-Kids und ihre Angehörigen (wir berichteten darüber auf unserer Homepage und auf Facebook). Dann hat das dramatische Tempo der vom Bundesstaat São Paulo ausgegebenen Verordnungen alle hoffnungsfrohen Erwartungen, alle Planungen überrollt – seit dem 19. März sind alle Bildungseinrichtungen geschlossen, alle Geschäfte (außer Supermärkten, Apotheken und Tankstellen), alle Restaurants, Kinos, Theater, Behörden. Wo immer möglich, ist im Homeoffice zu arbeiten, die Menschen sollen zuhause bleiben, zu anderen Abstand halten: allen ist der englische Ausdruck „shut down“ für diese Situation mittlerweile geläufig. Und natürlich soll die Bevölkerung sich häufig die Hände waschen, überhaupt für Sauberkeit sorgen und Nasen-Mund-Schutzmasken tragen außerhalb des eigenen Heims. Soweit so richtig – wie bei uns, möchte man denken.

Dass überhaupt solche Maßnahmen ergriffen wurden, liegt daran, dass die Gouverneure der einzelnen Bundesstaaten seit Wochen die Verantwortung übernommen haben und versuchen, die Verhaltensregeln der WHO umzusetzen.

Das öffentliche Gesundheitssystem ist chronisch unterfinanziert, geprägt von Missmanagement, katastrophal ausgestattet und demzufolge über die Maßen ineffizient. Entwickelt ein „favela“-Bewohner also Corona-Symptome, wird ihm wahrscheinlich das Geld fehlen, um zum Arzt/Krankenhaus zu fahren. Kommt er aber doch bei einer Klinik an, wird er möglicherweise Tage darauf warten, untersucht zu werden, um dann zu erfahren, dass für ihn kein freies Bett oder gar ein Platz in einer Intensivstation zur Verfügung steht. Er wird höchstwahrscheinlich, mit ein paar Fieber senkenden Tabletten versehen, nach Hause geschickt werden, mit der Empfehlung, in drei Tagen sich erneut vorzustellen ... Es ist nicht sicher, dass der Patient all‘ die Unannehmlichkeiten ein weiteres Mal auf sich nehmen wird. Wahrscheinlicher ist, er wird ohne ärztliche Versorgung gesund oder er verstirbt daheim ohne Diagnose, die Dunkelziffer der Todesfälle erhöhend, andere infizierend.

Und bedenken Sie bitte die Lebensrealität des GIRASSOL-Umfeldes! Unsere Kinder und Jugendlichen mit ihren Familien leben unter für Mitteleuropäer schwer vorstellbaren Bedingungen: ihr Häuschen ist manchmal nicht mehr als eine Hütte, hat nur selten mehr als zwei Räume, die sich mitunter sechs, acht und mehr Personen teilen müssen. Sanitäreinrichtungen wie wir sie kennen? Nicht vorhanden, häufig muss das Wasser in Eimern von einem Gemeinschaftswasserhahn mehrere hundert Meter nach Hause geschafft werden … Die Abwässer suchen sich nicht kanalisiert ihren Weg – so viel zu Hygiene und verstärkter Sauberkeit. Außerdem liegen die Häuser direkt beieinander, Wand an Wand; Türen und Fenster schließen schlecht; die Dächer bestehen aus Wellblech- oder Kunststoffplatten. Das bedeutet extreme Hitze im Sommer und große Kälte im Winter und gelegentlich regnet es auch rein. Darum, und um der Enge zu entkommen, halten sich die Menschen vornehmlich draußen auf – wobei diese Armensiedlungen, in denen oftmals mehrere `zigtausend Menschen leben, von eher schmalen Straßen durchzogen werden, oft sind es nur Gässchen und Wege. Zu anderen Abstand zu halten, funktioniert also nicht wirklich.

Schlimmer noch: „favela“-Bewohner sind eher selten in einem regulären Arbeitsverhältnis beschäftigt. So sie denn Arbeit haben, handelt es sich oft um Tagelöhner/Gelegenheitsjobs oder sie versuchen, sich als Selbstständige irgendwie über Wasser zu halten, indem sie mit einem Bauchladen umherziehen, beispielsweise. Kurzarbeitergeld ist in Brasilien genauso unbekannt wie staatliche Unterstützung für Selbständige. Sie merken es schon: der „shut down“ hat so gut wie all‘ diesen Leuten das Einkommen genommen. Kein Geld heißt dann sofort auch: kein Essen auf dem Tisch – denn Rücklagen haben diese Menschen genauso wenig wie Platz für einen kleinen Gemüsegarten oder ein paar Hühner auf dem Hof...

Es sind diese widrigen Gegebenheiten und Lebenswirklichkeiten, die die Arbeit von GIRASSOL in Grajaú so wichtig und wertvoll machen. Die Einrichtung ist ein Leuchtturm, der Perspektiven auf einen Weg aus dieser Armut bietet. Und mit der Schließung von GIRASSOL fehlt jetzt nicht nur die Ausbildung der Jugendlichen, sondern auch die Betreuung und die ganztägige Verköstigung der Kinder.

Mit dieser etwas ausführlicheren Schilderung der Lebensumstände unserer GIRASSOL-Schützlinge, wollen wir Sie ein wenig sensibilisieren für die großen Sorgen, die uns vom Förderverein, sowie die SBA, als auch die Leitung von GIRASSOL umtreiben. Es weiß in São Paulo keiner, wann und unter welchen Voraussetzungen der Betrieb in Schulen und Kitas wieder möglich sein wird. Derzeit wird davon ausgegangen, dass GIRASSOL erst im August/September wieder in einen noch zu definierenden Regelbetrieb treten kann. Bis dahin konzentrieren wir uns auf zweierlei: Kontakt halten zu den Kindern und Jugendlichen mit ihren Familien und versuchen, den Hunger zu lindern.

Seit Mitte April versuchen die Lehrer den Auszubildenden via Mobiltelefon so etwas wie Unterricht anzubieten; einfache Handys besitzen die Jugendlichen fast alle, PCs natürlich nicht. Es ist allen Verantwortlichen bewusst, dass diese Maßnahmen viel mehr dazu dienen, den Kontakt zu halten, als der Wissensvermehrung. Aber so haben wir von den erdrückenden Ängsten in den Familien direkt gehört; viele wissen nicht mehr, wie sie ihre Lebensmittel bezahlen sollen.

Zu den Knirpsen halten die Erzieherinnen über die Handys der Mütter die Verbindung aufrecht. Die Kleinen bekommen „Aufgaben“ gestellt: die Familie mit Schutzmasken malen, das Mittagessen, eine Blume für Mama zum Muttertag, usw. Und so wissen wir, auch bei diesen Familien herrscht blanke Not, zumal die Kinder bei GIRASSOL ja sonst den Tag über voll verköstigt werden ... Selbst wenn die Mütter noch Arbeit haben, sind sie durch die unbetreuten Kinder in vielen Fällen daran gehindert, dieser nachzugehen.

Das GIRASSOL-Team vor Ort leistet Großartiges, den Kontakt nicht abreißen zu lassen, sich die Sorgen der Familien anzuhören. Es ist schlimm genug, nur materiell helfen zu können, aber das wenigstens möchten wir tun, solange es nötig bleibt – keiner von GIRASSOL soll hungern müssen!!

Ermöglicht durch eine lokale Spende, fand Ende April die erste „cesta-básica“ (Grundnahrungsmittelkorb) – Aktion statt: SBA GIRASSOL hat für die Kita-Familien ein umfangreiches Lebensmittelpaket zusammengestellt, das im Speisesaal unter den derzeitigen Vorsichtsmaßnahmen ausgehändigt wurde. Das komplette Sortiment (Reis, Bohnen, Nudeln, Öl, Salz, Konserven, Zucker, H-Milch, Seife, Zahnpasta, usw., usw.) wurde in Supermärkten der Umgebung von GIRASSOL gekauft, um somit auch dem Handel in dieser ärmlichen Gegend zu helfen.

Das Werben um Geld- und Sachspenden vor Ort für das gleiche Unterfangen im Mai ist in vollem Gange, aber unsere zusätzliche Mithilfe aus Europa ist dringend erforderlich. Ab diesem Monat sollen auch die Auszubildenden diese Hilfe erhalten, zumal die Jugendlichen häufig neben Schule und Ausbildung auch noch arbeiten, um das Budget ihrer Familien aufzubessern – Arbeit, die die meisten nun nicht mehr haben.

Es sollen jeden Monat 350 Pakete à € 20 gepackt werden. Wir möchten diese Unterstützung bis September aufrechterhalten, davon ausgehend, dass dann viele wieder ein Einkommen haben werden. Das bedeutet, wir brauchen ca. € 28.000, um zu verhindern, dass die Familien unserer GIRASSOL-Schützlinge Hunger leiden müssen.

MaskenEs gibt aber auch Licht in diesen dunklen Zeiten! Ein klein wenig stolz und sehr zufrieden möchten wir von dem wertvollen Beitrag berichten, den der Schneiderei-Kurs zu den unerlässlichen Hygienemaßnahmen im SBA-Altersheim seit nunmehr zwei Wochen leistet. Wie überall auf der Welt mangelt es auch in Brasilien an Pflege-Grundausrüstung und Material. Der Preis für Nasen-Mund-Schutzmasken hat sich beinahe verhundertfacht - so man überhaupt welche ergattern kann. Es grenzt an ein Wunder, dass es der SBA-Leitung gelungen ist, große Mengen des Gewebes zu erwerben, aus dem diese Masken bestehen. Dazu konnten viele, viele Meter der Verschlussbänder aufgetrieben werden. Der GIRASSOL-Leitung gelang es, aufgrund der Systemrelevanz eine Sondergenehmigung für den Betrieb der Schneiderwerkstatt zu erwirken. Nun nähen Freiwillige aus den Reihen der Kursteilnehmer in wechselnder Besetzung unter Einhaltung aller Vorschriften (Mindestabstand, Nasen-Mund-Schutz, Handdesinfektion, usw.) täglich Hunderte Einwegmasken für das Pflegepersonal des SBA-Altersheims, für die „cestas básicas“ und für die GIRASSOL Belegschaft, wenn da wieder gestartet werden darf. Die Schneiderei-Azubis gewinnen im Eiltempo Erfahrung im „Industrienähen“ und empfinden, wie sie selbst versichern, großen Stolz und fühlen sich geehrt, für diese Aufgabe geeignet zu sein. Wie wertvoll ist es, in dieser verunsichernden Zeit, Menschen den Genuss von Erfolgserlebnissen zu bescheren!

Wir in Europa spüren alle – jeder auf seine Weise – die Unannehmlichkeiten (und müssen damit umgehen), die dieses noch unerforschte Virus uns bereitet. Was den Menschen anderorts durch COVID-19 abverlangt wird, können wir uns kaum vorstellen. Aber wir alle aus der großen GIRASSOL-Familie können wirklich und wirkungsvoll helfen, die Not einiger Hundert Menschen ganz konkret zu lindern. Und das bedeutet: wir können große Sorgen kleiner machen und damit können wir Hoffnung schenken!

Bitte tragen Sie dazu bei, dass Hunger die Menschen nicht zusätzlich schwächt und damit noch leichter zur Beute der Pandemie werden lässt! Es bricht uns fast das Herz, diesen verfrühten Sommerbrief mit so traurigen Fakten zu befrachten und um zusätzliche Spenden zu bitten, um einer so bitteren Wahrheit entgegen zu treten: den leeren Tellern! Niemand weiß, was die Zukunft bringen mag. Aber wir sind sicher, dass wir zurückkehren werden auf den Weg zur Bildung, die aus der Armut führt! Im Moment geht es aber tatsächlich um Existentielles und wir bitten Sie sehr, die Menschen von GIRASSOL wieder mit Ihrer helfenden Großzügigkeit zu bedenken.

Nur gemeinsam sind wir stark, nur gemeinsam wird die Menschheit diese Krise wirklich meistern können.

In diesem Sinne möchten wir uns verabschieden und für Ihre Unterstützung danken!

Ihre

Andreas Krebs und Dr. Thomas Schmidt

 

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Verschiebung der Mitgliederversammlung

Liebe Mitglieder und Unterstützer von GIRASSOL!

Auch wir reagieren selbstverständlich auf die Empfehlungen der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und müssen leider die Mitgliederversammlung des Fördervereins Girassol e.V., geplant für den 28. März 2020, aufgrund der COVID-19 (Corona-Virus) Situation, bis auf weiteres verschieben. Sobald wir wieder eine planbare Situation haben, melden wir uns mit einem neuen Termin.

Wir hatten uns sehr auf die Mitgliederversammlung gefreut, zumal es sehr viele und sehr positive Entwicklungen in GIRASSOL Kids und Pro gibt. Gerne möchten wir die Gelegenheit nutzen, Ihnen von den aktuellen Entwicklungen dort zu berichten:

  • Wir hatten ein gutes Jahr 2019. Unser Spendenvolumen hat sich, dank auch Ihrer Unterstützung weiter gut entwickelt und wir konnten den positiven Trend der letzten zwei Jahre fortsetzen. Durch Unterstützung von Sternstunden e.V. (der Hilfsorganisation des Bayrischen Rundfunks) konnte unsere Berufsschule in vielen Bereichen renoviert, modernisiert und zusätzlich der neue Bäckerei-Ausbildungskurs eingerichtet werden.
  • Der Bäckerei-Ausbildungskurs hat die größten Bewerberzahlen und gleichzeitig die höchste „employability“-Quote. Das heißt, alle Teilnehmer haben schon während oder direkt nach der Ausbildung Arbeit gefunden.
  • Für 2020/2021 planen wir die Erweiterung des Elektrikerkurses mit zusätzlichen inhaltlich-fachlichen Angeboten (z.B. Robotik, etc.) und werden auch versuchen, den Kurs auf ein vergleichbares Niveau einer technischen Ausbildung anzuheben, die den staatlichen Vorgaben für eine Qualifikation als „técnico“ entspricht. Das würde die Berufs- und Einstellungschancen noch einmal erheblich verbessern.
  • Die Halbtagsbetreuung unserer ersten „Schulkinder“, die aus unserer Kita in die Schule gewechselt sind, ist gut angelaufen. Hier planen wir einen weiteren Ausbau der Betreuung durch mehr Hausaufgabenhilfe, Sport und Musikangebot.
  • Die Mitarbeiter-Anzahl ist von 29 auf 32 voll vergütete Arbeitsplätze angestiegen. Wir achten nach wie vor darauf, dass so viele Mitarbeiter wie möglich aus der direkten Umgebung von GIRASSOL und aus dem Stadtteil Grajáu kommen, denn das festigt sehr die Bindung in die „community“.
  • Unserem Sonderspendenaufruf für das „Büsschen“, um den Ersatz für den alten VW-Bus zu finanzieren, haben viele Spender und Spenderinnen gefolgt und der neue 7-Sitzer ist in Betrieb! Dafür nochmals ganz großen Dank!
  • Wir konnten GIRASSOL bei verschiedenen Veranstaltungen und Organisationen erfolgreich präsentieren. Einige Anträge für Fördergelder laufen noch und wir sind zuversichtlich, weitere institutionelle Unterstützung zu bekommen.
  • Selbstverständlich haben auch wir bereits in der vergangenen Woche Corona-Virus-Präventions-Schulungen für alle Mitarbeiter, Berufschullehrer, Auszubildende, sowie für die Angehörigen der Kita-Kinder vorgenommen. Der Leiter des Pflegedienstes der SBA (unseres lokalen Trägers, der auch ein Seniorenwohn- und Pflegeheim betreibt) war ganztägig in GIRASSOL um uns zu unterstützen.

Gerne erzählen wir Ihnen noch mehr von unserem letzten Besuch (Anfang März) vor Ort und über die oben erwähnten Aktivitäten rund um GIRASSOL. Sie können uns einfach unter 02173-99376377 oder 0170-2021753 (Andreas Krebs mobil) anrufen. Aktuelle Informationen finden Sie auch auf unserer Webseite und bei Facebook.

Ihre Unterstützung ist in diesen besonders herausfordernden Zeiten noch wichtiger. Bitte bleiben Sie uns gewogen! Die GIRASSOL-Familie vor Ort und der gesamte Vorstand des Fördervereins ist Ihnen außerordentlich dankbar dafür. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir für die besonders Bedürftigen weiterhin zusammenstehen.

Mit besten Grüßen und für Ihr Verständnis dankend, Ihre

Andreas Krebs und Dr. Thomas Schmidt

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Weihnachtsbrief 2019

Liebe GIRASSOL-Freunde,

Schon ist die Zeit der Rückblicke, Jahreszusammenfassungen und Bilanzierungen angebrochen. Für den Förderverein und GIRASSOL können wir mit Überzeugung behaupten: 2019 war ein gutes Jahr! Dank der harmonischen, professionell-effizienten Zusammenarbeit mit unserem lokalen Trägerverein SBA konnte wirklich viel erreicht werden in São Paulo.

Eine erneute signifikante Spende von Sternstunden e.V. machte es möglich, im Berufsbildungszentrum die Schneiderei- und die Elektrik-Lehrwerkstatt zu renovieren und mit modernen, digital unterstützten Geräten und Apparaturen auszustatten und außerdem einen neuen Bäckerei-Kurs mit dazugehöriger Lehrwerkstatt einzurichten. Über das gesamte Unterfangen berichteten wir wiederholt auf Facebook, unserer Homepage und im letzten Sommerbrief. Zur Jahresmitte starteten wir einen Sonderspendenaufruf an unsere Förderer und Unterstützer, für den Kauf eines 7-sitzigen Autos für GIRASSOL – die Aktion „COMBI“ war ein absoluter Erfolg! Es konnte der neue Wagen erworben werden und sogar sein Betrieb ist für längere Zeit gewährleistet, ohne das Budget vor Ort zu belasten! Auch hierzu berichteten wir über die bereits erwähnten Kanäle.

GIRASSOL ist in Grajaú ein Leuchtturm, für viele Menschen in der Gegend ein Ort der Hilfestellung. Die Leitung der Einrichtung ist fortwährend bemüht, die vorhandene Infrastruktur noch optimaler zu nutzen: einmal wöchentlich öffnet jetzt die ambulante Außenstelle der öffentlichen Gesundheitsversorgung der Allgemeinheit in einem Raum in GIRASSOL die Tür – für viele Patienten wäre der Weg zum Arzt sonst schlicht zu weit und zu teuer. Regelmäßig werden an gleicher Stelle Impfkampagnen durchgeführt für unsere Kinder, Jugendlichen, Mitarbeiter und deren Angehörigen, wie auch der benachbarten Bevölkerung.

Bildung ist der Schlüssel zum Aufstieg aus der favela – nicht nur für Kinder und Jugendliche. 20 Erwachsene, Angehörige unserer „jungen Klientel“ werden 2019 erstmals in einem Pilotprojekt in GIRASSOL auf ihre ENCCEJA – Prüfung vorbereitet. Dieses Angebot richtet sich an Menschen ohne Schulabschluss, diesen nachzuholen – ein Zertifikat, das allerdings unabdingbar ist für beinahe alle berufsbildenden Möglichkeiten in Industrie und Wirtschaft. Mit diesem Abschlusszertifikat können die Menschen einen großen Schritt Richtung Ausbildung und geregeltes Einkommen gehen und davon profitieren natürlich ganze Familien. Die Lehrer für dieses Angebot sind Freiwillige aus unserem Lehrkörper. Und das belegt, unserer Ansicht nach, das unendlich wertvolle GIRASSOL-Solidaritätsgefühl unserer Mitarbeiter! Schon seit Jahren bieten die Lehrerinnen des Schönheitspflege- und des Schneiderei-Kurses auf ehrenamtlicher Basis ein „Parallelkürs-chen“ für Erwachsene an – für viele dieser (fast immer sind es) Frauen ist diese, die erste Gelegenheit, in ihrem Leben etwas zu lernen, um sich weiterentwickeln zu können.

An einem solchen Schneiderei-Kurs nahm die Großmutter von Andressa teil und erfuhr dabei von der Verwaltungsgrundlagen-Ausbildung. Sie erreichte, dass die Enkelin sich bewarb und diese erhielt auch einen GIRASSOL-Ausbildungsplatz, gerade weil die katastrophalen Familienverhältnisse durch die Erzählungen der älteren Frau bekannt waren. Andressa ist eine gute Schülerin, wird jedoch von Beginn an durch ihre krankhafte Schüchternheit an einer gesunden Entfaltung ihrer Fähigkeiten gehindert. In der 20m² großen Hütte, ihrem Zuhause, leben die Großmutter, die 29-jährige Mutter, die 16-jährige Andressa und weitere fünf (!) kleinere Geschwister – insgesamt gibt es vier unterschiedliche Väter, von denen keiner sich verantwortlich fühlt oder anwesend ist. Die Großmutter hält den Laden, so gut sie kann, zusammen …. Bald beobachtete man in GIRASSOL, dass das junge Mädchen noch in sich gekehrter wurde, langärmlige Kapuzenpullis auch bei größter Hitze trug und es stellte sich heraus, dass so die sich selbst zugefügten Schnittverletzungen an den Unterarmen verborgen werden sollten. Alle Versuche unserer Sozialarbeiterin und Psychologin, an das Mädchen heranzukommen und ihm zu helfen, schlugen fehl. Vor vier Monaten konnte Andressa in letzter Minute gerettet werden – die Großmutter fand sie nach einem Suizidversuch. Und nun gelang es auch, sie zu erreichen: sie fasste Vertrauen zu Sra. Cleibe, der GIRASSOL-Leiterin und sie verstand, nach vielen Stunden Gesprächstherapie, dass nicht sie die Schuld für das verkorkste Leben ihrer Mutter (die sie als 13-Jährige bekam) trägt, auch nicht dafür, dass diese bis heute nicht in der Lage ist, ihre Lebensführung zu korrigieren. Andressa trägt heute kurzärmlige T-Shirts; sie ist offener geworden; sie wird nach ihrem GIRASSOL-Abschluss eine Ausbildung in einer Bank (mit kleinem Gehalt sogar!) anfangen; ihre Großmutter ist mittlerweile ihre Erziehungsberechtigte, die auch verhindern wird, dass die Mutter an ihr Geld kommt. Weiterhin wird das Mädchen psychologisch betreut und Tania, unsere Sozialarbeiterin, sorgt dafür, dass der Familie geholfen wird, den jüngeren Geschwistern ein ähnliches Schicksal zu ersparen. Wir sind voll Zuversicht, dass Andressa, die immer stabiler und selbstbewusster wird, nicht nur ihren eigenen Weg wird gehen, sondern den Jüngeren auch wird beistehen können.

Zu Beginn des Schuljahres 2019 hatte GIRASSOL 260 Ausbildungsplätze in sechs verschiedenen Kursen anzubieten: über 1.700 Bewerber schrieben sich fürs Auswahlverfahren ein. Gezielter Förderunterricht, verstärkte psycho-soziale Betreuung unserer Auszubildenden und ihrer Familien - Tania stattete beispielsweise über 160 (!) Hausbesuche ab - , kontinuierliches „sozialisierendes Coaching“ haben dazu geführt, dass die Abbrecherquote heute bei nur noch etwa 13% liegt (zum Vergleich: in Deutschland ist, lt. dem letzten Bundesbildungsbericht 2018, die Abbrecherquote bei der Berufsausbildung zwischen 20 und 25%). In der Beliebtheitsskala liegt Schönheitspflege mit 611 Interessenten an erster Stelle, gefolgt von Bäckerei mit 408 Bewerbern auf 40 Plätze.

Musik, die verlässlichste, unkomplizierteste Form der Kommunikation bekommt ein immer größeres Gewicht in der pädagogischen Ausrichtung der Kita, hilft sie doch nachhaltig Inhalte zu vermitteln und Wissen zu festigen, fördert soziale Interaktion, kanalisiert Emotionen und noch so viel mehr. Auch bei unseren GIRASSOL-Kids wird sehr daran gearbeitet, das sozial sehr schwache Umfeld aus dem sie stammen, im Sinne ihrer gesunden Entwicklung zu beeinflussen. Die Angehörigen unserer Kinder sind so gut wie immer alleinerziehende Frauen mit extrem mangelhafter Bildung, verhaftet in einem emotionalen Filz aus Misstrauen, Vorurteilen, Ängsten, Prägung durch Gewalt und daraus resultierender Überforderung und Ablehnung Maßnahmen gegenüber, das alles zu durchbrechen. Auch damit müssen sich unsere MitarbeiterInnen Tag für Tag auseinander setzen.

Der fünfjährige Gabriel hat vier ältere Geschwister, kam 13 Jahre nach dem Jüngsten von ihnen auf die Welt – Vater abwesend. Er ist im zweiten Jahr bei uns: von Anfang an war klar, dass er schwer misshandelt wird von der Mutter. Trotz vieler Vorladungen, Gespräche und Hilfsangebote durch GIRASSOL, zeigte sie sich vollkommen uneinsichtig und widerständig, behauptete die Vorfälle wären Unfälle. Die Erzieherinnen begannen, unterstützt durch unser psycho-soziales Team, Protokolle von den Schilderungen des Kleinen anzufertigen, dokumentiert durch Fotos der Verletzungen und warnten die Mutter, das Jugendamt einzuschalten. Erst als die Frau in GIRASSOL vor der Erziehungsleiterin, einer Beamtin der Jugendbehörde und der Erzieherin nebst Sozialarbeiterin saß und ihr klar gemacht wurde, man würde ihr das Sorgerecht nehmen, das Kind im Heim unterbringen – da endlich erst war sie in der Lage, den Ernst der Situation zu begreifen. Sie willigte ein, sich helfen zu lassen, steht für die kommenden Jahre unter Aufsicht des Jugendamtes, hat eine Reihe von Auflagen zu erfüllen. Das alles ist vermerkt auf den Dokumenten des Jungen, so dass jeder Arzt, später die Schule, usw. sofort im Bilde sind. Seit nunmehr fünf Monaten gab es keinen Vorfall mehr, der Kleine blüht auf und wird zusehends weniger aggressiv und seine Mutter wirkt bedeutend ausgeglichener und lernt einen vollkommen neuen Umgang mit ihrem Nesthäkchen.

Der Hauptauftrag von SBA GIRASSOL Kids/Pro ist, Erziehung und Bildung zu vermitteln. Aber diesem Auftrag kann manches Mal nur Folge geleistet werden, wenn erst „das Leben der Leute in Ordnung gebracht“ wird. Erst durch diese Leistung ergänzt, kann sich einem GIRASSOL-Absolventen mit dem bei uns erworbenen Wissen, der Weg aus der Perspektivlosigkeit der favela ebnen; können einem Kita-Kind die volle Entfaltung und eine gesunde „Schullaufbahn“ Wegweiser in eine hoffnungsvolle Zukunft sein.

Und so entwickelt die Einrichtung GIRASSOL sich immer weiter zu einem Brücken bauenden Sozialzentrum, zum Wohle von viel mehr Menschen als nur denjenigen Kindern und Jugendlichen, die bei uns Aufnahme und Betreuung gefunden haben.

Nur durch Ihre Spenden, Ihre Unterstützung ist diese Arbeit in Grajaú überhaupt möglich – auch Sie sind Brückenbauer!

Für das in uns gesetzte Vertrauen möchten wir uns im Namen von GIRASSOL aufs Herzlichste bedanken und bitten Sie sehr darum, uns auch zukünftig weiterhin zu unterstützen.

Wir wünschen eine schöne Adventszeit, gesegnete Weihnachten und Gesundheit und Tatkraft für das Jahr 2020!

Mit nochmaligem aufrichtigen Dank grüßen Sie

 Andreas Krebs und Dr. Thomas Schmidt

Collage von Bildern aus 2019

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Sommerbrief 2019

Liebe GIRASSOL-Freunde,

die erste Hälfte unseres Jubiläumsjahres 2019 ist bereits Vergangenheit. Lassen Sie uns kurz innehalten und auf die zurückliegenden sechs Monate blicken, denn sie waren für unseren Förderverein und GIRASSOL recht ereignisreich.

Seit 20 Jahren schon engagieren sich viele Menschen mit und durch den Förderverein Girassol e.V. sehr erfolgreich für die Kinder und Jugendlichen des Sozialprojektes GIRASSOL in der Riesenstadt São Paulo/ Brasilien.

Wir sehen eine unserer wichtigsten Aufgaben auch darin, die Bekanntheit des Fördervereins zu vergrößern, um neue Interessierte zu gewinnen, die die Arbeit vor Ort zu unterstützen bereit sind. In der Frankfurter Werbeagentur PINK CARROTS haben wir Unterstützer gefunden, die mit uns Maßnahmen entwickeln, diesem Ziel näher zu kommen - pro bono! Kaum hatte unser Jubiläumsjahr begonnen, erschien in der ersten STERN-Ausgabe (700.000 Exemplare!) am 3. Januar eine ganzseitige Anzeige zu GIRASSOL; die gleiche ganzseitige Anzeige fand sich am 30. Januar in der BRIGITTE (330.000 Exemplare!). Beide Magazine erscheinen im Gruner & Jahr Verlag, der uns diese Aktion schenkte! Wir berichteten seinerzeit ausgiebig darüber auf unserer Homepage (https://www.projekt-girassol.de/index.php/aktuelles/aktuelles-hier/130-werbung-im-stern) und Facebook. Parallel dazu wurden in der gleichen Gestaltung Plakate in Postergröße und Handzettel im Postkartenformat produziert, um sie an gut sichtbaren Orten anzubringen und zu verteilen. Wenn Sie eine Möglichkeit haben, Plakate und/oder Handzettel zu verteilen (an einem schwarzen Brett/in einem Schaukasten/auf einem Event, o.Ä.), melden Sie sich doch bitte bei uns - wir schicken Ihnen das Material!

Am 18./19. Mai beteiligten wir uns erstmals mit einem Stand am 37. Internationalen Kinder- und Familienfest in Langenfeld/NRW; wiederum war unser Hauptanliegen, bekannter zu werden. Durch unser Angebot „Malen nach Zahlen“, hatten (nicht nur!) Kinder die Gelegenheit, Kindern in GIRASSOL zu helfen. Auf unserer Homepage (https://www.projekt-girassol.de/index.php/aktuelles/aktuelles-hier) und Facebook finden Sie dazu detaillierte Informationen.

Und dann fand in den letzten acht Wochen die Aktion „COMBI“ statt! Seit geraumer Zeit zeichnete sich ab, dass GIRASSOL ein neues, mehrsitziges Nutzfahrzeug brauchen würde. Der Vorstand des Fördervereins entschloss sich, wieder einen Sonderspendenaufruf hinaus zu schicken, denn der zwölf Jahre alte VW-Bus kann seinen Aufgaben nicht mehr gerecht werden. . . Wie schon vor zwei Jahren, sind wir überwältigt angesichts der so weit gestreuten Hilfsbereitschaft unserer vielen Förderer und Unterstützer. Durch die Großherzigkeit der COMBI-Spender ist die erforderliche Summe von 17.500 Euro überschritten worden und so können wir sogar noch Mittel für den Betrieb des neuen Wagens für die nächste Zeit zur Verfügung stellen!!

Über die brasilianischen Sommerferien (Dezember/Januar) wurde in GIRASSOL sehr fleißig gearbeitet – dass das so sein würde, hatten wir ja im letzten Weihnachtsbrief angekündigt. Der Kraftakt ist vollbracht! Pünktlich zum Unterrichtsbeginn im Februar, waren alle Modernisierungs- und Renovierungsarbeiten in der Schneiderei- und der Elektrik-Lehrwerkstatt dank einer erneuten großen Spende von Sternstunden e.V. aus München, abgeschlossen. Um die Ausbildung „arbeitsmarktgerechter“ gestalten zu können, war die Anschaffung von modernen, digitalunterstützten Nähmaschinen für die „Schneider“ dringend notwendig. Für die Elektroausbildung war es unabdingbar geworden, auch den Umgang mit „Industriestrom“ zu vermitteln. Das bedeutete bauliche Anpassungen und den Kauf und das Installieren zahlreicher teurer, neuer Gerätschaften und Apparaturen.

Und ebenfalls über die Sommerferien wurde für den neu geschaffenen Bäckereikurs eine nagelneue Lehrbackstube eingerichtet. Für die 40 Plätze dieses Ausbildungsgangs hatten sich 480 Menschen beworben! Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sehen für die Auszubildenden dieses Handwerks sehr gut aus. Mit einer kleinen Feierstunde wurde im April all‘ das Neugeschaffene in Anwesenheit von einigen Gästen und Andreas Krebs vom Förderverein eingeweiht. Stolz reichten die angehenden Bäcker ofenwarme Kostproben ihres bisherigen Könnens herum. Nun zieht an jedem Unterrichtstag der köstliche Duft frischer Backwaren durch GIRASSOL und die Produkte aus der Bäckerei-Lehrwerkstatt bereichern den Speisezettel der Snacks unserer Kita-Kids J Wir sind stolz und freuen uns sehr darüber, dass Dank der reibungslosen Zusammenarbeit zwischen Förderverein, Sternstunden in München und unserem Trägerverein SBA in São Paulo, diese für GIRASSOL wichtigen Schritte der Weiterentwicklung so befriedigend und erfolgreich zum Abschluss gebracht werden konnten. Zu all‘ diesen Maßnahmen finden Sie reichlich Informationen unter: https://www.projekt-girassol.de/index.php/aktuelles/aktuelles-dort

An einem der Fenster der neuen Backstube hängt dieses Rezept als Leitfaden beim Umsetzen aller Rezepte fürs Backen unseres täglichen Brotes.

Rezept

Im Sinne dieses Rezeptes möchten wir uns verabschieden, ohne jedoch zu versäumen, es noch mit DANKBARKEIT und uns entgegengebrachtem VERTRAUEN zu vervollständigen!

Es grüßen Sie sehr dankbar für Ihre aller Unterstützung, auf die wir auch für die vielen vor uns liegenden Aufgaben hoffentlich bauen können.
Herzlichst Ihre

Andreas Krebs und Dr. Thomas Schmidt

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